Band: Skull Fist
Titel: Head öf the Pack
Label: Noise Art Records
VÖ: 2011
Genre: Heavy/Speed Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Das Debüt „Heavier than Metal“ der kanadischen True Metal Institution war ja wirklich vielversprechend. Via Infernö Records wurde damals Promotion gemacht und dabei wurden die Youngsters hochgejubelt. Kein Wunder, denn die Mannschaft praktiziert was sie lebt, True Metal in seiner reinsten Form. Nun hat man bei Noise Art Records angeheuert und mit „Head öf the Pack“ heißt es wieder True Metal Forever. Einige Änderungen gab es im Line Up und so wird im neuen Jackie Slaughter (voc & guit), Jonny Nesta (guit), Casey Slade (bass) und Jake (drums) weiter gemacht. Dabei sollte man auch nicht die kommende Power of Metal Tour außeracht lassen, wie die Meute ihr Material ordentlich vorstellen wird. Doch zunächst durchleuchten wir mal das Kuttenträger verdächtige neue Machwerk der Canadian True Metal Stars!!!

Nach einem infernalen Schretter Solo wird „Head Of The Pack“ gleich mit voller Wucht vorangetrieben. Auch 2011 regiert der 80er Spirit ganz Groß bei den Kanadiern, irgendwie erinnert mich vor allem dieses Stück an eine speedige Version aus dem NWOBHM Bereich. Feinste, klare Melodien und Chor lastige Refrains serviert man uns äußerst schwungvoll und toll in Szene gesetzt, den Rest erledigt eine Bangerrhythmik der man nicht wiederstehen kann.

Ein Sprachintro, gefolgt von einer weiteren speedig orientierten Rhythmusfraktion läutet nun „Ride The Beast“ ein. Leichte Old School Iron Maiden Züge werden durch typische, amerikanische Metal Fragmente aus den 80ern gekonnt auf einen Nenner gebracht. Vor allem tobt sich hierbei der Axtschwinger mehrmals aus und soliert sich die Finger wund. Vom Tempo her wurden einige Schrauben nach unten gedreht und dennoch hat die Mannschaft auch hier noch genügend Fahrt drauf und somit darf weiterhin eifrigst zu den satten Klängen gebangt werden und das nach Herzenslust.

Etwas rauer rückt nun „Commanding The Night“ nach. Mit gutem Tritt am Gaspedal wird erneut die Tempolimit Marke überschritten und man segelt mit viel Wind im Rücken dahin. Vom Verspieltheitsfaktor geht man es deutlich solider an, was heißt, dass die Solis etwas vermehrt in den Hintergrund geschoben wurden. Zwar noch vorhanden, doch weites gehend nicht so dominant wie bei den beiden Vorgängern. Absolute Klasse, denn auch straightere Nummer aus der Feder von Skull Fist wissen mit Charme und feinster Spieltechnik zu überzeugen.

„Get Fisted“ ist eine True Metal Hymne der turbulenten, rollenden Art. Man ackert sich deutlich Rock n‘ Roll lastiger durchs Geschehen, vermehrt wird die Tube ordentlich gedrückt und man agiert streckenweise wie Malice bzw. Loudness in den guten alten Tagen. Komplettiert wird dies nur noch durch den, wie es der Titel des Stücks schon aussagt Fäuste reckenden Refrainpart. Weiterhin wird die True Metal Party ordentlich am Laufen gehalten und da kreischt man als Fan dieses Genres selbstredend nach mehr.

Die Speed Granate „Cold Night“ steht als nächste an. Wie ein Exekutionskommando bewaffnet mit mehreren Maschinengewehren feuern die Jungs was das Zeug hergibt. Satte Solis unterbrechen das Speed Dauerfeuer immer wieder, doch lange lässt man diese Technik nicht im Vordergrund und schon wird weiter gefetzt was die letzten Energien hergeben. Vom Sound technischen Aspekt hat man sich deutlich mehr dem klaren, schönen – melodischen Bereich zugewandt, ändert aber am Spirit überhaupt nichts.

Mit leichter, flotter Rockschlagseite wird „Tear Down The Wall“ begonnen. Merklich wurde das Tempo gedrosselt und dennoch lässt man sich zu einigen Durchstartenden Kickstarts hinreißen. Diese überwiegen das Stück aber nicht und man baut eher auf solide, geradlinige Spielereien, die man einmal mehr mit Chor lastigen Refrains abrundet.

Etwas idyllischer wird „Commit To Rock“ begonnen, weiterhin baut man auf dieses Idyll würzt es aber kräftiger an. Ballade? Nein auf keinen Fall, eher im Gegenteil hier serviert man uns eine Tempo ausgerichtete typische True Metal Hymne zu der man etwas die Fantasie spielen lassen kann und sich von den satten Melodien verwöhnen lassen kann.

Bei „Ride On“ wird erneut auf einen idyllischen Start aufgebaut. Hierbei verwendet man aber deutlich, typischeren Balladenstoff. Doch weit gefehlt, denn bereits einige Sekunden nach Anlaufen des Stück drückt man wieder dermaßen auf die Tube das man den Irrtum erkennt und sofort hochjagt und zum Ausflippen bereit steht. Durch die Bank führt man etwas solider und nur durch satte Solieinlagen wird dieses Gefühl etwas in andere Bahnen gelenkt.

Ein Frickelschretter Start steht bei „Like A Fox“ zu Beginn im Vordergrund. Doch lange lässt man dabei den Saitenzupfer hier nicht einen auf Ego machen und schon tritt in der restliche Bandtross ins Hinterteil, eine neue True Metal Party abzuhalten und das mit viel Feuer unterm Hintern.

„No False Metal“ wird durch ein kurzes Sprachintro eingeläutet und schon werden wieder die Barrikaden übersprungen und man ackert und fetzt wieder was das Zeug hergibt. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängen merklich flotter und vehementer.

Das Kick Out findet durch das Maiden Melodien beeinflusste „Attack Attack“. Auf diese Melodientechnik baut man auf und wertet dies nur noch durch leichte Nuancen aus dem amerikanischen Sektor auf. Tempomäßig wurde zwar etwas die Geschwindigkeit zurück genommen doch weiterhin befindet sich das True Metal Flaggschiff auf voller Fahrt und ist auch durch nichts und niemanden zu stoppen.

Fazit: True Metal wie er sein muss. Zwischen NWOBHM, amerikanischen, aber auch japanischen Metal Elementen aus den 80ern wird eine breite, facettenreich gemischte Tinktur gepinselt und die hört sich göttlich an. Erneut heißt es mit Skull Fist KUTTENTRÄGER ALARM!!!!!!!

Tracklist:

01. Head Of The Pack [Radio Single] 3:52
02. Ride The Beast 3:43
03. Commanding The Night 3:39
04. Get Fisted 4:14
05. Cold Night 3:08
06. Tear Down The Wall 2:58
07. Commit To Rock 4:34
08. Ride On 4:48
09. Like A Fox 3:59
10. No False Metal 4:44
11. Attack Attack 3:08

Besetzung:

Jackie Slaughter (voc & guit)
Jonny Nesta (guit)
Casey Slade (bass)
Jake (drums)

Internet:

Skull Fist @ Facebook

Skull Fist @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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