Band: Tengger Cavalry
Titel: Ancient Call
Label: Metal Hell Records
VÖ: 2014
Genre: Pagan Folk Black Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Die Kavallerie reitet wieder, nein nicht jene gegen die pfeifenden Komantschen sondern, die chinesische. Abseits jeglicher Norm haben sich ja die Herrschaften von Tengger Cavalry zu einem ernst zu nehmenden Act entwickelt. Blickt man in den hohen Norden bzw. verteilt auf das restliche Europa, so haben die aus Peking stammenden Melodic Death/Folk Metaller sich ordentlich aufgemacht, um ihre Genrekollegen zu überholen. Es mag schon so sein, das eben das Genre ordentlich überlaufen ist und auch fast alles abgegrast ist. Im Falle der Chinesen ist es aber so, dass sie uns hier wirklich nicht nur Erfrischung bringen, nein eben aufgrund der typischen Instrumente aus diesem Land eine neue Verwirklichung in diesem Bereich. Bereits beim Vorgängeralbum die Qualität der chinesischen Ware erklärt und das eben die Herrschaften hier nur beste Qualität abliefern. Dennoch hätte ich nicht gedacht dass man sich auf dem neuen Album so steigern konnte. Weiterhin wird das typische Folk Flair verfolgt und an und ab finde ich es wirklich gut, dass die Burschen ordentlich in die Saiten greifen und sehr harsch und eiskalt über uns hinweg galoppieren. Es klingt einfach nicht wie tausendmal gehört, sondern unter einem neuen Farbanstrich schier Neuwertig. Einige Hinzunahmen von alten Fintroll Attitüden lassen das von mir heißgeliebte Humpaflair deutlich besser erscheinen. Während viele Kollegen auf zu glatt polierte Werke blicken, haben die Chinesen hier den Schritt gewagt wesentlich rauer und ungestümer zu klingen. Für meinen Geschmack genau das richtige Mischverhältnis miteingepackt und somit eine durch und durch sinnvolle Weiterentwicklung im eigenen Sound. Man dudelt uns nicht die Ohren zu und dennoch gibt es genügend Folk Flair. Hier bedarf es einfach einem guten Händchen dies so hinzubekommen, das man nicht vor zu viel Gedudel strotzt, sondern eine gereifte Version bzw. eine Abform davon bietet. Dies tun eben die Kavalleristen und somit ist erneut alles im grünen Bereich. Im Falle von sogar insoweit, das man sogar sagen kann, dass ihnen ein weitere Meisterstreich gelungen ist. Wer, wenn nicht diese Truppe schafft es Einflüsse der Folklore aus Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan und eben China so in ein metallisches Gewand zu zaubern, sodass man hier einfach vollends vor Begeisterung ausrastet. Mir sind eben aufgrund meiner primären Arbeit mit diesen Ländern die Folkloristischen Waisen ein Begriff, diese selbst haben schon was cooles, aber eben im metallischen Gewand wissen sie mich einfach noch mehr zu begeistern.

Fazit: Grenzgenial geht die Schlacht mit der Tengger Cavalry weiter. Hier ist alles genau dort wo es hingehört. Überall im Genre mag wohl alles tausendmal gehört werden, jedoch nicht bei dieser chinesischen Truppe, welche wieder alle Räder in Bewegung gesetzt haben, um einen drauf zu legen, was ihnen auch geglückt ist.

Tracklist:

01. Dance With the Wolves
02. Galloping Towards The Great Land
03. Battle Song From Far Away
04. Hymn Of The Earth
05. Echo Of The Grassland
06. Brave
07. Summon The Warrior
08. The Battlefront
09. Chant Of The Cavalry
10. Legend On The Horseback
Besetzung:

Mural (dombra)
Hasi (mornin khuur)
Nature Zhang (voc & guit)
Wang Wei (bass)
Ding Kai (drums)
Wang Xin (mornin khuur)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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