Band: Palace
Titel: Divine Intervention
Label: STF Records
VÖ: 2008
Genre: Traditional Heavy Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wem typischer Power Metal ohne Kitsch und Bombast gefällt und vor Bands wie Accept, U.DO., Chinchilla und Konsorten niederkniet, der sollte mal ein Auge bzw. ein Ohr auf Palace werfen. Die Speyrer Herrschaften sind seit nunmehr 10 Jahren im Geschäft, gelten aber eher als Geheimtipp. Bis dato konnte man Toy of Rage (1996), Unsolved Mysteries (1999), Machine Evolution (2003), Live in Herxheim (2004) und Black Sun (2006) veröffentlichen. Seit 2006 war es eher ruhig geworden und nun sind Harald ‚HP‘ Piller (voc & guit), Jason Mathias (voc & guit), Joachim Jacobitz (bass) und Harry Reiter (drums) mit dem neuesten Streich „Divine Intervention“ zurück. Bleibt mir nur zu sagen Kutte auspacken, anlegen und in Bangerposition begeben.

Recht düster beginnt „Generation Psi Forces“ mit einem schaurigen Psychointro. Gleich im Anschluss erschallt ein geiles Gitarrenduett. Feinster Power Metal Stahl im Stile der 80er und so was lässt mich laut aufhorchen. Erinnert sich noch jemand an die ehemaligen Running Wild Miglieder die X-Wild gegründet haben. Sehr ähnlich ist auch hier der Rhythmus, wenn auch hier mit zwei Gitarren gearbeitet wird. Recht rau ist die Stimme des Fronters. Mit dieser Reibeisenstimme ist er dennoch sehr variabel und absolviert auch höhere Tonlagen gekonnt. Ture Metallischer kann man einen Titel nicht wählen wie „Metal Angels“. Mit einem Balalaikaintro wird hier aufgewartet. Danach wird aber wieder gleich das Pedal ordentlich gedrückt, wenn auch die Geschwindigkeit ein wenig gedrosselt wurde und man sich hier im schnelleren Midtempobereich aufhält. Gute Kopfschüttelnummer die nicht unbegründet ein wenig an Bands im Stile der 80er erinnert wie z.B. Accept oder Risk. Ohne das sie dabei vergessen neue Ideen zu verarbeiten und umzusetzen. Vor allem die groovigen Basslastigen Unterbrechungen sind eine gute Abwechslung und man strotzt nur so vor Energie, wie man es leider oft bei vielen anderen Bands aus diesem Genre vermisst. Weiter geht es mit Sprechchören und einem Düsterintro bei „Divine Intervention“. Im Anschluss wird eindeutig mehr gerockt und höhere Vocals kommen zum Einsatz. Die hohen Vocals sind aber nur von kurzer Dauer, denn Shouter Harald rotzt wieder unvermindert weiter, dass es eine Freude ist. Die fetten Chorgesänge im Mittelteil sind eine nette Idee und kommen sehr gut rüber. „Injection of Affection“ wartet mit einem orchestralen Anfang auf, was sich sehr gut und heroisch anhört. Da hat man sich aber ordentlich ins Zeug gelegt. Etwas rockiger wird hier weiter gemacht. Moderne Ideen wurden hier mehr eingesetzt, was man vor allem bei den Gitarren hört. Sehr gute Midtemponummer zum lockeren Mitbangen. Man wechselt immer wieder von kurzen Stopps bis hin zu schnelleren Midtemposphären, was das Ganze recht bunt erscheinen lässt. Vor allem die sauberen Riffs die an und ab erschallen sind ein wahrer Hörgenuss und unterstreichen das Können der Seitenhexer. Noch um Ecken schneller wird nun bei „The last Waltz“ weiter gemacht. Eine recht groovige Nummer mit viel Charme. Vor allem die Mitsingrefrains sind ein Hammer und passen wie die Faust aufs Auge. Ruhig und beschaulich startet nun „Bloodsuckers“. Die Damenvocals die am Anfang erschallen sind superb. Der Tieftöner beweist gleich im Anschluss sein Können, bevor Sekunden später die Formation ordentlich abgeht. Etwas schneller wie die beiden Vorgängertracks kann man hier dem Zuhörer weit mehr als nur ein lockeres Kopfnicken entlocken. Sehr flott rockt nun die Nummer „The Honest and the Brave“. Eine fröhliche Rocknummer mit genialen Refrains die für alle jene bestimmt sind, die gerne lauthals Mitkrakelen. An vorletzter Stelle wurde nun „The Healer“ platziert. Eine Nackenbrecher wie sie im Buche steht. Flotte Arrangements werden mit feinen groovigen Basslinien untermalt. Da kann man nur sagen, lasset euer wallendes Haar durch die Luft wirbeln. Düster beginnt die letzte Nummer des Albums „When I die“ die sehr ähnlich wie die Vorgängernummer startet. Die Vocals wurden etwas moderner verzerrt, was das Ganze recht modern und ausgewogen erscheinen lässt. Recht hymnenhaft klingt der Song unterm Strich. So beschließen die Jungs von Palace das Album noch mal mit einer netten Midtemponummer.

Fazit: Feinster Power Metal Stahl mit doch einigen modernen Einfällen, dennoch bleibt man den Traditionen treu und liefert so feinste Kost für all jene die Accept, U.D.O., Chinchilla, Risk und Co lieben.

Tracklist:

01. Generation Psi Forces 05:17
02. Metal Angels 04:59
03. Divine Intervention 04:25
04. Injection of Affection 05:39
05. The last Waltz 05:07
06. Bloodsuckers 05:15
07. The Honest and the Brave 04:22
08. The Healer 04:30
09. When I die 04:21

Besetzung:

Harald ‚HP‘ Piller (voc & guit)
Jason Mathias (voc & guit)
Joachim Jacobitz (bass)
Harry Reiter (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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