Band: SATYRICON
Titel: NEMESIS DIVINA
Label: Napalm Records
VÖ: 20.05.2016
Genre: Black Metal
Bewertung: Ohne Bewertung
Written by: Mayhemer

Eines der prägnantesten Black – Metal Alben aller Zeiten feiert seinen 20. Geburtstag! Und ich bin stolz darauf dieses Album zu rezensieren. Warum? Naja, Satyricon haben mit dem 1996er Album Nemesis Divina Black Metal Geschichte geschrieben, da es den Beginn der 2. Black Metal Welle darstellte und es damals dieser Bewegung niemand so recht zutraute, bestehen zu können. Vor allem, da die Anfangstage des Black Metal in den 1980ern, geprägt von S/W, Tod und Teufel, Hass, Mord und Totschlag sowie Alben der Bands Burzum und Mayhem, Kirchenbränden und Suiziden sowie Morden innerhalb der Szene das täglich Brot einer gewaltig brodelnden, hasserfüllten Musikerszene sowie deren Fans waren. Ich war damals jung und wollte genährt werden von neuen Meldungen aus Norwegen. Von noch mehr Hass, Mord- und Todschlag. Ich fand es einfach nur geil. Ich konnte und wollte mich mit dieser Einstellung identifizieren und lebte den Black Metal. Ich war Teil dieser stark imagegeprägten Zeit. Meine Begeisterung für das Dunkle kannte keine Grenzen. Und dann….

Und dann… dann kam Satyricon mit Nemesis Divina auf den Markt und die Black Metal Welt schrie hasserfüllt auf. Der Black Metal war nicht mehr true. Der Ausverkauf nahte und wir alle müssten uns mit dem Ende einer Ära anfreunden. Ein farbenfrohes Albumcover. Melodie, Rhythmus und Epic in den Songs. Kein durchgängiges Geprügel mehr. Ja was war da los? Eine Welt bricht zusammen. Dies und/oder so ähnlich waren die Gedanken einer ganzen Generation. Nur…

Ja, nur… keiner konnte sich dem Einfluss eines Songs wie Mother North (der Videoclip lief auf MTV! in Dauerschleife) entziehen. Keiner konnte sich der Melodie, dem neuen Sound dieses Songs entziehen. Ein Megahit war geboren, ein Megaseller war auf dem Markt vertreten und brachte zusammen mit Immortal („Battles In The North“ inkl. dem wahren MEGAHIT „Blashyrckh“ – auch dieses Video war ein Dauerbrenner bei MTV) eine Welle ins Rollen, der sich wahrlich niemand entziehen konnte. Eine neue Ära war geboren, der sich auch immer mehr Fans der ersten Welle anschlossen und einfach beides genossen. Der Black Metal war salonfähig geworden. Den Hass, den Teufel, die Morde usw. gab es eh immer noch, aber halt alles ein wenig bunter und abwechslungsreicher.

Das Album selbst war ein geiler Schädelspalter. Es war alles enthalten, was ein richtiger Black Metal Fan erhoffen kann: Raserei, Gepoltere, Melodien, Rhythmus und episch – hymnenhafte Songs, die einen von der ersten bis zu letzen Sekunde die Haare kreisen lassen konnten. Megahits wie eben das schon erwähnte Mother North (Bis heute der größte Hit der Band) sowie das genial abwechslungsreiche und damals kontroverse Stück „Forhekset“ verhalfen der Band zu Weltruhm. Zu eurer Information: Die Gitarre spielte damals noch nicht Satyr selbst, sondern Kveldulv aka Nocturno Culto von DARKTHRONE.

Eines haben Satyricon immer schon gekonnt: Songwriting auf hohem Niveau. Das bewiesen sie schon damals und auch noch heute. Und vor allem hat die Band auch die 3. Welle des Black Metal erfolgreich mitgemacht. Der Umstieg auf Dark Metal war für die Band ein erfolgreicher Schachzug und somit werden wir auch noch in vielen Jahren mit den Mannen viel Freude haben. Nemesis Divina ist und bleibt ein geniales, genreprägendes Vorreiteralbum, dass bei mir in den vergangenen Tagen Erinnerungen an vergangene Zeiten hochschwappen ließ und die Nackenmuskulatur auf eine harte Probe stellte. Geil! Daumen hoch. Rock on.

Tracklist:

01. The Conquering/The Dawn Of A New Age
02. Forhekset
03. Mother North
04. Du Som Hater Gud
05. Immortality Passion
06. Nemesis Divina
07. Tanscendental Requiem Of Slaves

Besetzung:

Vocals, Bass, Guitars, Keyboards – Satyr
Drums – Frost

Internet:

Satyricon Website

Satyricon @ Facebook

Satyricon @ MySpace

Satyricon @ Twitter

Share.

About Author

Metaller seit über 25 Jahren! Metaller in 25 Jahren! Ich bin verloren in der Musik. Egal ob beim Hören oder wenn ich selbst Musik mit meinen Bands namens SCARGOD, SHADOWS GREY und A GHOST NAMED ALICE mache. Nur meine Familie hat noch Vorrang. Rock on

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close