Band: Raunchy
Titel: Vices. Virtues. Visions.
Label: Massacre Records
Genre: Modern Metal
VÖ: 2014
Bewertung: 4,5/5
Written by: Thorsten

Seit über 20 Jahren sind die dänischen Modern Metal Freaks RAUNCHY auf dem Schirm aller Fans und Freunde der Band, die leider in unseren Breitengraden etwas untergingen und nicht die Ehre einfahren konnten, welche Ihnen gebührt!

Aber vielleicht kann Album Numero 6 „Vices. Virtue. Visions.“ etwas daran ändern denn die Dänen sind wieder da! Es gab diverse Wechsel im internen Bandkarussell, doch nun soll es endlich wieder wie „geschnitten Brot“ laufen!

Die Zeichen stehen auf…mittelprächtig!

Nach dem 1. und 2. Durchlauf war ich noch voll überschwänglicher Freude, doch diese ebbte schnell wieder ab, weil das Songmaterial aus meiner Hörweise keine lange Haltbarkeit / Nachhaltigkeit besitzt! Läuft´s Album, bin ich happy, freue mich und nichts stört mich!

Aber wenn nach knappen 64 Minuten Schicht im Schacht ist, muss ich echt überlegen, was ich eben gehört habe…und das darf nicht sein, schon gar nicht bei einer Band, die ich zu meinen Faves zähle!

Nein, wirklich schlecht ist es nicht, ich glaube das können RAUNCHY auch gar nicht!

Aber, sie können mit dem aktuellen Songmaterial nicht mal mit sich selbst konkurrieren, denn an Ödeme wie „Velvet Noise“ (2002) oder „Confusion Bay“ (2004) kommt man im fortschreitenden Alter nicht mehr annähernd ran.

Während mich „Death Pop Romance“ (2006) noch begeisterte, schlurften die letzten beiden VÖ´s nur noch neben meinem Ohr her…

Eine leichte Steigerung zum letzten Output „A Discord Electric“ (2010) ist auszumachen, aber wirklich reißen können die Jungs dann wohl doch nichts mehr, wobei ich an dieser Stelle nochmal betonen muss:
Wirklich schlecht ist hier nix! Es hat bloß nicht mehr die Qualität und Güte die man von der Band gewohnt war und auch irgendwie erwartet hat…RAUNCHY haben mit ihren ersten Alben die bandeigene Messlatte dermaßen hochgelegt, so dass sie es nicht mehr geschafft haben, sich selbst zu übertreffen oder wenigstens das Maß zu halten. Es liegt auch definitiv nicht am neuen Sänger der einen sehr guten Job macht, dessen Stimme aber zuerst befremdlich klang, aber dann schnell in meinem Hirn als passend befunden wurde!

Schade eigentlich, aber Zeiten ändern sich, Menschen ändern sich, Geschmäcker ändern sich, usw…!
Vielleicht ist das Problem, dass die Songs einfach zu lang für eine Band wie RAUNCHY sind?
Ich befürchte, dass es auch daran liegt, dass keine wirklichen Ohrwürmer / Hits vertreten sind, denn in einem Durchlauf, vermag das Album auch mir sehr, sehr gut zu gefallen.

Fazit: Nach dem vielen „High End Gejammer & Gemecker“ meinerseits, kann man letztendlich der Band doch nur Glückwunsch sagen, denn was die Dänen auf die Platte bekommen haben, ist mir immer noch 4,5 / 5 Punkte wert und es gibt Millionen andere Bands die es nicht schaffen, solch Songs zu schreiben (auch wenn sich bei mir nach den ersten Durchläufen nur die Songs „Truth Taker“ & Castaway Crown“ manifestierten) und trotzdem gefeiert werden!

Bitte liebe RAUNCHY´s: Nicht zu lange komplizierte Songs! Ihr habt andere Qualitäten, die Ihr auf „Vices. Virtue. Visions“ immer wieder durchblitzen lasst! Bitte mehr davon!!!

Für das exzellente Mastering zeigt sich Charles Greywolf (POWERWOLF / Studio Greywolf) verantwortlich, produziert wurde das Werk „from danish finest“ Jacob Hansen (VOLBEAT, DORO, PRETTY MAIDS,…) in den Hansen Studios!

Freunde unseres durchgeknallten Allround-Talent Devin Townsend sollten unbedingt ein Ohr riskieren!!!

Ach ja, RAUNCHY Jünger sollten mal das Album „Lovesongs For The Dead“ vom Sideproject VEGA NOVA des Tastenmannes Jeppe und des Bassisten Jesper anchecken! Dort steckt teilweise mehr RAUNCHY drin, als in RAUNCHY selbst…

Tracklist:

01. Eyes of a Storm
02. Truth Taker
03. Digital Dreamer
04. Never Enough
05. The Castaway Crown
06. Anasthesia Throne
07. Luxuria
08. I, Avarice
09. Frozen Earth
10. Clarity
11. The Singularity Heart

Besetzung:

Mike Semesky (voc)
Guitars: Jesper Tilsted (guit)
Guitars: Lars Christensen (guit)
Jeppe Christensen (keys, voc)
Jesper Kvist (bass)
Morten Toft Hansen (drums)

Internet:

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