Band: Ruins
Titel: Place of No Pity
Label: Listenable Records
VÖ: 2012
Genre: Black Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Beim Namen und beim ersten Reinhören von Ruins neuestem Werk könnte man sofort und ohne Umschweife sagen. Die sind sicher aus Polen. Tja die Rechnung haben wir wohl nicht mit dem Wirten gemacht, denn die Black Metal Burschen kommen aus Land Down Under. Genauer gesagt aus Tasmanien und servieren uns eine Runde Schwarzwurzel mit Death Einschlag. Obwohl auch schon seit gut 2004 im Business agiert man noch sehr stark an Truppen wie Hate und Behemoth angelehnt. Auch ein gewisses Quäntchen scheint man sich sogar aus dem Belphegor Lager abgekuckt zu haben. An sich mag dies wohl ein Garant für viele Fans sein, doch mittlerweile reicht mir das persönlich nicht mehr aus, vor allem wenn man schon eine gewisse Zeit in der Szene agiert und dann doch sehr parallel Rhythmiken zur Schau stellt. Gut seien wir ehrlich und gerecht, es ist schon schwierig hier eigene Akzente noch in diesem schier kaum mehr zu überblickendem Milieu zu bieten. Dennoch schaffen es immer wieder Kapellen den Sound erfrischender rüber zu bringen. Im Falle von Ruin ist das eben nicht ganz der Fall. Sicher hat man alle Attitüden gut kombiniert und auch der druckvolle, amtliche Sound bläst gewaltig und eisern dem Hörer um die Ohren. Doch auf der anderen Seite schwebt das Damoklesschwert, denn eigene Innovationen kann man kaum erkennen und auch frische Allüren werden, trotz aller Erwartungen nicht geboten. Man beruft sich auf das Konzept, lieber auf Nummer sicher gehen und das schmälert gehörig den Gesamteindruck. Man krepiert oder siecht hier nicht dahin, keine Frage die Stücke kommen gut rüber, klingen aber für meinen Geschmack zu stark und ähnelnd an die polnischen Veteranen Behemoth angelehnt. Auch das rauchige, sehr kauzige Organ des Fronters ändert nichts daran. Sicherlich verleiht er den Stücken eine gewisse, angepisste, dreckige Note, doch für eine durchwegs begeisternde Runde reicht es eben nicht aus. Somit tingelt man eher im Mittelfeld und kann nur hoffen, dass die Tasmanischen Teufel bis zum nächsten Mal deutlich mehr Innovationen zeigen und einen deutlich eigenständiger schallenden Sound für sich entdecken.

Fazit: Gut aber nicht sonderlich vom Hocker reißen kann sich der Behemoth und Hate Fan das Album durchaus antun. Wer auf was komplett erfrischendes wartet, sollte da aber liebe die alten Platten der genannten Bands raus holen.

Tracklist:

01. Inhabit The Twilight
02. A Lesson In Ruthlessness
03. Death Lends The Ultimate Touch
04. Winters Will
05. Place Of No Pity
06. Desolation
07. Let Them Perish
08. Oath
09. Merciless

Besetzung:

Alex Pope (voc & guit)
David Haley (drums)
Joe Haley (guit)
Kai Summers (bass)

Internet:

Ruins @ Facebook

Ruins @ MySpace

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close