Band: Sinister
Titel: The Post-Apocalyptic Servant
Label: Massacre Records
VÖ: 2014
Genre: Brutal Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Lex

Sinister bringen uns mit The Post-Apocalyptic Servant wieder einen frischen Fleischbatzen US-lastigen Death Metals. Das Cover bedient die niederen Gelüste genretypisch gekonnt und zeigt folternde Dämonen beim Bluttrinken, Zurichten und Niedermetzgern der versklavten himmlischen Heerscharen. Wem sich hier schon in intellektueller Manier die feingeistigen Augen verächtlich nach oben verrenken, der hat einfach beim falschen Fleischermeister sein Steak bestellt. Macht sich hervorragend im Regal neben all den anderen Death Metal Alben ähnlichen Kalibers, welche allesamt von solchen malerischen Blutorgien geziert werden.
Das ganze Album steht textlich diesmal im Zeichen eines feingeistigen Konzeptes, das sich folgendermaßen beschreiben lässt: In einer dystopischen Zukunft nach Eintreten der Apocalypse, welche noch Millionen Jahre vor uns liegt, wird die Erde von irgendeiner Art böser Geister beherrscht, deren Sklaven die mutierten Reste der Menschheit sind. Es ist nun nicht gerade erquickend, wenn sich der Job als Sklave darauf beschränkt, an sich herumschnippeln, rumknabbern und rummachen zu lassen. Also wehren sich die Mutanten und metzeln sich ihrerseits durch die Gegend. Und dann gibt es da noch einen ultrabösen Typen, der sich Servant schimpft und das ganze Geschehen irgendwie kontrolliert und dirigiert… Soon a Major Motion Picture, that´s for sure!
Wer gerade in den tiefsten Tiefen einer US Death Metal/ Gore Grind – Phase steckt, der kann hier nichts falsch machen. Hier liegt genau das vor, was von einer brutalen US Death Metal – Scheibe erwartet werden kann. Der Sound stimmt, alle prototypischen Stilmittel werden eingesetzt, und Röchelgrunzler Adrie Kloosterwaard klingt schön tief und doch irgendwie annähernd verständlich (soweit das möglich ist). Wenn man auf Suffocation & Co steht, gibt´s hier die ersehnte Vollbedienung (auch wenn Sinister diesen wohl kaum den Thron streitig machen kann). Wer Innovation selbst im Brutal Death Metal Bereich für wichtig erachtet, möge von der Bewertung bitte sehr 1 bis 2 Sterne abziehen, denn davon gibt es hier null. Mir reicht (im Brutal Death – Bereich) ein weiteres handwerklich gut gemachtes Blut-Eiter-Röchel-Schmetter-Album für vier Sterne. Ist ein bisschen wie beim Pizza essen gehen.
Als EXTRA gibt für´s Digipak noch ein Morbid Angel Cover (Fall From Grace), ein Paradise Lost-Cover (Deadly Inner Sense), ein Agent Steel Cover (Unstoppable Force) sowie das offizielle Musikvideo zum Album-Opener The Science Of Prophecy.

Tracklist:

01. The Science Of Prophecy
02. The Macabre God
03. The Sculpture Of Insanity
04. The End Of All That Conquers
05. The Masquerade Of An Angel 0
6. The Dome Of Pleasure
07. The Post-Apocalyptic Servant
08. The Art Of Skin Decoration
09. The Saviour
10. The Burden Of Mayhem
11. The Fall from Grace (Morbid Angel Cover) (Digipak Bonus)
12. Deadly Inner Sense (Paradise Lost) (Digipak Bonus)
13. Unstoppable Force (Agent Steel) (Digipak Bonus)
14. The Science Of Prophecy (Official Sinister Music Video) (Digipak Bonus)

Besetzung:

Adrie Kloosterwaard (Vocals)
Dennis Hartog (Guitars)
Bas Brussaard (Guitars)
Mathijs Brussaard (Bass)
Toep Duin (Drums)

Internet:

Sinister Website

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Sinister @ MySpace

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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