Band: Bran Barr
Titel: Sidh
Label: Trollzorn / SMP Records
VÖ: 2010
Genre: Celtic Folk/Black Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Yoltar (Richard Loudin) (guit & voc), Kraban (Loïc Courtete) (whistles & bombardes) und Nesh Keltorn (Olivier Sans) scheinen wohl nicht ausgelastet zu sein, denn kaum hat man mit Nydvind ein sehr beachtliches Album geschmiedet, da setzten die Gallier gleich zum nächsten Streich an. Diesmal nennt sich das Projekt Bran Barr und verstärkt hat man sich hier noch mit Llyr (guit), Hades (bass), Ahès (violin) und Aed Morban (drums). Der Langstreich nennt sich kurz und knapp „Sidh“ und ist ebenfalls via Trollzorn / SMP Records erhältlich.

Mit viel Folk Feeling wird der Silberling mit „Origin – The birth of Fearg“ eröffnet. Leichte, flokige Dudelmusik schallt hier durch die Boxen und die animiert einen gewaltig um das Lagerfeuer zu tanzen.

„Celebration – Son of Nuadh Amhach“ steht nun an und bereits hier wird klar worin der Unterschied zu Nydvind besteht, nämlich der sehr mittelalterliche Schlag den man als Beisatz zum schroffen Spiel hinzu gegeben hat. Dabei wechselt man hier sehr munter und oft vom bretternden Pfad hinüber zum eher Folk lastigen. Auch bei der bretternden Spielweise wechselt man zwischen Black Metal bis hinüber zu sogar einigen Thrash Metal lastigen Linien. Gut durchgemischt vollzieht man hier eine Bangerparty für alle Freizeitwikinger, die hier ordentlich abgehen können.

Forsch zockt man nun ein eher eisiges Programm beim darauf folgenden „Fury – Exile of the Orphan“. Ein ordentliches Speed Gewitter hagelt hier auf uns hernieder, welches erst einmal von einer klaren Spielweise gekrönt ist. Erst nach gut einer Minute kommen wieder Flöten und heroische Momente Oberwasser, die dann schlussendlich in einen etwas längeren Mittelteil münden. Dieser ist sehr lieblich ausgefallen, doch lange sollte man sich nicht von den eher verträumten Klängen den Bauch pinseln lassen, denn schon kommt wieder ein eisiger Sturm auf und dieser schlägt mit viel Donner auch ein.

„The Call – Gathering the tribes“ ist ein sehr sanftes Zwischenspiel, welches mit viel mittelalterlicher Tanzrhythmik aufwartet. Tolle Mischung sofern man natürlich auf diese steht. Fröhliches Flötenspiel vereint sich gekonnt mit Dudelsack Gepfeife und sanften Horngedröhne im Hintergrund.

Nahtlos knüpft man dann mit „Passage – The curse of the manimal“ an, welches erst einmal im heroischen, ruhigen Klang eine gute, keltisch lastige Stimmung erzeugt. Diese Eröffnung lässt man länger anhalten und dazu kommen vielerlei liebliche Flötenspielereien zum Einsatz die eine recht nette Erweiterung bieten. Erst nach gut zwei Minuten kommt der schwarze Nebel auf und auch die Temperatur ist deutlich kälter geworden. Dennoch die komplette Bretterschiene bekommen wir hier nicht, viel mehr wandelt man auf verhaltenen, ausdrucksstarken Pfaden und dabei wird beherzt musiziert und liefert dadurch ein Feeling das man sich genussvoll geben sollte und zwar mit komplett aufgedrehter Anlage.

Mit viel Gedudel wird nun „Rebirth – Morgan´s gift to Righ Sidh“ einmal mehr ruhiger gestartet. Schönes Medival Feeling das man hier verbreitet. Auch kommt dem Ganzen eine verwegene Klangkunst zu gute, die den Song erst einmal in eine heroischere Ecke drängt. Zwar baut man hier auf diese auf, doch von der Geschwindigkeit werden einige Scheite nachgelegt und man zaubert hier einen guten Bangertrack aus dem Wikingerhelm. Auch kommen viele harsche Vocaleinlagen zum Einsatz doch die hymnischen Chöre überwiegen hier das Geschehen.

Recht fröhlich schallt nun die Eröffnung von „Profediez“. Tanzrhythmik mit Mittelalterflair in Vollendung die einen kaum ruhig dasitzen lässt. Auch durch den Einsatz der Gitarren verlässt man dieses Milieu kaum. Vielmehr ergänzt man sich hier sehr gut mit den Metal lastigen Axtläufen und dem folkigen Spiel.

Sehr ruhig und beschaulich, als auch bedrohlicher wird nun mit „Revelation – In the dominion of Kernunnos“ nachgesetzt. Dunkle Romantik wird hier erst einmal erzeugt und auch die eher lebhaften Flötenklänge ändern an diesem Gefühl kaum etwas. Eine betrübliche Stimmung trifft hier auf eine heroische und diese paart man sehr gut. Sehr epochaler Klang den man dadurch geschaffen hat und dieser wird mit einigen schroffen Rhythmuswechseln als auch Growls komplettiert.

Deutlich bretternder und aufgeweckter zockt man sich bei „Journey – The grand quest for the magical acorn“ durchs Geschehen. Erneut vereint man sehr gekonnt schretternde Gitarrenläufe mit mittelalterlichen Musikeinlagen. Mit viel Aufsehen fordert man hier zur Schlacht auf und diese klingt manchmal, witziger weise sehr True Metal lastig. Hier gibt es eine reichhaltige Tafel, die mit einem bunten Menügelage aufwartet. An und ab springt man auf die Tische und ackert von diesem Zeitpunkt länger wie eine wilde Horde und das rüttelt gewaltig auf.

Sehr ruhig wird es beim letzten Track im Bunde der sich „Ode aux Lointains souverans (Bouns)“ nennt. Klingt wie eine Ode die von Barden bei einem Gelage vorgetragen wird. Das ganz besondere Flair sind einfach die französischen Vocals die dem Ganzen den gewissen Pepp verleihen. Erst ab der Mitte drückt man vermehrt auf die Tube und steigert das Ganze noch mit etlichen Metal lastigen Roots. Doch schlussendlich überwiegt der Medival Einfluss und somit beendet man noch einmal sehr epochal mit einem Metal Minnegesang.

Fazit: Im Gegensatz zu Nydvind wandelt man hier auf den Pfaden von Eluveitie und dennoch wissen diese französischen Vertreter etwas mehr zu überzeugen als die Kollegen aus der Schweiz.

Tracklist:

01. Origin – The birth of Fearg 2:04
02. Celebration – Son of Nuadh Amhach 4:58
03. Fury – Exile of the Orphan 7:36
04. The Call – Gathering the tribes 2:22
05. Passage – The curse of the manimal 8:49
06. Rebirth – Morgan´s gift to Righ Sidh 6:25
07. Profediez 4:43
08. Revelation – In the dominion of Kernunnos 5:36
09. Journey – The grand quest for the magical acorn 12:05
10. Ode aux Lointains souverans (Bouns) 4:06

Besetzung:

Yoltar (Richard Loudin) (guit & voc)
Llyr (guit)
Nesh Keltorn (Olivier Sans) (guit)
Hades (bass)
Kraban (Loïc Courtete) (whistles & bombardes)
Ahès (violin)
Aed Morban (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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