Band: Outre
Titel: Ghost Chants
Label: Third Eye Temple
VÖ: 14.04.15
Genre: Black Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Aus dem bekannten Krakau stammen die Black Metaller von Outre und haben im Underground bereits eine EP und eine Split CD raus gehauen. Mit „Ghost Chants“ ereilte uns das Full Length Debütalbum der polnischen Blackies. Nun gut Black Metal mag wohl bei der Formation an erster Stelle stehen, dennoch sind sie weiß Gott nicht für schwache Nerven. Wer vielleicht meint, hier kommt eine rassige True Kapelle der irrt. Auch der melodisch-symphonische Liebhaber wird hier auf breiter Front überfahren, denn die Krakauer Black Metaller sehen ihre Art der Black Metal Kunst ganz woanders. Die Unterwanderung ihrerseits ist sehr breit gefächert, dies heißt hier wird nicht auf Teufel komm raus dem Black Metal gehuldigt. Es mag wohl ein großer Bestandteil sein, doch die Ergänzungen und Komplettierungen sind eher aus dem Sludge, sowie Doom Bereich zuzuordnen. Solch ein Triumvirat kann nicht funktionieren? Nun sicherlich ist es nicht eine Kost die man sich locker vom Hocker geben kann, dennoch sehe ich diesen Technikgriff als durchaus frisch und spitzfindig, um sich gegenüber anderen reinrassigen Black Metal Kapellen über den Globus hinweg zusetzen. Mit einer guten Brise des sadistischen, rabenschwarzen Black Metal wird immer wieder die Attacke gesetzt, bevor man enorm die Bremse zieht und deutlich schwerfälliger weiter agiert. Dieses Wechselspiel ist aber nicht dem Ambient angeglichen worden, nein die Polen lassen es einfach progressiver, als auch hier und da komplexer klingen. Freilich sind ihnen dabei auch kleinere Schnitzer passiert, welche sich dem Hörer nicht ganz erschließen, aber im Großen und Ganzen finde ich die Schwarzmetallische Unterhaltung hier durchaus ansehnlich. Dementsprechend sind selbstredend noch etliche Schrauben nach oben hin offen, aber mit der vorliegenden Leistung zeigen die Polen, das Black Metal unter all den vielen Kollegen auch mal anders klingen kann und man sich mit nichts und niemanden vergleichen lassen muss, denn Einzigartig finde ich die hier verwendete Technik durchaus, nur ist sie auch sicherlich noch sehr ausbaufähig.

Fazit: Black Metal mal deutlich anders. Viele Einflüsse aus dem Doom und Sludge Milieu wurden eingesetzt und durchaus gut zu einem rabenschwarzen Brei vermengt.

Tracklist:

01. Chant 1. – Departure 02:52
02. Chant 2. – Shadow 06:41
03. Chant 3. – The Fall 05:04
04. Chant 4. – Lament 05:51
05. Chant 5. – Equilibrium 02:41
06. Chant 6. – Vengeance 05:53
07. Chant 7. – Arrival 07:39

Besetzung:

Stawrogin (voc)
Damien Igielski (guit)
Mateusz Jamróz (guit)
Marcin L.th Radecki (bass)
Maciej Pelczar (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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