Band: Savage Blade
Titel: We Are The Hammer
Label: Pure Steel Records
VÖ: 2009
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Bandgeschichte der aus British Columbia stammenden Kanadier Savage Blade ist eine noch recht junge. Erst seit 2008 sind die Jungs am gemeinsamen arbeiten und schon hat man auch einen Deal an Land gezogen. Bei Pure Steel Records hat man angeheuert und unter diesem Label wird „We are the Hammer“ veröffentlicht. Der Name ist hier bereits Programm, denn es sind die Freunde des 80er Heavy Metal gefragt. Auch wenn man aus Kanada kommt heißt das noch lange nicht dass man etwa mehr eindeutig amerikanisch klingt. Nein eine gute und breite Facette aus amerikanischen, als auch europäischen Heavy Metal Wurzeln finden sich in den Songs von Nikko Forsberg (voc), Eric Hoodicoff (guit, drums & bass) und Christopher Rand (bass, guit & keys). Die Riege der neoklassischen Metal Fromationen haben einen neuen Konkurrenten bekommen und alle Fans von Retroklängen sollten sich schon mal ordentlich fest schnallen.

Das Titelstück des Albums „We are the Hammer“ hat man als Opener eingesetzt und schon rattert die Maschinerie im vollen Gange und es gibt kein Halten für die Canadian Metal Freaks. Sehr britisch kommen hier die Klänge aus den Boxen, doch auch kurze, kleinere Wegweiser in den amerikanischen Sektor wurden hier glanzvoll eingesetzt. Die ausgewogene Mischung wurde dabei mit einer satten Produktion versehen und dennoch behält man es sich vor sehr authentisch im 80er Style durchzustarten. Das Tempo ist gut geeignet fürs Bangen, doch auch etliche längere Breaks wurden verarbeitet und hier bietet man noch einen Zusatz in Form einer etwas längeren, hymnischen Unterbrechung, die man gekonnt von sägenden, Melodieriffs und Solis ablöst. Schön true metallisch geht es mit stampfenden Tempo bei „Night of the Blade“ voran. Das Tempo wurde sehr stark gedrosselt und schon befindet man sich eher im ruhigen Eck, doch mit kurzen kantigen Ausreißern wird ständig abgelöst und diese machen viel Dampf zur doch eher ruhigeren Richtung die man hier eingeschlagen hat. Mit einem ordentlichen, rotzigen Bretterriff wird nun „Merlin“ eingeläutet und binnen Zehntelsekunden schöpfen die Herrschaften wieder aus den Vollen und rattern im druckvollen Stil daher. Dennoch lässt man sich zu kurzen Melodiehalten überreden, bevor man wieder eine erneute Bretterseite liefert. Guter grooviger Track der uns hier geboten wird. Auch der Zahn der Zeit wird nicht zu extrem zurück gedreht und dadurch klingt man nicht zu altbacken und das macht die Musik dieser Jungs aus, zwar hält man an traditionellen Dingen fest, doch auch ein gewisses Maß an modernen Messerspitzen hievt den 80er Stahl in die heutige Zeit. Beim folgenden „Willow Run“ wird erneut die Bremse gedrückt und die Kanadier servieren uns erneut hymnische Klänge mit einem sanfteren Charakter. Dennoch dass man es hier ruhiger anpackt, versucht man etwas mehr Tempo zuzulegen und das macht man zwar dezent aber merklich. Guter langsamerer Midtempotrack, welcher mit vielen satten Melodielinien gespickt wurde. Stampfend und rotzrockend steuert man nun mit „(In) The Eye of the Storm“ rockige Gefilde an. Recht fröhlich und frech kommen hier die Klänge aus den Boxen, doch bereits nach dieser etwas längeren Einleitung gibt es abermals eine besonnene Weiterführung. Kurze Ausreißer werden ständig eingesetzt, man bleibt aber der Genussschiene treu und auch viel Melodie kommt auch hier zum Einsatz. Trotz all dieser Elemente und der kurzen Ausreißer klingt die Nummer sehr melancholisch. Pünktlich gibt es wieder was zum Abshaken und Bangen gleichermaßen und dies beschert man uns mit dem fröhlichen Tempokracher „Stallions of the Highway“, welcher mit Zick Rockallüren angereichert wurde. Zu diesem sehr rotzfrechen Song kann man gut abgehen und der Partyfaktor schnellt binnen Sekunden steil nach oben. Mit ohrenbetäubendem Motorengeheul wird nun „Silver Ghost“ nachgeschoben. Die Geschwindigkeit wurde merklich gesteigert, doch vom Grundgedanken ist man dem Vorgänger etwas treu geblieben, wenn man auch nicht so fröhlich klingt wie bei diesem. Dunkle Elemente und melancholisches Feeling hat man gekonnt in einem temporeichen Soundkleid eingewoben. Mit einer guten Brettereinleitung seitens der Gitarrenfraktion, welche gefolgt von einer stampfenden Rhythmusfraktion schiebt man uns „Crowfoot“ in den Rachen. Sehr hymnisch und deutlich nordischer ist dieser Track ausgefallen und Savage Blade liebäugeln auch weiterhin in Richtung Skandinavien. Das besondere etwas sind aber die öfters einsetzenden Doomrhythmen die hier als sehr guter Zusatz dienen. Auch das folgende „Magic of the Night“ ist ebenfalls sehr doomig ausgefallen, wenn auch von einer etwas deutlich gesteigerten Rhythmusfraktion. Nach und nach verabschiedet man sich vom doomigen Gewässer, wenngleich man auch stark in dieses zurück blickt. Guter salopper Midtempotrack mit doomigen, als auch melodischen Gitarrenfragmenten gleichermaßen. Erneut wird es bei „The Eagle is Stranded“ sehr ruhig und man kann sich erst einmal wieder getrost von den melodisch schallenden Klängen verwöhnen lassen. Dieses Stück ist fast gänzlich als Instrumental eingespielt und erst nach einem satten Melodieriff setzt Gesang ein. Ab diesem Zeitpunkt knallt man uns aber eine satte Bangerthematik um die Ohren die es gewaltig in sich hat. Mit akustischem Gitarrenspiel wird das Album mit „Opus of Fire“ abgerundet, was mir einen leichten Schmunzler beschert, denn dieser Song erinnert mich stark an olle Kamellen meines alten Herren. Simon & Garfunkel lassen heftigst Grüßen. Wie auch immer es ist eine gute, wenn auch ruhigere Beendigung des Albums und damit zeigen uns die Musikanten dass sie es locker verstehen klangliche Experimente abzuliefern.

Fazit: Bis auf den letzten Song reinrassiger Heavy Metal im 80er Style. Viele Einflüsse hat man satt und ausgewogen in das Material gepackt und das macht von Beginn bis zum Ende viel Laune.

Tracklist:

01. We are the Hammer 4:40
02. Night of the Blade 4:51
03. Merlin 4:23
04. Willow Run 6:26
05. (In) The Eye of the Storm 5:39
06. Stallions of the Highway 4:05
07. Silver Ghost 3:03
08. Crowfoot 4:13
09. Magic of the Night 7:45
10. The Eagle is Stranded 5:14
11. Opus of Fire 2:39

Besetzung:

Nikko Forsberg (voc)
Eric Hoodicoff (guit, drums & bass)
Christopher Rand (bass, guit & keys)

Internet:

Savage Blade Website

Savage Blade @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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