Band: Wig Wam
Titel: Non Stop Rock and Roll
Label: Frontiers Records
VÖ: 2010
Genre: Sleaze Rock, Glam Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Für den Jänner hat ja das Plattenlabel Frontiers Records einige Rockhappen für uns parat. Etwas mehr in die Glam Rock Richtung geht es heute mit den Norwegern von Wig Wam. Das KleeblattGlam (voc), Teeny (guit), Flash (bass) und Sporty (drums) präsentiert uns zum Ende des ersten Monats im Jahr ein Album das man mit viel Partylaune untersetzt hat. „Non Stop Rock and Roll“hat man selbiges betitelt und dem Titel entsprechend wird auch durchgehend die Maschinerie am Laufen gehalten.

Sehr rotziger, Funkrocker mit viel Lauen präsentiert sich uns zum Start des Albums „Do Ya Wanna Taste It“. Tanzbarer Track zum Abgehen, den man reichlich mit vielen Mitsingparts angereichert hat. Das Tempo hält man vorerst zurück, doch an und ab soliert sich der Saitenhexer flotter durch, wird aber gleich wieder im Anschluss von seinen Kollegen zurück gepfiffen.

An zweiter Stelle steht nun „Walls Come Down“ am Programm und auch hier wird gleich klar die Party zu der man ordentlich abrocken kann geht weiter. Deutlich mit mehr Tempo versetzt wird hier gezockt, doch auch der klare Faktor geht hier etwas flöten und viel mehr liebäugelt man in Richtung erdige Spielweise und das macht zu solch einer Rhythmik weit mehr Sinn und steigert natürlich auch das Hörvergnügen ungemein.

Stampfender Rotzrocker, mit gut situiertem Tempo kredenzt man uns in Form von „Wild One“. Mit einem guten Wechselspiel geigt man hier auf und ruft dadurch zur Party. Viele Wegweiser in Richtung Partyrock aus Amerika werden hier aufgestellt und laden natürlich ein zu diesen Vibes abzugehen was das Zeug her gibt. Durch die Rhythmusfraktion wird man auch bestens aufgestachelt und die vielen Chöre bietet man viel Mitsinganimation.

Recht herb und erdig, als auch rotzig wird nun „C’mon Everybody“ eröffnet. Dennoch durchbricht man diese Mauer und zeigt sich weites gehend eher im klaren Gewässer. Eine stampfende Rhythmik hat man hier für uns parat, diese wird aber immer wieder mit einem leichten Tritt auf eine flottere Schiene befördert, doch bevor es zu temporeich wird bremst man sich ein und vollführt dieses Wechselspiel öfters.

Ruhig und beschaulich wird es das erste Mal bei „Man In The Moon“. Balladeske Klänge laden hier zu einer gemütlichen Runde und natürlich darf ein gewisses Maß an Schmuseromantik nicht fehlen. Dies serviert man uns reichlich und satt ausgestattet auf einem Silbertablett. Als besonderen Anreiz hat man einige Streicharrangements eingebaut die den ruhigen Song von einer sehr facettenreichen Seite zeigen.

„Still I’m Burning“ heißt hier der Weckruf und reist zwar nicht mit einem Schwung hoch, dennoch kommt hier pünktlich ein sehr moderner Wachmacher auf uns zu. Nach und nach begibt man sich auf eine sehr flotte Reise und steigert deutlicher das Tempo. Bretternde Riffs laden zwar zum Abgehen, doch immer wieder bremst man ab und vollzieht dieses Wechselspiel auf eine neues.

Zackiger und deutlich flotter repräsentiert man eine gute Portion Partyrock im Glam Rock Style mit „All You Wanted“. Mit einem satten Tempo zockt man sich hier durchs Programm und lädt natürlich ein mitzumachen. Dem kann man sich auch kaum entziehen, denn die Burschen haben genau das im Blut was vielen Kapellen fehlt, die dominante Überzeugungskraft.

Das Titelstück „Non Stop Rock And Roll“ geigt nun mit einem fetzigen, funkigen Rockprogramm auf. Diese Grundmauern durchbricht man immer wieder mit Kraftakten die sich sehr knackig anhören. Das unterstreicht natürlich den Titel dick und breit.
Nach dieser flotten Party wird es nun mit „From Here“ wieder ruhiger und man wird mit einem sanften Lächeln ins balladeske Eck befördert. Gemütlicher Schmuserocksong den man hier für uns parat hat. Kein einziger Gemütsausbruch bekommt hier Oberwasser und so kann man den Track in entspannter Lage zu zweit oder allein, je nachdem wie beliebt genießen.

„Rocket Through My Heart“ startet man sehr experimentell, doch knüpft man hier mit einer modernen Version des Glam Rock an. Auch deutlich breitentauglicher zeigen sich die Norweger bei diesem Stück. Sehr vielschichtig was uns hier geboten wird, wenn auch für meinen Teil zu viel geboten wird, denn dass verwirrt etwas.

Poser Rock as it’s best steht nun mit „Chasing Rainbows“ an. Stampfender Rocker, der mich witziger weise von der Rhythmik her sehr an den Queen Track „One Vision“, vor allem beim Refrain erinnert. Quer durch die Palette versprüht man viel Spiellaune und dies reist ordentlich mit.

Abschließend gibt es noch als Bonus den Song „Gotta Get It On“, diesen unterbreitet man uns mit einer sehr erdigen, stampfenden Rock n‘ Roll Spielweise. Die Partylauen und das Abrocken haben auch hier kein Ende gefunden und so ist man dem Titel des Albums treu geblieben und hat ein Rockprogramm geschaffen das nichts offen lässt.

Fazit: Abrocken steht, bis auf ein zwei Ablösungen in ruhiger Form an. Tipp rein in den Player und die Regler komplett aufgedreht.

Tracklist:

01. Do Ya Wanna Taste It 2:57
02. Walls Come Down 3:57
03. Wild One 3:23
04. C’mon Everybody 4:15
05. Man In The Moon 4:00
06. Still I’m Burning 3:34
07. All You Wanted 3:14
08. Non Stop Rock And Roll 3:50
09. From Here 3:16
10. Rocket Through My Heart 3:28
11. Chasing Rainbows 4:57
12. Gotta Get It On (Bonus track) 3:19

Besetzung:

Glam (voc)
Teeny (guit)
Flash (bass)
Sporty (drums)

Internet:

Wig Wam Website

Wig Wam @ MySpace

 

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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