Interview mit BELL 2017

Written by Lex J.Oven. Posted in Interviews

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Published on Oktober 20, 2017 with No Comments

BELL verwechseln schon mal beinahe Gitarren mit Schwänzen und denken, dass ihr Album Ständer bei Rezensenten verursacht. Außerdem haben sie bereits auf ihrem diesjährigen Debut „Tidecaller“ ihren ganz persönlichen Classic Doom Sound gefunden und einen echten Grower von Album geschaffen. Warum? Wegen der Macht des Tidecallers und weil BELL aus Prinzip machen, was immer sie wollen. Zeit für ein Interview mit den jungen Doomhelden…

Lex: Hallo Leute, wie geht´s euch?

BELL: Hallo! Uns geht´s großartig, schließlich haben wir gerade von den Jungs bei Highroller ein Packet voll frisch gedruckter CDs und LPs bekommen.

Lex: Wie ihr vielleicht bemerkt habt, bekam “Tideroller” von mir eine 3/5. Im Nachhinein hörte ich das Album überraschenderweise aber recht oft erneut und fand es jedes Mal besser. Normalerweise passiert mir das bei Alben, die ich „nur interessant“ finde, nicht. So gesehen hab ich mich da geirrt und bin nun ganz froh, dieses Interview zu machen. Wie waren die Reaktionen andernorts bisher?

BELL: Freut uns zu hören, dass du dem Album noch ein paar Durchläufe gegönnt und einen Zugang dazu gefunden hast. Möglicherweise hat es dir ja sogar einen Ständer beschert.
[Anmerkung von Lex: Leute, ernsthaft – WER bekommt vom Musikhören einen Ständer? Ernsthaft, mailt mir – dann hätte ich eine neue Art von Philie entdeckt und mache vielleicht Karriere mit einer Fallstudie] Die meisten Kritiken bisher waren hervorragend, und wir freuen uns dass so vielen unsere Musik gefällt.

Lex: Ihr habt bereits jetzt eine recht einzigartige Herangehensweise an den klassischen Doom Heavy Metal gefunden, den ich mit „Atlantean Kodex in Zeitlupe“ zu beschreiben – wie würdet ihr selbst eure Musik beschreiben?

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Photocredit: Fotofagerstedt

BELL: Von Atlantean Kodex hatten wir bisher nichts gehört, haben aber jetzt mal reingehört und finden es sehr cool! Wir selbst würden unsere Musik als wirklich schwer klingenden Metal mit allen möglichen Einflüssen aller Bandmitglieder beschreiben, die ja alle möglichen Genres anhören.

Lex: Erzählt uns etwas über die Geschichte der Band.Wie habt ihr es nun geschafft, den für BELL einzigartigen Stil zu erschaffen?

BELL: Wir denken weil jedes Bandmitglied Teil des Songwritings ist. Wir wollen nicht in ein bestimmtes Genre gesteckt werden, frei sein und alles tun was uns in den Sinn kommt. Mit anderen Worten, wir machen gerne einfach was wir wollen.
Angefangen hat alles mit Martin und Manne in Martins Appartment, wo sie nach einigen Bieren zuviel etwas Rock´n´Roll machen wollten. Also griff Martin nach seinem Schwanz… äh, seiner Gitarre, und hat angefangen zu spielen – So ist „Secret Mountain“ entstanden. Das was sie da hörten, hat ihnen wirklich gefallen, und in dem Moment waren BELL geboren. Jetzt bestehen wir aus Martin Welcel (guitar), Manne Flood (drums), Jesper Ljung ”Strängen”(Bass), Max Aghall (guitar)

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Photocredit: Fotofagerstedt

Lex: Das Albumcover passt perfekt zur Musik und zum Albumtitel. Wer hat es gemacht?

BELL: Da stimmen wir alle zu. Wir wollten dass der Magier (der „Tidecaller“) mächtig aussieht, was man im Artwork auch wirklich erkennen kann. Der talentierte Schöpfer des Covers heißt Axel Widén.

Lex: Worum geht es bei “Tidecaller” thematisch?

BELL: Wir stehen alle so richtig auf Fantasy-Themen, und die meisten Songs sind Metaphern für tiefere Gedankengänge und niederschmetternde dunkle Dinge. Nehmen wir zum Beispiel „Tidecaller“: Der Text des Songs ist eine Beschreibung des mächtigen Magiers, der das Meer kontrolliert und wirklich perfekt zum epischen Chorus passt.

Lex: Habt ihr bereits Pläne für ein neues Album?

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Photocredit: Fotofagerstedt

BELL: Die haben wir. Wir sind gerade beim letzten Schliff für einige Songs, so dass wir´s kaum abwarten können im Frühjahr 2018 mit den Aufnahmen zu beginnen.

Lex: Sind demnächst vielleicht auch schon Shows in Österreich geplant?

BELL: Wir gehen hoffentlich bald auf Tour und sobald es soweit ist, hoffen wir auch nach Österreich zu kommen!

Lex: Danke für das Interview – die letzten Worte gehören euch!

BELL: Vielen Dank für das Interview! Wir bereiten uns auf ein paar große Neuerungen im nächsten Jahr vor, welches unter der herrschaft des Tidecaller stehen wird. Hier die Botschaft von BELL
“The lord from the deep shall rise his trident and enter the realm where the volcano and the demonic throne awaits !
As the call of the serpent roars, the colossal giant rises, here to kill here to serve, inside the glooming woods the witchqueen lurks!”

About Lex J.Oven

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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