Band: Wasted Shells
Titel: The Collector
Label: Broken Bones Production
VÖ: 2014
Genre: Thrash Metal/Rock
Bewertung: 3/5
Written By: Robert

Rock aus Schweden? Oh je wieder so eine Truppe, welche auf dem Poserpferd daher trabt. Eigentlich! Denn die Schweden von Wasted Shell zelebrieren das Programm deutlich anders. Es mag schon sein dass Rock sicherlich ein großer Bestand in ihrem Sound hat. Doch diesen werten deutlich und mit sachlich härteren Attitüden auf. Diese Mischform ist wirklich gut, reißt aber auch nicht komplett vom Hocker. Es sind sicherlich gute Ansätze vorhanden und auch etliche Angriffsattacken wissen zu begeistern. Leider bildet sich dabei unter der Haut auch einiges, was weniger gut ins Gehör geht. Gewisse Thrash Attacken der moderneren Art erschließen sich einem auch nach dem x-ten Durchlauf nicht und somit schmälert dies aufgrund der ruppigen Einfädelung das Hörvergnügen. Man zeigt eben viele gute Ansätze, diese gehen auch toll in den Gehörgang, doch auch einige Wechsel sind dabei, welche einfach überhaupt nicht dazu passen und sich nicht in den durchaus gut einfädelten Grundsound der Truppe einfügen wollen. Weniger ist oft mehr oder eine genauere Orientierung wäre besser, so bekommt man einfach auf einmal zu viel. Man weiß nicht recht ist dies nun Rock, Alternative oder moderne Thrash Klangkunst und eben die Schweden kommen leider sehr oft in die Verlegenheit alles auf einmal oder zu ruppig nacheinander zu präsentieren. Wasted Shells hätten viele Ideen, als auch Qualitäten, verheddern sich aber dabei, einfach zu viel auf einmal reinzudrücken. Ein weiteres Manko ist der Fronter, denn die rauen Partitionen sind einfach nicht sein Ding. Im klaren Bereich würde er deutlich besser rüber kommen, denn genau in diesem Bereich zeigt er eben deutlich stärkere Variationen, welche er im harschen Bereich einfach nicht hat und zu lasch klingt. Kein Brüllorgan eben und zu diesem braucht man deutlich mehr Kraft, die eben Ola Svensson zum jetzigen Zeitpunkt fehlt. Was bleibt? Nun, wie erwähnt die Schweden hätten viel Potential können dies eben nicht ganz so rüber bringen wie sie oft möchten. Weites ist eben das Gemischt zu überladen, nicht mit Soundpolierereien, sondern mit zu vielen Wechseln und zu häufig gestreuten Einlagen, welche einfach nicht nachvollziehbar sind.

Fazit: Das Album hat seine Kehrseiten. Einerseits hat man gute Soundideen gut zu Protokoll, dem gegenüber stehen aber zu ausufernde Experimente, welche einfach nicht dazu passen. Mischung schön und gut, aber mit dem Motto weniger ist oft mehr oder nur in gewissen Nuancen wären man deutlich besser dran, als mit der jetzigen Spieltechnik.

Tracklist:

01. Machine 03:53
02. Stand Alone 03:25
03. Thrown Down 04:27
04. The Atheist 05:59
05. Used to be Mine 04:39
06. A Barren Country and the Walking Dead 04:33
07. Man O’Mankind 05:31
08. The Fall 05:18
09. Bulwark 06:29

Besetzung:

Ola Svensson (voc)
Marcus Skantz (guit)
Tobias Ohlsson (bass)
Kristoffer Ling (synth)
Jonathan Sennö (drums)
Johan Svensson (guit)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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