Band: The Modern Age Slavery
Titel: Deathcore
Label: Napalm Records
VÖ: 2008
Genre: Deathcore/Death Metal
Bewertung 4,5/5
Written by: Robert

Brutaler Death Metal gepaart mit Hardcore ist genau dein Ding. Dann habe ich heute genau das richtige für dich. Die aus Regio Emila Italien stammenden The Modern Age Slavery haben sich diese Ausrichtung auf ihren Banner geschrieben und zelebrieren dies mit einer gehörigen Portion an ausgefeilten Soundelementen und rauen Elementen. Gio (voc), Cocco (guit), Sum (guit), Mibbe (bass) und Greg (drums) haben sich vor einem Jahr zusammengefunden und erst ein Demo veröffentlicht. Nun war es an der Zeit ein Full Length Album auf den Markt zu werfen und das hat man mit „Deathcore“ getan.

Die Eröffnung erfolgt durch das Intro „Progenies Of Ancient Slaves“ und dieses Soundintro klingt sehr bedrohlich und versprüht viel Endzeitstimmung. Gleich danach ballert „Red Lines Of Obsessions“ aus den Boxen. Viele fetzige Soundelemente hat man hier für uns parat. Etwas Deathcore lastiger klingt das Material zu Beginn. Wie ein Maschinengewehr säbelt man hier alles nieder was sich einem in den Weg stellt und dabei grölt der Shouter ordentlich und hasserfüllt ins Mikro. Um Ecken schneller und zackiger schiebt man gleich „Damned To Blindness“ nach. Hier haben die Jungs eine sehr speedige Nummer für uns parat. Mit einem ungeheuren Tempo werkelt man hier. Dennoch wechselt man immer wieder in die stampfende Ecke, um von dieser wieder den nächsten Angriff zu starten. Solide Core Riffs geben sich hier immer wieder die Hände mit einigen bekannten Death Metal Gitarrenriffs aus dem Raum Göteborg. Genau diese Fusion macht es aus und mit diesem ultraschnellen Soundbeat hat man genau das richtige für jeden Fan, der ordentlich sein Haupt schütteln will. Feuer frei kann man hier nur sagen. Etwas mehr in die traditionellere, melodischere Ecke driftet nun „Drop By Drop“. Was aber nicht heißen will das man hier eine Melodic Death Metal Nummer geschrieben hat, nein dies nicht, nur die Gitarrenriffs sind sehr melodisch ausgefallen. Im Großen und Ganzen säbelt man auch hier sehr rau und mit einer ungeheuren Portion brutaler Härte. Doch die Wechsel zwischen Härte und dem melodischeren Bereich sind immer wieder und öfters eingesetzt. Genau deshalb hat sich der Track binnen Sekunden zu meinem Favorit auf diesem Album entwickelt. Von der Machart sehr ähnlich ist nun „A Desert To Die For“ ausgefallen. Hier allerdings greift man auf das Erfolgsrezept, brutale Härte vermehrt zurück. Einige groovige Elemente sind an und ab auszumachen und bereichern den Track und lassen den Gedanken an einer Selbstkopie kaum aufkommen. Mit viel Brutaler Härter und weniger Melodie rattert nun „Vile Mother Earth“ daher. Ein kompromissloser Track, der noch zusätzlich mit einigen Hard Core Elementen angereichert wurde. Bei den speedigen Blast Beats bleibt einem beim Zuhören fast die Spucke weg, denn hier donnert man gehörig und brutal aus den Boxen. „The Sublime Decadence Of An Era“ wurde um Ecken mehr mit einem Hard Core Soundkleid ausgestattet. Dennoch das Pedal wurde etwas gelockert und man werkelt brutal und mit vielen groovigen, bretternden Soundelementen. Unterm Strich ist eine sehr kraftvolle Nummer mit viel Feuer unterm Hintern entstanden. Das Gaspedal ordentlich gedrückt und das bis zum Anschlag ist nun der Garant für den nächsten Brutalo Track mit einem atemberaubenden Tempo, der sich „Shell Of Perversion“ nennt. Die Jungs haben hier wieder ihre Maschinengewehre aufgebaut und feuern aus allen Rohren und exekutieren jeden der sie versucht aufzuhalten. Der Fronter grunzt und growlt mit viel Wut im Bauch und genau das erwartet man bei einem solchen Tempo und genau selbiges bekommt man kredenzt. Es ist herrlich mit welcher Freude und Geschwindigkeit die Jungs ihr Material abfeuern und man lässt kaum Ruhepausen zu. Mit einem kurzen Sprachintro wird nun „Descent To Oblivion“ eröffnet. Im Anschluss werken die Herrschaften zwar sehr rau, aber mit viel Groove. In dieser Ecke verharrt man aber nur kurzzeitig und die Dampfwalze aus Italien nimmt wieder volle Fahrt auf. Zwar stoppt man immer wieder das Unding, doch gleich danach wird wieder im selben Stil gewechselt. Die vorletzte Nummer trägt den Namen der Band „The Modern Age Slavery“. Dieser Kopf absäbelnde Track ist nun etwas mehr für die Hard Core Fans und hier schöpft man ein weiteres Mal aus den Vollen. Das Steuer fest in der Hand schippert das italienische Flaggschiff zur nächsten und abschließenden Schlacht. Mit dem Entombed Cover „Wolverine Blues“ wird die Schlacht beendet. Man setzt viele eigene Akzente, aber im Großteil hat man vieles authentisch gelassen. Dadurch ist eine superbe Coverversion entstanden, mit der man ein sauberes Album beschließt und keine Verletzen auf dem Schlachtfeld zurück gelassen hat. Denn man hat kein Pardon gegeben und vom Anfang bis zum Ende alles nieder geholzt.

Fazit: Einfach nur geil was uns hier die Italiener beschert haben. Unbedingt antesten, man wird vollends begeistert sein.

Tracklist:

01. Progenies Of Ancient Slaves 01:03
02. Red Lines Of Obsessions 02:42
03. Damned To Blindness 02:59
04. Drop By Drop 03:43
05. A Desert To Die For 04:16
06. Vile Mother Earth 03:06
07. The Sublime Decadence Of An Era 04:12
08. Shell Of Perversion 02:59
09. Descent To Oblivion 02:37
10. Purple 05:50
11. The Modern Age Slavery 04:39
12. Wolverine Blues (Entombed cover) 02:12

Besetzung:

Gio (voc)
Cocco (guit)
Sum (guit)
Mibbe (bass)
Greg (drums)

Internet:

The Modern Age Slavery Website

The Modern Age Slavery @ Facebook

The Modern Age Slavery MySpace

The Modern Age Slavery @ Twitter

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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