Turilli/Lione Rhapsody – Zero Gravity

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Band: Turilli / Lione RHAPSODY
Titel: Zero Gravity
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 05/07/2019
Genre: Symphonic Metal
Bewertung: 2/5

Nach der neuen RHAPSODY OF FIRE komme ich nun also auch in den Genuss der neuen Scheibe aus der alternativen RHAPSODY-Schmiede von TURILLI/LIONE. Während erstere mich zwar mit „The Eight Mountain“ nicht unbedingt mitreißen konnten, fand ich die gesunde Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln und großen Frühwerke doch einen wichtigen Schritt.

Das Lager Turilli zeigt dagegen schon in der Wahl des Logos, des Cover-Artworks und Songtiteln wie „Fast Radio Burst“, dass man sich den Fantasy-Kamellen entwachsen fühlt. Entwicklung ist in Ordnung und unvermeidlich, aber dass Weiterentwicklung nicht unbedingt auch eine Höherentwicklung bedeuten muss, wusste schon Friedrich Nietzsche. Das findet leider auch in „Zero Gravity“ wieder mal seine Bestätigung. Die Kraft zu stärkeren Melodien wäre zweifellos vorhanden und blitzt auch immer wieder auf. Mit dieser Fähigkeit, und der Stimme eines Fabio Lione, müsste man doch mühelos zumindest ein gutes bis sehr gutes Album zustande bringen, oder? Leider nein, denn all die guten Ansätze sind eingebettet in unnötige Samples, Unterbrechungen und hanebüchene Wendungen, dass mir dabei unweigerlich Worte wie Chaos, Hybrid-Zucht und Kakofonie in den Sinn kommen. Die geteilten Leidenschaften „für die Mysterien des Lebens, für Metaphysik, Psychologie, Parapsychologie und spirituelle Reife“ (Promo-Text) der Herren Turilli und Lione überwuchern einfach alles, was ansonsten ein guter Song hätte werden können.

Anti-Anspieltipp: „D.N.A. (Demon And Angel” fährt alles auf, was an diesem Album krumm gewachsen und künstlich hochgezüchtet aus dem Reagenzglas sprießt – inklusive Träller-Elsen-Unterstützung. Aber auch „Multidimensional“ greift selbstverliebt und selbstbewusst genug ins Klo, dass man vor dem Hören besser die Handschuhe anzieht.

Fazit: Bitte aufhören.

Tracklist

01. Phoenix Rising
02. D.N.A. (Demon and Angel)
03. Zero Gravity
04. Fast Radio Burst
05. Decoding The Multiverse

06. Origins
07. Multidimensional
08. Amata Immortale
09. I Am
10. Arcanum (Da Vinci’s Enigma)

Besetzung

Luca Turilli (Guitar, Keyboard, Piano)
Fabio Lione (Vocals)
Dominique Leurquin (Guitar)
Patrice Guers (Bass)
Alex Holzwarth (Drums)

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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