Band: Túrin Turambar
Titel: Boży plan zniszczenia
Label: Selfreleased
VÖ: 2013
Genre: Experimental Black Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Túrin Turambar klingt wie eine polnische Bezeichnung einer Herr der Ringe Figuren. Ah es sind wirklich Polen und der Name wandelt sich von einem Charakter ab. Ok was machen die Herrschaften? Experimental Black Metal, ach du heiligs Blechle das werden so komplexe Typen sein. Nicht so schnell mein Freund heißt es hier, denn als der erste Track durch die Boxen bläst kommt man gleich dahinter, dass die polnische Truppe wohl Einflüsse aus dem Ambient, reinrassigen Black Metal hat, aber es durchaus versteht ihre eigene Version auf den Punkt zu bringen. Einerseits wird dies mit sehr rollenden, teils wieder doomigen Schritten vollzogen. Spitzfindig ausgedacht und mit dem typischen, polnischen Old School Metal Sound versehen ist das Album einfach grenzgenial umgesetzt worden. Erinnert mich immer wieder auf mein erstes Zusammentreffen mit der Formation Kat. Genau eine ähnliche Schiene, wenn auch nicht gar so Old School lastig wird gefahren. Hier wird polnische Metalzeitgeschichte erneut auf einen Silberling gebannt und das im ganz großen Stil. Die röhrenden Vibes verstärken das Ganze ungemein und lassen die heimischen vier Wände wie bei einem Erdbeben wackeln. Die steten ups und downs bieten ein superbes Wechselspiel und komplettiert wird dies durch amtliche, als auch druckvolle Härteparts der schnelleren Gangart. Gut zusammengemischt haut einem diese Melange alle Sicherungen raus. So macht mal Experimental Black Metal Spaß. Wie erwähnt Black Metal, wie auch ein gewisses Quäntchen Ambient ist dabei, wobei es eben immer auf den betreffenden drauf ankommt wie dann schlussendlich die Nägel eingeschlagen werden. Das Muster im Endeffekt ist einfach brandgefährlich und beinhaltet eine langanhaltende Suchtgefahr. Die Musiker wissen einfach wie das Ganze Mischverhältnis kompakt umgesetzt werden muss und so verwundert es keinen dass man leicht nachvollziehbar in einen Hörgenuss kommt, welcher einem selbstredend ein musikalisches Kopfkino vorgaukelt. Unglaublich und sehr süchtig machend kann man sich von dem Album nicht mehr trennen. Das Tüpfelchen auf dem „I“ sind die polnischene Lyriks. Man muss nicht immer alles verstehen und so ist dies nur noch eine Draufgabe, denn meine Person betreffend liebt es, wenn Bands ihre Art des Metals in ihrer Landessprache zu Protokoll bringen.

Fazit: Zwischen Doom, Black, Thrash und Ambient breit gefächert wird ein Kopfkino gezaubert und das lässt einen wirklich den Alltag komplett vergessen. Ein hohes Risiko des Suchtfaktors lässt einen sehr lange vor dem Player verharren. Superbes Potential welches seinesgleichen sucht.

Tracklist:

01. Uła 03:31
02. Koza o tysiącu cyców co nie chciała niemca 00:52
03. Głupota. Zawiść. Obłuda 03:10
04. Boży plan zniszczenia 01:06
05. Delirium tremens 03:00
06. Hamak 03:48
07. Noco 01:05
08. Ucieczka z ziemi 02:44
09. Nowotwory 00:19
10. Kożuch ze smoły 04:16

Besetzung:

Ataman Tolovy (voc, bass & guit)
Kniaź Qcor (guit)
Imć Pan Śmierć (drums)

Internet:

Túrin Turambar @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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