Band: Perzonal War
Titel: Captive Breeding
Label: Metalville
VÖ: 2012
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 3.5/5
Written by: Oliver Lackner

Ich hab´s ja eigentlich nicht mehr für möglich gehalten, scheinbar existiert er doch noch. Guter Thrash-Metal aus heimischen Landen! Mittlerweile fast so selten wie Nonnen unter 80 Jahren. „Perzonal War“ machen´s mit ihrem neuen Silberling „Captive Breeding“ möglich. Die bereits 1996 von Martin Buchwalter und Matthias Zimmer gegründete Formation spielt sich seit nunmehr 16 Jahren durch den Untergrund des nationalen und internationalen Metalszene. Im Mai dieses Jahres erhielt die Band Verstärkung für ihren Feldzug durch Andreas Ballnus an der Gitarre. Hatte sich die solide Truppe bereits mit den Vorgänger Alben einen ordentlichen Ruf erkämpft, legen sie mit dem aktuellen Long Player richtig fett nach.

Der Band wurde ja ganz gern mal das Kopieren einiger anderen großer Thrasher vorgeworfen. Man hört hie und da zwar Parallelen, im Großen und Ganzen haben die Jungs jedoch ihren eigenen Sound. Knackige Riffs und dröhnende Drums angefeuert von aggressivem Gesang geleiten uns durch das gesamte Album. Man versucht immer wieder moderne Elemente in den klassischen Trash zu mischen, klopft dort und da ein Solo rein welches meiner Meinung nach allerdings nicht bei allen Songs passend ist und den Fluss des Titels sogar stört. Technisch gibt’s an den Jungs rein gar nix zu meckern.

„Dead Man´s Theories“ fiel mir sofort positiv auf. Der Song hat alles, was man sich von einem guten Thrash Titel erwartet.  Von Anfang an ein Ohrenschmaus den man einfach gehört haben muss. Das restliche Album befindet sich deutlich über dem Durchschnitt, wenn´s auch im Großen und Ganzen nicht an diesen einen Track heranreicht. Weitere Tipps zum rein schnuppern wären „The Cocoon“ ,der vor allem durch einen herrlichen Refrain glänzt, und die etwas langsamere Nummer „Candor Hurts“. Letzteres könnte man schon fast als Ballade bezeichnen, gefiel mir aber besonders gut durch das filigrane Gitarrenspiel in Kombination mit dem klaren Gesang  und dem ebenfalls wunderbarem Refrain.

Fazit: Ein durchweg gelungenes Album der deutschen Thrasher, wenn auch mit der einen oder anderen Schwachstelle. Wie bereits angesprochen hätte man sich gewisse Soli sparen können. Hat mir gelegentlich den Hörspaß ein bisschen genommen. Bei zwei-drei Songs kommt etwas Langeweile auf, wird aber postwendend mit der nächsten Nummer wieder gut gemacht. Zudem ist das Album gut gemischt und braucht sich keineswegs zu verstecken. Kleiner Zusatztipp: von „Candor Hurts“ gibt´s auf YouTube eine Unplugged Version. Einlegen, Augen schließen und genießen.

Tracklist:

01. Regression Of The Art
02. Tongues Of Cleavage
03. Dead Man’s Theories
04. Incarnation
05. The Cocoon
06. The Last Day
07. Lost
08. Unfailing System
09. Tearing The Old
10. Termination
11. The End
12. Candor Hurts
13. My Fate

Besetzung:

Matthias Zimmer (voc & guit)
Andreas Ballnus (guit)
Björn Kluth (bass)
Martin Buchwalter (drums)

Internet:

Perzonal War Website

Perzonal War @ MySpace

Perzonal War @ Facebook

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