Band: The Morganatics
Titel: We Come From The Stars
Label: Dooweet Records
VÖ: 17.07.15
Genre: Alternative Melodic Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Die französische Truppe The Morganatics haben mit ihrem Debüt bei mir wahrlich alle Türen und Tore geöffnet. Länger hat es zwar gebraucht, bis man „We Come From The Stars“ unter Dach und Fach gebracht hatte, doch nun liegt dieser vor mir.

Meistens fragt man sich bei solchen Bands, die einen fulminanten Start hingelegt haben, ob sie dann weiterhin so göttlich überzeugen können. Nun widmen wir uns mal der musikalischen Ausrichtung der vier französischen Musiker. War man noch beim Vorgänger deutlich bestrebter etwas unkonventioneller zu klingen, so verweist man diesmal auf eine dementsprechende lockere Ummünzung der Soundeinflüsse. Klingt in diesem Fall gar nicht mal so schlecht, aber genau die etwas harsche Ausrichtung und die leichten Komplexitäten des Vorreiters waren meines Erachtens genau das Markenzeichen.

Anno 2015 klingt man eben wesentlich lockerer und weitaus breiten-tauglicher. Dies heißt auch, dass die vielen Soundeinflüsse merklich gepresster wurden, um eben das Ganze fluffiger an den Mann/Frau zu bringen. Ja an sich keine schlechte Idee, nur genau davon gibt es eben schon so viele Kapellen. Die heißt aber nicht, dass das Songmaterial jetzt langweilig klingt, nein keineswegs, nur im Gegensatz zum Vorgänger einfach ein kleiner Schritt zurück, was ich eben für meinen persönlichen Geschmack etwas schade finde. Warum? Nun weil eben das Debüt eben weitaus bunter und ausschweifender geklungen hatte.

Das bedeutet eben das die spacige Prog Rock Richtung eben nicht mehr vorhanden ist und man deutlich den Mainstream ansteuert und dies ist eben nicht mehr so toll, wie man es eben mit „Never Be Part Of Your World“ hinbekommen hat. Weiters sind die Vocaleinlagen etwas schräger ausgefallen und vor allem bei den Duett Gesängen zwischen dem weiblichen und dem männlichen Protagonisten kommt es oftmals zu sehr übersteuerten Momenten. Auch dies war eben beim fulminanten Vorgänger einfach grandios.

Was bleibt? Nun weiterhin macht man sicherlich eine gute Vorstellung im Modern/Alternative Rock Bereich, hat dies aber eben weitestgehend dem Mainstream angepasst. Finde ich persönlich schade, denn eben genau die kunterbunte Ausrichtung und die Zusammenführung haben den Sound von Morganatics beim Vorgänger eben so einzigartig gemacht.

Fazit: Definitiv ein größerer Schritt in den Mainstream Bereich. Warum man dies gemacht hat weiß ich auch nicht, aber genau die kunterbunte Soundmischung vom Debüt hat die Truppe so superb klingen lassen. Mit dem neuen Rundling ist man sicherlich auch nicht schlecht, aber eben mit deutlichen Schritten nach hinten.

Tracklist:

01. The great Deceiver 4:40
02. Sand (as Children say) 4:23
03. Fade Away 6:27
04. Come with me 6:10
05. Three-Leaf Clover Girl 3:39
06. Pro-Mia 7:26
07. Little Finger Syndrome 5:37
08. Drag me to Hell 5:54
09. Fly 5:24
10. Echoes from the Womb 4:58
11. Ready 10:46

Besetzung:

Chris (voc)
Lauris (guit)
Seb (voc, guit & keys)
Nico (drums)

Internet:

The Morganatics Website

The Morganatics @ Facebook

The Morganatics @ Last FM

The Morganatics @ Twitter

The Morganatics @ YouTube

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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