Interview mit Heavatar

Hallo Leute! “Opus II The Annihilation” ist ein fetter Powermetal-Brocken geworden – wie geht´s euch, und welche Reaktionen bekommt ihr bisher so von Fans und Presse?

Danke – uns geht’s gut! Sehr positive Rückmeldungen! Viele sind überrascht, dass ihnen Opus II noch besser gefällt als Opus I, was wir als tolles Lob empfinden, da einige wohl dachten, es geht gar nicht besser, haha. Ich denke man hört uns vor allem an, dass wir als Band zusammengewachsen sind.

Es gibt ja einige Bands mit Metal-meets-Classic-Konzept da draußen, und es reicht von „Lasst doch irgendeinen Schlipsträger mit Geige in unserem Musikvideo aufspielen“ bis hin zu Bands wie Savatage, die da richtig Hirnschmalz investieren. Wo würdet ihr euch einordnen, und gibt es klassisch beeinflusste Bands an denen ihr euch orientiert habt?

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Photocredit: Heavatar

Dann eher bei der Hirnschmalz Fraktion, obwohl wir auch immer probiert haben, nicht zu verkopft ranzugehen. Wir haben uns einfach vorgestellt, wie es wäre, wenn Beethoven mit uns im Proberaum sitzt. Vielleicht nur als Kumpel, der sagt „Guckt mal hier, ich hab mir einen Riff ausgedacht“, und dann kommt Jörg und sagt „Nee, der ist aber scheisse“, haha. Orientiert haben wir uns jetzt nicht unbedingt an einer bestimmten Band, aber klar haben wir unsere Einflüsse, die man auch raushören darf.

Wenn man nur einen Song von eurem neuen Album anhören würde, welchen würdet ihr empfehlen? Und worum geht es in dem Song?

Vor der Frage standen wir ja auch als es um das erste offizielle Video ging, und da haben wir uns für den Opener None Shall Sleep entschieden, der musikalisch ganz gut zeigt, worum es bei uns geht. Inspiration war Nessun Dorma von Puccini, der Text ist tatsächlich auch an das Original angelegt und die musikalische Referenz des Originals hört man an vielen Stellen, vor allem natürlich im Vorrefrain.

Es gibt – auch abgesehen vom „Metal Daze“-Cover einige Manowar-Momente: „Wake Up Now“ erinnert mich an manchen Stellen an „Hail To England“, auch die Eric Adam´schen Katzenschreie sind mir hier und da als Stilmittel aufgefallen: Habt ihr die Kings in letzter Zeit oft gehört?

Katzenschreie? Auf meinen Gesang mag das zutreffen, aber ich verwehre mich dagegen, Eric Adams‘ göttliches Organ auch nur entfernt mit Katzengeschrei in Verbindung zu bringen, haha. Ansonsten. Ja. Ich habe die Kings in letzter Zeit oft gehört. Letzte Zeit bedeutet in meinem Falle in den letzten 24 Jahren, seit ich 14 bin.

Photocredit: Heavatar

Zwischen Opus I und II sind doch einige Jahre ins Land gezogen – gibt es auch für Opus III einen 5-Jahres-Plan?

Wenn Opus III in 5 Jahren veröffentlicht wäre, wäre das zumindest eine runde Sache. Vielleicht geht es auch schneller? Wir werden ja älter, senile Bettflucht usw, man kennt das. Aber klar, es hat etwas gedauert, in der Zwischenzeit hatte ich z.B. ja noch 2 CDs mit Van Canto und alle bei Heavatar sind doch sehr umtriebig und haben schnell genug zu tun um 5 Jahre zu füllen.

Wie schaut es mit euren Tourplänen aus – und mit wem würdet ihr gern mal auf Tour gehen?

Momentan gibt es nichts größeres Konkretes, wir halten die Augen offen. Ich habe das Glück mit 99% meiner Götter schon gemeinsam gespielt zu haben, wenn ich was wählen dürfte, würde ich wohl Metallica nehmen, ich glaub mit denen hat noch nicht mal Jörg getourt.

heavatar-opus-ii-the-annihilation-album-artworkWas ist die peinlichste Platte/CD/Kassette in eurer Sammlung?

Ich bin 38 und singe in meiner Hauptband „Rakkatakka“ um Gitarren zu imitieren. Mir ist gar nichts peinlich. Ich habe eine Peter Kraus Bestof und mehrere Ace of Base Alben. Peinlich genug?

Vielen Dank furs Interview – die letzten Worte gehören euch

Danke für das Interview und das Interesse an Heavatar! Schön weitermachen und zwar immer laut.

Lex Oven

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.