Band: Voodoo Circle
Titel: Broken Heart Syndrome
Label: AFM Records
VÖ: 2011
Genre: Power Metal/Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Haben sich alte Rockhasen wie Whitesnake und Konsorten zu einer Fusion entschlossen? Tja nun so klingt der Release von Voodoo Circle „Broken Heart Syndrome“ beim ersten Durchlauf. Doch auch beim dritten und vierten abspielen ändert dies nichts am ersten Eindruck. Die Bandmitglieder dieser Fusion stammen aber aus deutschen Landen und auch bei diesen scheint der Virus Workoholic ausgebrochen zu sein. David Readman (voc), Alex Beyrodt (guit), Mat Sinner (bass), Jimmy Kresic (keys) und Markus Kullmann (drums) feiern ja mit ihren Hauptbands gute Erfolge und scheinen wohl die kurze Freizeit zwischen Tourneen und Songwriting zu den nächsten Releases von Pink Cream 69 und Primal Fear/Sinner noch auszureizen. Sehr sinnvoll meiner Meinung nach, denn das Album klingt nicht wie ein sinnloser Zeitvertreib, nein hier wird qualitativ hochwertiger Hard Rock gegeben und das eben mit vielen Verweisen in die Whitesnake Richtung.

Hard Rock der guten alten Schule und das mit viel Tempo wird sogleich durch „No Solution Blues“ vom Stapel gelassen. Beißend und teils wieder sehr warmherzig wird ein abwechslungsreiches Spiel geboten das bis tief unter die Haut geht. Obwohl man alten Traditionen fest hält klingt das Ganze nicht abgelutscht. Nein vielmehr offeriert man uns eben ein erfrischendes Spiel unter Beihilfe von Old School Vibes.

Zwischen Deep Purple (vor allem bei den Keyboards) und Whitesnake kommen viele Parallelen beim darauffolgenden „King Of Your Dreams“ auf. Letztere blitzen aber deutlich stärker durch und dominieren das Geschehen. Schöne Melodien und streckenweise sehr hymnische Fragmente läuten eine Genussrunde ein der man sich nicht verschließen sollte.

Noch mehr in die Richtung Genussklangkunst entführt man uns in das idyllische „Devil’s Daughter“. „When a blind Man cries“ Part II? Tja wie auch immer zumindest klingt es so und dabei offeriert uns dieses All Star Projekt das man zur Creme de la Creme gehört. Technisch perfekt aufgemacht und mit vielen schmucken Ergänzungen, als auch Erweiterungen entführt man uns in auf eine weite Klangfantasiereise.

Deutlich kerniger und mehr in Richtung Dio geht es mit „This Could Be Paradise“ weiter. Das Stück wirkt teils sehr dreckig, dann wieder etwas epochaler. David unterstreicht dass er eben zu den Sängern in der Szene schlechthin gehört. Hier stellt der Gute Bursche eine sehr variable Gesangsleistung unter Beweis die das Ganze nur noch mehr verstärkt. Toller Rhythmus der unter die Haut geht und zum Abshaken so richtig schön animiert.

Ein stampfender Kraftakt wird sogleich durch „Broken Heart Syndrome“ nachgeschoben. Vor allem zu Beginn serviert uns der Axtmann einen superben Frickelspaß, jedoch ohne dabei uns zu überbeanspruchen. Weiter wird diese Linie getreu nachverfolgt und stattet dieses noch zusätzlich mit einigen etwas kleineren Epochal Ausflügen aus.

Erdiger Hard Rock dröhnt mit viel Kraft als Start von „When Destiny Calls“ aus den Boxen. Diese Technik wird reichlich aufgewertet und das mit etwas idyllischeren Seitenhieben. Zu lasch? Zu ruhig? Nein auf keinen Fall, denn weiterhin wird ein gutes Wechselspiel geboten das man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte. Die Jungs haben hochwertigen Hard Rock auch weiterhin drauf und diesen servieren sich uns bestens aufgemacht auf einem schillernden Silbertablett.

„Blind Man“ steht als nächstes an und wird etwas bluesiger, als auch mit leicht an einen Bar Sound erscheinenden Klängen angestimmt. Dabei schafft man eine gemütliche Runde und somit kann man sich ruhig zurück lehnen und sich von den warmherzigen klängen so richtig schön verwöhnen lassen. Keine Ballade? Nein dafür klingt das Ganze viel zu eisern, nein vielmehr wird einfach eine ruhige Runde geboten und dabei wird weiterhin Klangkunst auf höchstem Niveau als volle Breitseite präsentiert.

Ebenfalls etwas bluesiger, als auch streckenweise ein bisschen Southern Rock lastig orientiert schickt man „Heal My Pain“ ins Rennen. Im Gegensatz zum Vorgänger hat man allerdings viel mehr Tempo drauf und so spiegelt man ein sehr gelungenes shakiges, als auch streckenweise funkiges Klangmuster gelungen wieder.

Sehr epochaler Eingang bieten uns die Jungs beim folgenden „The Heavens Are Burning“, danach begibt man sich auf eine klare, flotte Rockreise. Temporeiche Rockklänge schießt man im Dauerfeuer ab und unterwandert dies mit teils etwas hymnischer wirkenden Abrundungen. Tanzbare Abgehmucke die bestens mit Melodie und den erwähnten Elementen auf ein Paket zusammengeschnürt wurde.

Deutlich dreckiger, als auch mit mehr Southern Einfluss geht die Reise durch „Don’t Take My Heart“ weiter. Auch hier geizt man nicht mit treibendem Tempo und dabei hält man an der begonnene Linie fest und ergänzt dies nur noch mit astreinen, klassischen Hard Rock Elementen.

An die vorletzte Stelle hat man mit „I’m In Heaven“ wieder einen sehr besonnene Track, mit teils leichten balladesken Zügen gestellt. Zu brav? Nun ja deutlich lieblicher sicher, aber man behält es sich vor nicht zu schmalzig rüber zu kommen und so machen diese ruhigen Tracks der Voodoo Circle Priester sehr viel Spaß. Auch bricht man oftmals herzhafter durch was eine astreine Einstufung des Stücks als Ballade unmöglich macht.

Sound verspielt zeigt man sich zu Beginn beim letzten Track „Wings Of Fury“. Der Start ist ein genießerischer Flamenco Start, den man mit hauchzarten Synthy Klängen aufgewertet hat. Doch nach diesem etwas länger anhaltenden Start druck man noch einmal so richtig schön auf die Tube. Zwischen Rainbow und Dio angesiedelt schlittert man durch den Track und reißt noch einmal so richtig schön hoch und animiert zum Abgehen.

Fazit: Saugeiler Hard Rock Happen der alten Schule. Rockhasen aller Generationen, wenn nur irgendwie dem Rock angetan sollten sich dieses Album zulegen um die Sammlung zu bereichern. So schnell wird der Silberling aber nicht in der Ecke verstauben das ist auch klar. Dafür zeigt die Mannschaft ein genießerisch aufgemachtes Mehrgängemenü das man vollends bis auf den letzten Brösel aufsaugen sollte.

Tracklist:

01. No Solution Blues 3:49
02. King Of Your Dreams 4:57
03. Devil’s Daughter 6:42
04. This Could Be Paradise 3:33
05. Broken Heart Syndrome 4:59
06. When Destiny Calls 4:33
07. Blind Man 5:20
08. Heal My Pain 3:05
09. The Heavens Are Burning 6:00
10. Don’t Take My Heart 4:28
11. I’m In Heaven 4:11
12. Wings Of Fury 4:16

Besetzung:

David Readman (voc)
Alex Beyrodt (guit)
Mat Sinner (bass)
Jimmy Kresic (keys)
Markus Kullmann (drums)

Internet:

Voodoo Circle Website

Voodoo Circle @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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