Orango – Battles

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Published on April 23, 2015 with No Comments

Band: Orango
Titel: Battles
Label: Division Records/Hecca Records
VÖ: 2015
Genre: Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Das norwegische Trio Orango serviert uns mit „Battles“ ihr nunmehr sechstes Album. Protagonisten des 70er Rocks, mit einem Fable für Stoner und Sludge Elementen kommen hier voll auf ihre Kosten. Beim Blick auf das Coverartwork erinnert man sich sofort an zick Coverbilder verschiedenster Vinylplatten dieser Tage. Das man auch den Sound so dermaßen stark an diesen Bereich angelehnt hat mag vielleicht etwas altbacken klingen, tut es aber schlussendlich gar nicht. Mit einem frischen Wind servieren uns die Noweger eine Breite Reise in die 70er Klangkunst zwischen herkömmlichen Hard Rock und eben einigen Veränderungen in andere Genrenischen. Die sehr aufgepeppten Tracks haben viel Partycharakter und machen einfach Laune. Liegt auch an der sehr shakig veranschlagten Rhythmik, mit welcher man binnen Zehntelsekunden ansteckt. Zwischen The Who, Doors und weiteren hat man eine Melange geschaffen die einfach toll ins Gehör geht. Dass man hier einfach mitgerissen wird versteht sich von selbst. Die sehr zündenden, innovativen Stücke haben einfach einen Charme, vor dem man sich nur schwer erwehren kann und so ist man binnen Sekunden in einem Sog, aus welchem es eben kein Entrinnen gibt. Es scheint in letzter Zeit, dass immer mehr norwegische Bands auf diesen Sound bauen und dadurch eine neue Nische aufgerissen haben. Keine vorliegende Truppe war bis dato schlecht. Eher im Gegenteil, eben durch viel Spirit im Blut und dem Falbel für den alten Rocksound des 70ers bekamen wir nur qualitativ hochwertige Truppen. Auch Orango stehen da ihren Kollegen in nichts nach und legen uns mit „Battles“ einen Rundling vor, welcher eben viel Wiedererkennungswert und Suchtfaktor hat. Die Umsetzung des alten Spirit ist schwierig und eine sehr große Hürde die man sich selbst auferlegt hat. Die Mission ist ihnen aber geglückt und so kann man hier sich vollends verwöhnen und aufjagen lassen. Es ist wirklich bemerkenswert, wie eben Osloer hier ihre Eckpfeiler setzten und eine Soundwand aufrichten, welche einen begeistert. Eine Ausnahmeband eben, dies es vermag ihre eigenen Vorstellungen des 70er Rock zu Protokoll zu bringen, ohne dabei abgehalftert zu klingen, oder zu unausgegoren. Das steht eben für das Fachhandwerk des Trios, welche uns mit diesem Album ein wahres Meisterwerk bieten. Wer geglaubt hat, dieser alte Sound gehörte schon zu den Analen der Musikgeschichte, der irrt, denn Orango haben mit diesem Silberling ein Meisterwerk abgeliefert, welches eine breite Palette an Rockfans zwischen herkömmlichen Hard Rock, Blues Rock und Stoner Rock überzeugen wird.

Fazit: Ein wahres Masterpiece für alle Liebhaber von 70er Rocksachen. Die Einflüsse zu nennen, würde bereits eine halbe Seite beanspruchen. Dennoch haben Orango niemals den Charakter an einer nachleiernden Band und lassen nichts unversucht, um ja viel eigene Qualitäten vorranging vorzustellen. Dies macht die Truppe eben aus und so servieren sie uns eine wahre, schillernde Perle, welche in keiner Sammlung von Rockliebhabern fehlen darf.

Tracklist:

01. Bearded Love
02. Rest In The Nest
03. Cajun Queen
04. Diggin’ For Praise
05. Dirty Ride
06. Mountain Mist
07. Save Yer Lovin’
08. Still On Duty
09. Sounds Like a Maraca
10. Mr. Johnson’s Dusty Trail
11. The Wooden Hymn

Besetzung:

Helge Bredeli Kanck (guit & voc)
Karl-Joakim Wisløff (bass & voc)
Trond Slåke (drums & voc)

Internet:

Orango Website

Orango @ Facebook

Orango @ YouTube

About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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