Band: Tengger Cavalry
Titel: The Expedition
Label: Metal Hell Records
VÖ: 2013
Genre: Pagan Folk Black Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Ah ja Metal aus China, ist ja mal nicht alltäglich. Mal genauer geblickt, die Peking Blackies haben hier ein Pagan-Folk Mischung drauf. Na herrlich, Chinesen klauen für ihre Freizeitparks und Spielcasinos nicht die Ideen aus Europa, nein jetzt wollen sie auch noch einen auf Pagan machen. Na das geht doch nicht oder? Na so hart ist dann nicht mit dem Pagan und vielmehr muss ich sagen dass die Jungs auf ihrem vierten Album eher mehr eine ähnliche Färbung bieten, wie die verhassten Taiwanbrüder (aus politischer Sicht zu betrachtet) Chthonic. Zwar zelebrieren die Herrschaften aus Taiwan eine deutlich Folk-Symphonic lastigere Richtung, doch auch ihre sogenannten Abstammungsbrüder Tengger Cavalry (benannt nach dem Volk Tengger [600.000 lebende im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru]) weißen eine durchaus gediegene Parallele auf, doch gibt es keinen Symphonic Beigeschmack, was ich als durchaus gut finde. Man hat zwar einen sehr europäischen Härteschlag, dieser ist aber durchaus gut und durch die Vermischung mit dem Morin khuur (Mongolische Pferdekopfgeige) ist wirklich mal eine Idee welche nicht viele Bands haben. Echt grenzgenial diese Mischung, auch wenn die rhythmische Grundlinie doch sehr stark bekannt ist. Das macht es oftmals aus und dadurch erspielen sich die Chinesen einfach ins Herz. Hier wird nicht, wie eingangs angenommen billige Kopierware geboten, nein vielmehr gibt es leckere, metallische Pekingente. Die Stücke allesamt sind ein Grund sich ordentlich zu verausgaben und die europäischen Humpa Bands haben wohl durch diese Truppe eine arge Konkurrenz bekommen. Währen nämlich unsere Bands aus Skandinavien immer mehr Epic und Bombast miteinbauen und sich weitausschweifenden, ja fast schon Filmmusikreifen Attitüden hingeben, zeigen die Chinesen eine deutlich gekonntere Linie. Hier reitet man mit uns durch die Mongolische Steppe und prügelt alles nieder und zwischendurch besänftigt man uns eben mit dem Urinstrument aus China. Was eben sonst überall als solide und brauchbar eingestuft würde, muss hier eben aufgrund der Folkeinflüsse aus Asien als wirklich sehr guter Soundeinschlag betitelt werden. Weiß zwar nicht an was es liegt doch die Songs haben einen sehr guten Suchtfaktor und eben auch das untypische Instrument, welches ja oftmals etwas schräger klingt lässt viel Fun aufkommen.

Fazit: Die Chinesen haben es geschafft aus einem doch für ihre Breitengrade untypische Genremusik einen Gassenhauer zu machen, welcher nicht von der Hand zu weisen ist. Eindeutig das Album in diesem Bereich für meinen Geschmack. Gediegene Härtemusik so mit Folk und asiatischen Soundideen zu würzen ist einfach grenzgenial und verdient aufgrund dessen die volle Punktezahl. Es ist nicht immer alles billige Kopierware was China kommt und das unterbreiten Tengger Cavalry sehr gut.

Tracklist:

01. Cavalry in Thousands 04:59
02. Expedition 03:52
03. Black Steed 03:12
04. In the Storm 04:01
05. Khan 04:03
06. Hymn of the Wolf 03:10
07. Dance of Horse 02:37
08. Homeland Song 03:41
09. White Pony (bonus track) 04:45
10. Leader Wolf (bonus track) 03:31

Besetzung:

Nature Tianran Zhang (voc & guit)
Xin Wang (Matouqin)
Wei Wang (bass)
Ding Kai (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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