Band: Veritate
Titel: Straight into Hell

Label: Selfreleased
VÖ: 2008
Genre: Heavy/Thrash/Doom Metal

Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Tastenprinzessin von Veritate, Annika Argerich hat uns auf ihre Band aufmerksam gemacht. Recht verwundert war ich als ich mir den Beipackzettel durchgelesen habe. Denn hier wird von Doom und Black und was weis ich noch gesprochen. Fakt ist diese schwedische Truppe hat soviel orientalisches Flair mit einigen Metal Inkredenzien versehen und unterm Strich kommt dabei ein monumentaler Output raus und bestätigt das die Skandinavier irgendetwas in ihr Essen mischen, denn wie erklärt man sich diese Qualität all dieser Bands. Zwei Demos „Exploitation of Human Disturbance“ (2004) und „Medical Miracles“ (2006) hat man bereits veröffentlicht und nun war die Zeit gekommen um ein Full Length Album zu veröffentlichen. „Straight Into Hell“ wurde von Johan Knuutinen (voc), Richard Riekwel (guit), Christofer Norrman (guit), Annika Argerich (keys) Björn Ahlström (bass) und Conn. Y. Johansson (drums) eingespielt und bietet einen tollen Querschnitt aus Power, Doom, Black, Dark und Symphonic Metal. Zwei große Blutsbrüder darf man zu Beginn gleich Nennen, nämlich Iced Earth und Orphaned Land. Wer auf eine bzw. beide Bands steht, der ist hier vollkommen richtig.

Mit einem Horror lastigem „Intro“ eröffnen die Schweden ihr Machwerk. Bei „Murder To Be Gods“ kommt die volle Breitseite des Doom und Symphonic aus den Boxen. Etliche orientalische Soundspielereien wurden hier eingebaut und lassen so viele Parallelen zu den Isis Orphaned Land zu. Eine sehr gute Mischung aus stampfenden und bretternden Momenten ist ihnen dabei gelungen. Genau diese Fragmente und die Beimischung des Synthy Sounds macht das Material der Truppe sehr interessant. Recht düster ist nun die Einleitung von „Panic Game“. Zwar kommt deutlich mehr Melodie zum Einsatz und dennoch ist der Doomanteil noch sehr hoch. Dennoch nach und nach verabschiedet man sich immer mehr von diesem und schippert etwas mehr in die Dark Power Metal Ecke. Genau selbiges Feeling versprüht auch der Frontmann, der mich streckenweise an einen sehr tiefgründigen Mathew Barlow erinnert. Dieser schwedische Bursche hat nämlich genau dieselben melancholischen Midtempogesänge drauf wie sein amerikanischer Kollege, doch dieser Junge ist deutlich düsterer am Werken. Das Titelstück „Straight into Hell“ steht an fünfter Stelle und startet ebenfalls sehr düster und schaurig. Die Chorgesänge zu Beginn mit den besessenen Stimmen verleihen einem eine Gänsehaut und lassen viel Horror Feeling zu. Danach wird aber deutlich mehr gebrettert und man hat deutlich mehr Eckpfeiler in Richtung Iced Earth hinterlassen. Ob beabsichtigt oder nicht es ist so und man erinnert an so manchen Track von The Dark Saga bzw. Burnt Offerings. Dennoch von schlappen Nachahmern kann man hier nicht reden. Denn die Herrschaften machen einen deutlich düsteren Sound und auch der Fronter versucht zu keinem Zeitpunkt in höheren Sphären zu glänzen. „Father Time“ ist von der Machart dem Vorgänger etwas ähnlicher, doch hat man hier wieder orientalisches Feeling eingebaut. Selbiges liefert uns die hübsche Dame hinter dem Keyboard. Durch diese Mixtur rückt das Ganze etwas mehr in die Symphonic Power Metal Ecke. Doch wenn man hier etwas Fröhliches sucht ist man auf dem Holzweg, denn Veritate bleiben stets tiefgründig und die gehörige Doom Brise wird immer mitgeliefert. Mit „Keepers of the Flame“ knallt man uns eine deutlich temporeichere Kost vor den Latz. Sägende Gitarrenarbeit wird hier von einem sehr melodischen, wenn auch bombastischen Keyboardspiel begleitet. Der melancholische Beitrag kommt einmal mehr von Johan Knuutinen, der wieder mit seiner Sangesleistung glänzt und einen dazu verleitet in das tiefste, innerste selbst zu blicken. Recht ruhig und beschaulich mit einem Spinettspiel wird „Scary Mary“ eröffnet. Hier doomt die Truppe wieder ordentlich und lässt es etwas schwerfälliger angehen. Der Doomanteil wird immer wieder durch schnellere Power Metal Parts abgelöst und genau diese Mischung macht das Material sehr breitbandig, so wird es zu keinem Zeitpunkt langweilig und es wird viel geboten. Etwas fröhlicher, so scheint es zumindest ist nun „Kindred“ angesiedelt. Zwar rücken die tiefer getrimmten Gitarren das Stück in eine doomige Ecke, doch aus dieser wird immer wieder ausgebrochen und man steuert deutlich klarere Gefilde an. Mit einem modernen Keyboardintro wird nun bei „Dead Man Walking“ weiter gewerkelt. Das Spiel von Annika lässt viele Fantasien auf alte Horror Klassiker zu, bevor sie von ihren Kameraden unterstützt wird. Das Feeling verlischt auch weiterhin nicht und dieser sehr theatralische Track ist zwar schwere Kost, lässt aber viel Zeit für Träumereien übrig. Vor allem der große melancholische Anteil macht hier sein übriges. Mit einem Bassintro wartet man nun beim letzten Stück auf. Selbiges nennt sich „Court of Rats“. Eine recht flotte Nummer hat man hier ans Ende gepackt, wo auch der Fronter mit einigen höheren Shouts überzeugt. Viele aufwühlende Elemente hat man hier ein weiteres Mal mit viel Melancholie gespickt. Somit wird eine tolle Abrundung geboten.

Fazit: Hier kommen viele Fans zum Zuge und wer Orphaned Land und Iced Earh mag, der wird auch hier viel Spaß mit dem Material der Schweden haben. Zu solch einem breit gefächerten ersten, längeren Lebenszeichen kann man den Herrschaften nur gratulieren.

Tracklist:

01. Intro
02. Murder To Be Gods
03. Panic Game
04. Straight into Hell
05. Father Time
06. Keepers of the Flame
07. Scary Mary
08. Kindred
09. Dead Man Walking
10. Court of Rats

Besetzung:

Johan Knuutinen (voc)
Richard Riekwel (guit)
Christofer Norrman (guit)
Annika Argerich (keys)
Björn Ahlström (bass)
Conn. Y. Johansson (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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