Band: Warmen
Titel: Japanese Hospitality
Label: Spinefarm Records
VÖ: 2009
Genre: Melodic Power/Neoclassical Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Chris Egger

Janne Warman mag ja für viele gar kein Unbekannter sein. Der Children Of Bodom Keyboarder hat sich mit seiner Band mittlerweile doch schon einen Namen gemacht. Doch es gibt noch ein Leben neben den Kindern vom Bodomsee und dieses Leben heißt Warmen. Zusammen mit seinem Bruder Antti an der Gitarre, Jyri Helko am Bass und Mirka Rantanen an den Drums wurde das mittlerweile vierte Album der Jungs aus Finnland aufgenommen.

Los geht’s gleich mit einer starken Instrumentalnummer die den Titel Japanese Hospitality trägt. Bei dem am ehesten in die Richtung Progressive Metal gehenden Song dürfen alle Bandmitglieder zeigen, was sie an ihren Instrumenten so drauf haben, wobei hier natürlich der Fokus hauptsächlich auf die Warman Brüder gerichtet ist.

Eye Of The Storm mit Gastsänger Timo Kotipelto (Stratovarius) geht dann schon eher in die Power Metal Ecke und klingt sehr nach Kotipelto’s Soloprojekt, was ja auch niemanden wundern darf, da Janne Warman ja auch dort beteiligt ist.

Weiter geht’s mit dem von Jonna Kosonen eingesungenen, fast schon radiotauglichen, Stück Goodbye. Vor allem finnische Pop/Rock Queen überzeugt hier und macht die Nummer zu einer der stärksten des Albums.

Pasi Rantanen, der früher für Thunderstone und auch Stratovarius gearbeitet hat, war dann an der Reihe und durfte die Vocals für My Fallen Angel beisteuern. Wieder zum Progressive-Teil zurückgekehrt. Sehr starkes Stück, vor allem überzeugt auch hier der Gesang, mehr jedoch das Gitarren-Keyboard-Duell der Warman-Brüder im Mittelteil.

Bei Don’t Bring Her Here geht’s zwar mit schönem Power Metal los, geht aber dann beim Refrain schon fast poppig weiter. Jonna Kosonen klingt hier fast schon nach Kelly Clarkson oder Avril Lavigne. Eine der schwächsten Nummern auf Japanese Hospitality.

Für High Heels On Cobblestone hat man Janne’s Bodom-Kollegen Alexi Laiho ans Mikro geholt. Hier geht’s eher wieder in die progressive Richtung und wer Alexi Laiho kennt muss sich auch nicht wundern, dass es hier einmal etwas aggressiveren Gesang gibt. Teilweise klingt das Stück aber auch instrumental stark nach Children Of Bodom.

Switcharoo geht dann wieder in eine ganz andere Richtung und es wird wieder mehr aufs Gaspedal gedrückt. Bei diesem Song handelt es sich um das zweite Instrumentalstück der Platte und es wäre ja auch ein großes Wunder, wenn hier nicht wieder Janne und Antti Warman die bestimmenden Akteure wären.

Einen Janet Jackson Song zu covern haben wohl auch noch nicht allzu viele Metal-Bands probiert. Aber nachdem man ja die perfekte Stimme in Form von Jonna Kosonen gefunden hat, kann man es ja mal probieren. Nicht allzu schlechtes Cover, trotzdem zählt Black Cat als weiterer Schwachpunkt auf dem Album.

Unconditional Confessions vorgetragen durch Marko Vaara ist am Besten als etwas ruhigerer Power Metal Song zu beschreiben. Wieder ein eher schwächeres Stück.

Am Ende der Platte gibt’s dann noch ein Cover von Journey, nämlich Seperate Ways. Gutes Cover mit gutem Gesang von Pasi Rantanen. Live sicher eine Alternative und vor allem für Fans sehr gut zum Mitsingen geeignet.

Fazit: Warmen liefern ein sehr gutes Album, bei dem vor allem die vielen Solopassagen und der sehr gute Gesang überzeugen. Vor allem Goodbye, das aggressive High Heels On Cobblestone sowie die beiden Instrumentalstücke Japanese Hospitality und Switcharoo sind sehr stark. Vielleicht sollten Warmen auch mal versuchen ein Instrumentalalbum aufzunehmen. Die beiden Versuche auf diesem Album wären auf alle Fälle ein guter Vorgeschmack darauf gewesen. Ein Minuspunkt ist jedoch, dass die Qualität nicht über das ganze Album gehalten werden kann.

Tracklist:

01. Japanese Hospitality 04:23
02. Eye Of The Storm 03:27
03. Goodbye 03:40
04. My Fallen Angel 04:27
05. Don’t Bring Her Here 03:02
06. High Heels On Cobblestone 03:47
07. Switcharoo 04:10
08. Black Cat (Janet Jackson cover) 04:23
09. Unconditional Confession 03:58
10. Separate Ways (Journey cover) 05:26

Besetzung:

Janne Warman (keys)
Antti Warman (guit)
Jyri Helko (bass)
Mirka Rantanen (drums)

Internet:

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