Band: Sapiency
Titel: Fate’s End
Label: SAOL / H´Art / Zebralution
VÖ: 2010
Genre: Melodic Thrash/Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Eine Symbiose aus melodischem und aggressivem Gesang wird bei den Frankfurtern Sapiency großgeschrieben. Daraus resultiert auch der Sound der von den Vocals natürlich profitiert und deshalb sich Gesang, als auch Rhythmik bestens aufeinander harmonisieren und ständig kombinieren abstimmen und superb harmonisieren. Mit „Fate’s End“ bieten Sebastian Shreds (screams & shouts), Lars Bittner (voc), Holger Wenck (guit), Rene Ritzmann (guit), Sebastian Fix (bass) und Jan Heusel (drums) für Fans des modernen, Melodie beeinflussten Metal der härteren Gangart genau jene Portion die sie benötigen.

Bereits beim Opener „Trapped“ wird eine kräftige Breitseite aus den genannten Elementen rüber gebracht. Streckenweise sehr wuchtig aber andererseits steuert man immer wieder leichte idyllischere Gewässer an. Die ausgewogenen Hintergrundarrangements hat man gut und ausgewogen eingebaut. Solche dezenten Soundeinsätze hieven das Stück auf eine höhere Ebene, aber ohne irgendwie überladen zu klingen. Dafür braucht man ein gutes Potential und an dem mangelt es den Frankfurtern überhaupt nicht.

Leicht Synthy lastig wird „Good Time To Lie” vom Stapel gelassen. Sofort kommt einem vor hier handelt es sich um ein Symphonic/Melodic Metal Stück, doch schon werden die nächsten Härtekohlenschippen nachgelegt und man kehrt dem verträumten Sound den Rücken. Zwischen Lost Dreams und Emergency Gate angesiedelt bedient man ein breites Klientel und besonders muss man die knackigen Bretterpassagen hervorheben, bei denen man alles unter Feuer legt.

Sehr lieblich klingt der Start von „Fate´s End“ der auf eine verträumte Folgelinie schließen lässt. Irrtum, sofort ziehen dunkle Gewitterwolken auf und die Mannschaft legt sich wieder mächtig ins Zeug. Während man bei den beiden Vorgängern die Melodie stärker in den Vordergrund gestellt hat, verhält es sich hier etwas anders. Im rollenden, streckenweise groovenden Sound donnert die Mannschaft gekonnt dahin und vermag locker Stubenhocker hochzujagen.

Bei „Mercy“ wird ein längerer Synthy Eingang hingelegt und bei diesem bezaubert man uns von einer sehr verträumten Seite. Auch die Fortsetzung tendiert eher in die modern angehauchte Melodic/Power Metal Richtung der Marke Mercenary. Wem die Dänen und ihr Material gefallen wird auch mit diesem Song seine helle Freude haben. Vor allem sind die Vocal Duetts besonders geschmackvoll und hieven das Stück auf eine höhere Klangebene. Abgerundet wird alles noch mit oftmalig eingesetzten, hymnischen Parts und das mit einem adretten, farbenfrohen Sound, dass es einem die Sicherung raus knallt.

Leicht melancholisch stimmt man „Parachute“ an, zwar behält man dieses Soundgefühl bei, allerdings ist man bestrebt etwas kräftiger zu klingen. Diese Fragmente schaffen nur bedingt das Durchsetzungsvermögen und so kann man hier von einer etwas handsameren Note sprechen die man uns sehr schillernd präsentiert.

Die Folgenummer „Wake Up“ macht man uns auf ein Neues von einer etwas hymnischeren Seite schmackhaft. Die Melodien kommen zwar reichhaltig zum Einsatz schaffen es aber nur dezent in den Vordergrund. Dafür jongliert man gekonnt mit dunklen, als auch melancholischen Soundfragmenten und da steuert man eher das tiefsinnige Gemüt an. Trauriger Sound der etwas nachdenklich stimmt, aber von einer wankelmütigen Nummer weit weg. Kompakter, zusammen gezimmerter Sound für beschissene Momente im Leben.

Wie ein Blitzschlag feuert man uns „Leaving Me“ hinterher. War man noch vorher bestrebt mehr Gefühl im Sinne von Melancholie zu zeigen, so präsentiert man sich nunmehr von einer etwas anklagenden, wutentbrannten Seite. Die beiden Vocalisten brüllen bzw. besänftigen sich Gegenseitig und dieses Wechselspiel komplettiert eine weitere, geschmackvolle Nummer aus den Federn der Burschen.

Verspielt und mit viel melodischem Synthy Schnick/Schnack der modernen Art lässt man nun „Eternal Grey“ anlaufen. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht, wo vor allem sich der Bombasteinfluss gekonnt hervorzuheben vermag. Bei den Vocals hat zeigt sich die Truppe von einer sehr verspielten Art. Während die Clear Anleihen ganz klar im Vordergrund stehen haucht unsSebastian deutlich härter ins Ohr. Gelungenes Experiment das den Song bestens verstärkt.

Etwas kompakter schießt man sogleich „Isolated“ uns hinterher. Fetzige Abgehnummer mit scharfen Ecken und Kanten, die man immer wieder mit gelungenen Melodien auspoliert hat. Diese vermögen aber nicht einen glatten Eindruck zu hinterlassen und so klingt der Track etwas herber und ungeschliffener.

Beim alles vollendenden „Believe“ zieht man noch einmal alle Register. Sehr harmonisierend setzt man pure Härte und idyllischere Melodien ein. Tempomäßig geht man es etwas wechselhafter an, doch man kickt uns mit einer leicht zu verfolgenden Spielweise zwischen diesen Passagen hin und her. Endresultat ist eine Berg und Talfahrt die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Fazit: Gelungenes Modern Metal Machwerk, mit gut aufeinander abgestimmten Melodien, als auch Härtebrocken. Besonders Freunde von Emergency Gate, als auch Sonic Syndicate werden sehr überrascht von diesem Album sein.

Tracklist:

01. Trapped
02. Good Time To Lie
03. Fate´s End
04. Mercy
05. Parachute
06. Wake Up
07. Leaving Me
08. Eternal Grey
09. Isolated
10. Believe

Besetzung:

Sebastian Shreds (screams & shouts)
Lars Bittner (voc)
Holger Wenck (guit)
Rene Ritzmann (guit)
Sebastian Fix (bass)
Jan Heusel (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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