Band: Prehate
Titel: 2012
Label: Noisehead Records
VÖ: 2010
Genre: Death Metal/Metalcore
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Aus Brixen/Südtirol stammen die Herrschaften von Prehate die ich euch heute aufs Auge bzw. Gehör drücken möchte. Metal Core steht da im Netzt über den Spieleinfluss der Truppe. Tja sicher sind da Einflüsse vorhanden, doch nur sturen Metal Core zelebrieren die Jungs da auf keinen Fall. Vielmehr gibt es auch reichlich Death/Thrash Stahl Gewitter und das trägt man uns auf dem Output „2012“ in bester, erfrischender Manier vor. Die Bandära von Matthias Gasser (voc), Hannes Hofer (guit), Roberto Motta (drums) und Alan La Roca (bass) ist eine noch recht junge, dennoch sollte man sich hüten hier gleich auf jugendlichen Leichtsinn zu schließen. An technischer Ausgereiftheit mangelt es den Südtirolern bei weiten nicht. Eher im Gegenteil der Rundling wurde knackig und mit viel Herzblut eingestanzt und das ist bestes Kraftfutter für all jene, die auf eine reichhaltige Härterunde in modernem Rhythmus stehen und dabei abgehen wollen wie von der Tarantel gestochen.

Mit einer bedrohlichen Sounderöffnung wird „Survive“ in bestimmte Bahnen gelenkt. Klingt zwar etwas idyllischer, aber durch den bedrohlichen Sound wird einem sofort klar irgendwo lauert wer und will uns attackieren. Nach gut einer Minute ist es dann auch schon sogleich und das Omen das man vorhin hatte wird zur Gewissheit. Wie eine wild gewordene Meute fegt die Mannschaft über uns hinweg und bedient uns mit peitschenden Rhythmen und fast Forward lastigen Klängen die einen sofort und das nach Zehntelsekunden hochjagen.

Vom Fleck weg einen Blitzstart legt man mit „But this is Life“ aufs Bankett. Zwischen Groove, Metal Core und viel Melodie verdrischt man uns immer wieder mit modernen Vibes aus dem Thrash, als auch leichten Death Bereich. Herzhafte Mixtur die nur Schutt und Asche hinterlässt, denn weiterhin baut man auf eine Moshparty die kein Ende zu nehmen scheint.

Bittere Medizin stopft man uns mit „10 Lies“ in den Rachen. Vermehrt wird hier auf eine schroffere Ausrichtung geachtet. Die Melodien sind fast komplett verschwunden, dafür setzt man auf eine etwas groovendere, als auch zackigere Umstrukturierung im Konzept. Wer vielleicht glauben mag es sei in diesem Bereich alles gesagt mag vielleicht recht haben. Dennoch machen die Jungs hier alles richtig und überzeugen durch einen Spielstil der zur vorderen Spitze gehört und den man haben muss.

Gemäßigter wird zwar „Life Vs. Death“ angestimmt, doch schon brüllt der Fronter infernal ins Mikro und begeistert durch seine hinterlassende wutentbrannte Ethik. Mit viel Melodie angereichert hat man ein Mischverhältnis geschaffen das ordentlich bezaubert. Vor allem verwendet man nur die Creme de la Creme und somit serviert man uns ein weiteres leckeres Gustostückchen zum Abgehen und um wüten.

Mit einer sehr adretten Soundaufwertung wartet man bei „Expired Time“ auf. Melodien sucht man etwas spärlicher, dafür hat man zwischen den etwas schrofferen Sound eine Hintergrundwand aufgezogen die einen ordentlich begeistert. Sehr gute Soundidee die man gekonnt und reichhaltig umgesetzt hat. Die immer wieder schleifenden Parts verschaffen kurzzeitig eine Ruhepause, doch schon peitscht man uns wieder hoch und attackiert uns mit Core lastigen Messerstechereien.

Circle Pit als auch Mosh Nummer par excellence kredenzt man uns mit „2012“. Zackige, verbissene Speed Attacken münden immer wieder in ruhigere Ausläufer, bevor man erneut die komplette Geschützartillerie hochfährt und aus Leibeskräften abfeuert. Vor allem die schretternden Gitarrenläufe sind als Tempoerweiterung ungemein behilflich.

Mit einer weiteren, dunklen Soundeinleitung wird „Justice Or Hate“ angestimmt. Etwas besinnlicher stimmt das zwar, doch auch hier kann man sich gewiss sein das man nicht lange warten muss bis der nächste Angriff der Südtiroler gestartet wird. Nach 50 Sekunden wird auch wieder attackiert, wenn man auch immer wieder in den ruhenden Part zurück kehrt. Sehr gekonntes Wechselspiel mit welchen man sehr gute Akzente setzen kann und ein Mischverhältnis wiedergibt das zu gefallen weiß.

Mit shakigen – groovenden Vibes schreitet die Mannschaft nun mit „Leave This Place“ voran. Deutlich straighter und eingängiger werden wir hier von mitreißenden Riffattacken angegriffen. Auch im etwas gängigeren Bereich wissen die Jungs wie man es angeht um das Interesse zu wecken. Somit kann man sich bei diesem Song ordentlichen von Bangerhythmen malträtieren lassen und abgehen was das Zeug hergibt.

Ruhig und beschaulich offeriert man uns bei „The Anthem Of The Damned“ einen besinnlich stimmenden Eingang. Doch bereits setzt man uns wieder das Messer an die Brust und treibt uns wieder mit peitschender Rhythmik weiter. Sehr roh und ungehobelt agiert man als Fortsetzung und zwischendurch wagt man sogar einige ruckartigere Spielereien die das Ganze ordentlich aufwerten.

Circle Pit Circus as it’s best heißt es zum Schluss mit „Our Fault“. Shakige, wild tanzende Klangfabrik die man hier aus dem Boden gestampft hat. Immer wieder bremst man kurzzeitig ab, bevor man erneut ordentlich auf die Tube drückt.

Fazit: Sauber und absolut erfrischendes Material das in keiner Sammlung eines Core, als auch modern angehauchten Death/Thrash Verehrer fehlen sollte.

Tracklist:

01. Survive
02. But this is Life
03. 10 Lies
04. Life Vs. Death
05. Expired Time
06. 2012
07. Justice Or Hate
08. Leave This Place
09. The Anthem Of The Damned
10. Our Fault

Besetzung:

Matthias Gasser (voc)
Hannes Hofer (guit)
Roberto Motta (drums)
Alan La Roca (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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