ORANGO – The Mules Of Nana

Written by Robert. Posted in CD-Berichte, O

Tagged: , , , , , , , , , , , , , , ,

Published on Januar 10, 2017 with No Comments

Band: ORANGO
Titel: The Mules Of Nana
Label: Stickman Records (Soulfood Music)
VÖ: 13.01.17
Genre: Classic Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

ORANGO - The Mules Of Nana Album artworkEine wirkliche Überraschung flatterte mit dem neuen Orango Album ins Haus. Schon der Vorgänger, “Battles” wusste bei mir seine Reize zu entfalten und einen sehr bleibenden Eindruck zu hinterlassen. So war es nicht verwunderlich dass sie gleich mit den ersten Tönen des Albums „The Mules Of Nana“ aufrüttelten. Während viele Kollegen vielversprechend, oder auch nicht dem 70er Rocksound frönen und ihn bis zum Exzess ausreizen, wissen diese Jungs hierbei eine durchaus eigene Linie einzuschlagen. Black Debbath, Lynyrd Skynyrd, ZZ Top, Mountain, Led Zeppelin, El Cuero, Creedence Clearwater Revival und so weiter gelten bei den Herrschaften aus Oslo als klangliches Abbild. Dass man jetzt nicht unbedingt die totalen Nacheiferer vor sich hat, sondern vielmehr eine durchwegs gereifte Kapelle entkräftet sofort das Wort Kopierer. Besonders CCR dürften für etliche Soundfragmente Pate gestanden sein. Demgegenüber muss man abermals sagen, gewiss Einflüsse, dennoch verwehren sich die Norweger davor, zusehends das einfach nur zu kopieren. Frischen Rockwind braucht die Landschaft und selbiger weht sehr stattlich und mit gutem Tempo durch die Osloer Combo.

Da bei meiner täglichen Setlist hier und da gegeben falls mal CCR auf dem Screen erscheint, erfreut es mich umso mehr, dass es tatsächlich noch Kapellen gibt, welche den Sound außerdem folgendermaßen authentisch hinbekommen. Im Falle von Orango sogar noch etwas rockiger und kerniger. Bedeutet nichts anderes, dass die Burschen sicherlich etliches an Retrospritzen in den Tank befördert haben. Im Gegensatz dazu klingt das Material allerdings nicht irgendwie altbacken. Stets wird auf frische Soundvibes geachtet. Beharrlich kann man genau deswegen für viel Aufsehen sorgen. Wer ein astreiner 70er Rockfan ist, wird um diesen Rundling nicht herumkommen. Allerdings können desgleichen herkömmliche Classic Rockfans ebenfalls für ihren Plattenteller hierbei was entdecken. Die Norweger haben eine gute Klasse paaren alte Einflüsse gekonnt mit frischen Fragmenten. Das Endergebnis ist nicht uneingeschränkt stattlich, nein es hat den gewissen Schwung.

Durch die Bank wird aber nicht die Rockkeule gezückt, nein desgleichen wissen die Jungs mit angenehmer veranschlagten Nummern („The Honeymoon Song“ beispielsweise) fährt man eine enorme Soundwand auf. Tolle, musikalische Reise mit diesen Skandinaviern, dies muss man wohl oder übel zugestehen.

Orango wissen genauestens über ihre Stärken Bescheid, wobei neben ihren gefälligen Riffs der groovenden Art dazu leidenschaftlich viele klassische Melodien als besonderer Trick ausgespielt werden. Hier wird ansprechend seitens der Norweger nicht unbedeutend gepokert auf Teufel komm raus, es hat durchwegs sein besonderes, eigenes Spielkonzept. Die Rechnung geht demzufolge auf und ein solches Endergebnis muss man sich angenehm auf der Zunge zergehen lassen.

Gerade durch die vielen ausnehmend eingängigen Songideen, die komplett auf höchster Spielprofessionalität, perfektem Sound und ganz viel Gefühl fürs Detail vermittelt werden, empfiehlt sich die Platte als Pflichtkauf für jeden Fan des klassischen Rocks. Größtenteils für die Fraktion, welche mehrheitlich im 70er Bereich verankert ist. Im Kontrast dazu können daneben andere Classic Rockfans nichts falsch machen.

Fazit: Wirklich tolles Machwerk die den Classic Rockspirit genial wiederbeleben.

Tracklist:

01. Heartland
02. The Honeymoon Song
03. Heirs
04. Tides Are Breaking
05. Give Me A Hundred
06. Head On Down
07. Train Keeps Rolling On
08. Hazy Chain Of Mountains
09. Born To Roll
10. Ghost Riders

Besetzung:

Helge Bredeli Kanck (guit & voc)
Hallvard Gaardløs (bass & voc)
Trond Slåke (drums & voc)

Internet:

Orango Website

Orango @ Facebook

Orango @ YouTube

About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Browse Archived Articles by