Band: Tuxedoo
Titel: Tales From The Rockmass
Label: Alpencore Records/Sony Music
VÖ: 01.04.16
Genre: Alpencore
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Tuxedoo sind einfach die etwas andere Alpenrebellische Form. Während die zünftigen Burschen aus unserer Alpenrepublik die Welt mit ihrem Gejohle überstrapazieren, zelebrieren die Mattighofner seit Jahren schon ein feines Programm. Alpencore wird das von ihnen genannt und das lassen wir wahrlich so stehen. Sie verstehen es auf Platte, wie auch Live die Fusion aus harschen Klängen und Alpenklängen und Einflüssen zu vermischen. Die Jungs sind stets auf Hundert und beuteln einen immer mit ihrem Dauer auf Teufel komm raus energiegeladenen Hau drauf Prinzip.

„Tales From The Rockmass“ nennt sich das neueste Werk der Burschen und auch hier werden gleich wieder alle Energien ausgepackt und die Wut als auch den Spaß in den Backen freien Lauf gelassen. Seit dem letzten Release hat man zusätzlich ein „o“ im Namen. Dieser zusätzliche Buchstabe könnte aber auch für einen Stauneffekt stehen. Was ja beim neuen Material nicht von der Hand zu weißen ist. Almgeräusche inklusive, wie auch die zünftigen Soundeffekte prallen hier auf eine geballte Corefaust. Viele Wechsel im Konzept, wie auch Techniken könnten, für jemanden der die Band noch nie gehört hat, vielleicht dazu verleiten sie als zu arges Switchkonzept abzutun.

Nun gut im Gegensatz zu etwas älteren Sachen mag hier und da dies wohl vorhanden sein, aber und das ist einfach die Ideologie der Mattighofner. Lieb, brav und nett war einfach Gestern. Auch muss man sich gegenüber der Masse agierenden Corebands einfach absetzten. Das unterstreicht einerseits den Verstand sich nicht am Stand zu drehen und andererseits die Innovation vorrangig einzusetzen.

Man biedert sich nicht an nach all denn Jahren mit jemanden verglichen zu werden. Klar, will niemand und oftmals verwendet man Querverweise um der Hörer/Leserschaft eines zu vermitteln. Du hörst dass, dann könnte dich dies auch interessieren. Dies wurde definitiv auch von Tuxedoo über die Jahre verwendet. Beim neuen Album hat man sich aber mächtig ins Zeug gelegt, um ja mit niemanden verglichen zu werden. Tue ich auch nicht, denn die gesteigerte Eigenständigkeit und die Unterwanderung im Coresound hat einfach seinen eigenen, sagen wir es so ganz speziellen Tuxedoo Touch.

Wer von vornherein nichts mit Alpeneinflüssen am Hut hat müsste dies überdenken. Durch die Bank greifen die Jungs eine Reihe von Genres auf und somit ist der Corefan an sich, aber auch Modern, wie auch Alternative Metal Fan durchaus aufgerufen sich mit den Jungs zu beschäftigen. Fakt ist, diese Alpenrebellen sind auf dem Vormarsch und das muss man wohl oder übel sich selbst eingestehen, auch wenn man nicht gerne Lederhosen oder dergleichen mag. Musikalisch wird hier eine breite, wutentbrannte Ladung abgefeuert. Fetzig und mit viel frischen Blut geleckten Fragmenten bis obenhin gespickt.

Somit packt die Alpenfroni ein und ab geht’s zum zünftigen Schuhplatteln, aber seit euch gewiss hier werden anschließend schmerzhafte Wangen und Oberschenkel die Folge sein 🙂

Fazit: Der Alpensepp hat wohl einen anderen Rap, aber die Jungs aus Mattighofen werden ihn aus seinem Stall mit dieser geballten Ladung donnern. Die Jungs konnten sich gegenüber dem Vorgänger mächtig steigern und die Bandeigene Eigenständigkeit forcieren.

Tracklist:

01. Forget The Sorrows
02. Triduum Sacrum
03. Insist On Freedom
04. Sweat & Passion
05. Flood
06. Jealousy
07. Back & Hungry
08. Kill The Farmer
09. Live Your Life
10. Path Into The Abyss
11. How Much Is The Fish (SCOOTER Cover)

Besetzung:

Christoph Kiebe (voc & smaples)
Johannes Frauenhuber (voc & percussion)
Michael Tiefenthaler (guit)
Jakob Schreinmoser (guit)
Christopher Till (drums)
Patrick Schmuck (bass)

Internet:

Tuxedoo Website

Tuxedoo @ Facebook

Tuxedoo @ YouTube

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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