Band: Thaykhay
Titel: Tan Cerca del Sol
Label: Subunder/Atrist Promotion
VÖ: 2008
Genre: Progressive Rock, Rock
Bewertung 4,5/5
Written by: Robert

Bin ja ein alter Fan des spanischen Metals bzw. Rocks. Vor allem Bands haben mir es immer sehr angetan die in ihrer Landessprache singen. Eine weiter Formation in diesem Bunde sind die Prog Rock/Metaller Thaykhay, die ihr Album „Tan Cerca del Sol“ genannt haben. 2005 wurde diese Formation gegründet und besteht aus Mariano F. (voc & keys), Adrian G. (guit), Alberto P. (bass) und Paco (drums)

Recht ruhig berauscht man uns zu Beginn bei „Microcosmos“. Viele progressive Soundklänge hat man hier eingebaut und die sind ein feines Material für Musikgenießer. Die spanischen Lyrics machen ihr übriges, vor allem für mich. Vor allem bei den Lyrics als auch einigen Melodielinien erinnert man mich sehr stark an Savia. Die eingebauten Streicher- als auch die Klavierparts sind sehr gut in Szene gesetzt und werten die Nummer sehr gut auf. Superber Anfang, muss ich schon sagen. Etwas flotter packen es die Herrschaften aus dem Land des Sangria und der Paella nun bei „Tan Cerca Del Sol“ an. Eine große Bandbreite aus progressiven Klängen vereint sich immer wieder mit rockigen Klängen. Vor allem die Gitarrenlinien sind durch ihr rotziges und düsteres Erscheinen eine Wucht. Die immer wieder einsetzenden Kinderchöre lassen zwar den Track etwas lieblich erscheinen, davon sollte man sich aber nicht beirren lassen, denn man wird immer wieder durch die flotten Ausbrecher wachgerüttelt. „Universo.Visual.Incongruente“ erschallt nun etwas sanfter, vor allem wegen den Klavierintermezzos zu Beginn der Nummer. Ein sehr sanftes klassisches Rockstück hat man hier gezaubert und serviert uns dies mit einer tollen Spielfreude, wie man es ja von anderen Landsmännern dieser Truppe gewohnt ist. Die Madrider weisen viel Können und Potential, als auch Experimentierfreudigkeit gleichermaßen auf und dadurch wirken die Songs trotz der vielen Soundideen sehr ausgereift und nicht zu überladen. „Autoeyección“ weist nun viele Rocktrademarks auf die sehr erdig in Szene gesetzt wurden. Doch immer wieder hat man sanftere Melodien als Abwechslung beigemischt. Doch auch die progressiven Soundklänge kommen zum Zuge und werten das Ganze noch um Ecken auf. Sanfte Klänge mit einer Akustikgitarrenuntermalung eröffnen nun „Paralelo“. Man bleibt auch in dieser Ecke und verwöhnt uns mit sehr schönen Melodiespielereien. Zurücklehnen und genießen heißt es hier. „Más Allá De La Meta“ startet zwar ebenfalls etwas ruhiger, doch man sollte sich nicht lange ausruhen, denn die Spanier drehen das Ruder immer wieder in die Klassikrockecke, der etwas flotteren Art. Die Soundklänge die man hier eingeflochten hat sind ein wahrer Hörgenuss. Deutlich rockiger geht es nun bei „Puzzle“ weiter. Klassische und akustische Klänge, mit sanften Vocals dienen hier immer wieder als Unterbrechung, bevor Thaykhay wieder ordentlich durchrocken. Um Ecken flotter ist nun „Distantes“ ausgefallen. Sehr fröhlich klingt dieser Track, was vor allem am Gesang und an gewissen Melodien liegt und dennoch hat man auch hier einige tiefgründigere Parts eingebaut. Viele Soundexperimente hat man nun bei „Apacible Desesperación“ in liebevoller Arbeit eingeflochten. Langsam entfaltet sich dieser Song. Satt und amtlich hat man als Zugabe einmal mehr einige Streicherparts eingebaut. Viel Gefühl trifft hier auf flottere, Progressive Rockklänge. Von der Machart sehr ähnlich ist nun „Otherwise“. Hier ist es allerdings etwas anders man bleibt vorwiegend in der Schmuseecke und nur kurzzeitig begibt man sich in die flottere Richtung. Sehr modern und flott ist nun „Una Nueva Especie Que Extinguir“ ausgefallen. Düstere Soundelemente wurden hier beigemängt und die an und ab verzerrt wirkenden Vocals machen ihr übriges. Der düstere Sound ist auch bei der Gitarrenarbeit bedacht worden, denn die wirken sehr tief und dreckig. Was vor allem sehr gut kommt sind die Vocals, durch die moderne Verzerrung sind dadurch leichte Growls entstanden. Mein absoluter Favorit auf diesem Album. Ein besänftigendes Klangoutro mit dem Namen „Una Verdad Oculta“ beschließt den Output der Spanier.

Fazit: Selten hat mich eine Progressive Rock/Metal Truppe so begeistern können wie es diese Herrschaften es getan haben. Wer auf Verspieltheit und Soundexperimente steht, der sollte sich diese Truppe mal vornehmen und wird sie für sich entdecken.

Tracklist:

01 Microcosmos
02 Tan Cerca Del Sol
03 Universo.Visual.Incongruente
04 Autoeyección
05 Paralelo
06 Más Allá De La Meta
07 Puzzle
08 Distantes
09 Apacible Desesperación
10 Otherwise
11 Una Nueva Especie Que Extinguir
12 Una Verdad Oculta

Besetzung:

Mariano F. (voc & keys)
Adrian G. (guit)
Alberto P. (bass)
Paco (drums)

Internet:

Thaykhay Website

Thaykhay @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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