Band: Oddjobmen
Titel: Urban Focus
Label: Setalight Records/Noisolution
VÖ: 14.10.16
Genre: Desert/Hard/Stoner Rock
Bewertung: 2,5/5
Written by: Robert

Oddjobmen mag vielleicht eher nach einer skandinavischen Band klingen, beheimatet sind aber die Seventies- und Desert-Rocker in Berlin. Man giert seit der Gründung danach, dass das Material ausgezeichnet Nebelschwaden umwoben klingt. Bis dato kannte ich noch nichts dieser Berliner, nichtsdestotrotz, mit dem vorliegenden Werk, hat man es gesamt gesehen gut geschafft, bündig dieses Feeling von rauchigen Clubs bzw. Proberäumen auf Platte zu bannen. Je schrulliger und grummeliger es schallt, umso besser haben sich die Jungs wohl gedacht. Kann etwas nach einer zu ungehobelten Spieltechnik klingen, tut es trotzdem keinesfalls. Vielmehr bauen die Jungs zwar auf ein solches Grundskelett im Sound, bieten überdies dennoch eine gereiftere Darbietung.

Der Klang ist nichts für schwache Gemüter und darüber hinaus ist das Material nicht einprägsam, demzufolge muss man außerdem ein Tellerrandgucken besitzen. Zwischen eingängigen Passagen und sehr lockeren, galoppierenden Elementen wird durch die Bank hindurchjongliert. Doch auch wesentlich schrägere Einlagen sind hier dabei, um gerade das psychedelische Element deutlich dominanter in den Vordergrund zu rücken. Trefflich zu solch einem energetischen Mischsound darf andererseits dazu ein gutes, aussagekräftiges Organ mit rockiger Prägung nicht fehlen. Mit guten Avancen zeigt der Frontmann hier durchaus ein leidenschaftlich breites Können und verleiht den Songs noch zusätzlich das gewisse Etwas.

Den Spirit der alten Tage haben die Jungs gut aufgefangen, wenngleich demgegenüber einiges zu hören ist, was einfach rumpelig klingt, oder streckenweise zu schräg klingt. Fairerweise muss man ebenso sagen, wird seitens der Band ebenfalls so angestrebt worden sein, nur bei gewissen Passagen klingt das ganz und gar nicht homogen und ferner nach dem x-ten Durchlauf tut man sich schwer mit diesen Vibes.

Fazit: Für Tellerrandgucker ein Gemisch aus Retro- und Hard Rock, welche zusätzlich mit vielen Fuze und psychedelischen Stoner Rock Einlagen zusammenfusioniert wurde. Nicht schlecht, des Weiteren noch lange keine bahnbrechende Mixtur.

Tracklist:

01. Scapegoat
02. Led By Pigeons
03. Polar
04. Some Snakes Are Better Than Others
05. Gizmo Scheme
06.1984
07. Goon, Goon, Gone
08. The Hurting Kind
09. Run For Your Knife
10. To Cut The Head Off The Snake
11. Hoof: Don’t Sweat It Kilgore – It’s The Wrong Shape Anyway
12. LaVeNe

Besetzung:

Daniel Müller (bass)
Nico Kozik (voc & guit)
Behrang Alavi (guit)
Robert Knossalla (guit & keys)
Christoph Doletscheck (drums)

Internet:

Oddjobmen Website

Oddjobmen @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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