Band: Suidakra
Titel: Eternal Defiance
Label: AFM Records
VÖ: 2013
Genre: Folk Metal, Melodic Death Metal, Pagan Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

suidakra - Eternal Defiance album artworkWie die Zeit doch verfliegt, bei Suidakra merkt man dies wohl am stärksten. Nach all den Jahren kann man sicherlich vielen Bands aus Skandinavien hoch anrechnen das man Melodic Black Metal, wie auch den Folk/Pagan Bereich sehr Salonfähig gemacht haben. Doch auch die deutschen Jungs rund um Großmeister Akradius sind wohl ebenfalls hier mal zu loben für ihre Pionierarbeit. Nach gut zwei Jahren ist es nun wieder soweit und mit „Eternal Defiance“ steht die nächste Langrille am 24. Mai via AFM Records an. Für mich immer noch das Non Plus Ultra Album war „Emprise to Avalon“, sicherlich waren die restlichen Alben auch nicht schlecht doch an dieses kam keines mehr ran. Somit war ich recht gespannt wie es wohl bei den deutschen Kriegern weiter gehen würde. Deutlich und da konnte ich mir sicher sein würde man etwas mehr den epischen Beigeschmack ausbauen. Meistens verhält es sich immer so dass die Formationen aus diesem Bereich entweder dies dezimieren oder einfach zu arg kitschig ausbauen. Suidakra allen voran Arkadius haben aber einen Verstand dies nicht zu tun, es wohl etwas stärker und dominanter in den Vordergrund zu nehmen, allerdings nicht so weit das man den Bogen überspannt. So verwundert es auch kaum dass der erste Track, sicherlich auch als längeres Intro zu sehen 3:18 mit einem Kriegerepos artigen Sound durch die Boxen einstimmt. Es geht sicherlich nicht zurück zu meiner Lieblingsecke, jedoch pfeifen die Jungs einfach völlig auf jeden Hype oder gar den arg grassierenden Dudelfaktor. Die Truppe bietet Anno 2013 genau die Mischung, welche eben vielen Kollegen fehlt. Die Aneinanderreihung von epischen, hymnischen, wie auch härteren Schichten wurden sehr toll aufeinander abgestimmt. So kommen zwar etliche allseits bekannte Melodien zum Einsatz nerven aber überhaupt nicht. Ach finde ich dass der Epochale Sound im harten Gewand deutlich düsterer klingt. Es scheint wohl mittlerweile wohl ein Gang vieler Bands zu sein in diesem Jahr kerniger, wie auch eben deutlich dunkler rüber kommen zu wollen. Suidakra wollen dies auch und schaffen es locker viele Kameraden des Business durch den Einsatz hier auf dem Silberling zu überholen. Besonders reizvoll sind nach wie vor die schmetternden Bangerpassagen und die hat man nach all den Jahren zwar etwas dezimiert, bietet aber nach wie vor eine ausreichende Portion. Die steten Wechsel mit dem hymnischen, teils epischen Bereich wurden gut gewählt und so bekommen wir durchwegs eine Berg und Talfahrt, welche superb abgestimmt wurde. Das Areal seitens von Suidakra mag wohl sehr bekannt sein, jedoch bietet die Formation auf dem nunmehr elften Rundling einen frischen Wind den man sich eben wünscht und auch bekommt. Während viele Kollegen des Bereichs, ja leider auch viele skandinavische Kollegen das Gewässer brach gelegt haben, schütten die Herrschaften hier neues Blut hinzu und dieses Blutlecken brauchen eben viele Bands. Was auch stets auffällt ist der variable Fortschritt und dieser ist auch auf diesem Album sehr gut rauszuhören. Altfans mögen wohl der Band den Rücken zugekehrt haben, verstehe ich insofern was den Melodic Black Metal Bereich betrifft, jedoch könne Suidakra in ihrem mittlerweile sechzehnten Bestehungsjahr viele neue Fans rekrutieren. Warum? Nun zwischen dem Folk und Pagan Bereich wird gut hindurch jongliert und zusätzlich gibt es eine Reihe von sehr coolen Grooves und Härteschlägen. Somit kann man der Band zu ihrem neuen Langeisen nur gratulieren, das abgegraste Genre hier mit neuem, frischen Wind zu versorgen wird ihnen wohl so schnell niemand nachmachen.

Fazit: Zu meiner Enttäuschung geht es zwar nicht zurück in den alten Bereich, jedoch unterbreitet die Truppe Anno 2013 einen weiteren Ausbau des variablen Sounds. Wie schon erwähnt, während viele Kollegen uns hier mit Dudeleinen und übertriebenen Wikinger Schnick-Schnack zumüllen, zerlegen Suidakra hier jede Hütte, denn ihr vorangetriebener Sound ist einfach superb ausgefallen und wertet den Genrebereich bestens auf.

Tracklist:

01. Storming The Walls
02. Inner Sanctum
03. Beneath The Read Eagle
04. March Of Conquest
05. Pair Dadeni
06. The Mindsong
07. Rage For Revenge
08. Dragon’s Head
09. Defiant Dreams
10. Damnatio Memoriae

Besetzung:

Arkadius (voc, guit, banjo & orchestrale arrangements)
Lars (drums)
Jussi (guit)
Tim (bass)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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