LOVE.MIGHT.KILL sind eine deutsch/italienische Band, die ein Jahr nach dem gelungenem Debüt „Brace For Impact“ einen noch amtlicheren Nachfolger präsentieren kann, der genre-übergreifenden Hard Rock/ Modern Rock bietet, ohne aber auf diverse old-schoolige Metal-Elemente zu verzichten. Ein gelungener Tanz auf 2 und mehreren Hochzeiten, ohne dabei den musikalischen Überblick zu verlieren, bzw. sich unübersichtlich von Refrain zu Refrain, von Song zu Song schleppen zu
müssen.

Wir baten LOVE.MIGHT.KILL zu einer kleinen Plauderstunde…

Glückwunsch zum Album „2 Big 2 Fail“. Es findet nicht nur bei mir (dem Reviewer) großen Anklang sondern inzwischen sind auch eine Menge Menschen in meinem Bekanntenkreis auf Euch aufmerksam geworden. Lass uns mit der Band anfangen, stellt Euch doch mal bitte vor, sagt was zu Eurem Job in der Band, zu Euren vorigen Brötchengebern, Euren vorigen musikalischen Betätigungsfeldern, Eurem „Zusammenkommen“ (dtsch./ital.), wie lange Ihr bereits zusammen musiziert, musikalischen Nebenbetätigungsfeldern,…

Im Prinzip sind wir alles Musiker mit langjähriger Erfahrung, gewonnen durch verschiedene Bands oder Projekte. Musikalisch groß geworden und beeinflusst sind alle durch den Metal der 80iger Jahre, also durch Bands wie Iron Maiden, Dio, Priest usw. Michael war früher Drummer bei Metalium und Firewind. Kürzlich ist er bei Gamma Ray eingestiegen und ist zusätzlich Tourdrummer bei Uli Roth und anderen. Stefan und ich (Christian) kennen uns schon seit 30 Jahren und haben damals bei Crossroads zusammen gespielt. Sascha kommt von Mob Rules aus Sande, einem Dorf nicht weit von Oldenburg, meiner Heimatstadt. Die Verbindung zu Gianba ist durch Michael entstanden, der ihn auf einer Italientour mit Kee Marcello (ex-Europe) kennen gelernt hat. Jogi kenne ich aus der Uni. Wir haben zusammen Musik studiert.

Was ist aus Eurer Sicht der größte Unterschied zwischen den beiden Alben, und wie erklärt ihr den?

Das zweite Album hat musikalische Einflüsse von uns allen, während sämtliche Kompositionen des ersten Albums ausschließlich von Michael und Gianba kamen.

War das 1.Album eine Ansammlung jahrelang gesammelter Werke & Ideen?

Michael hat über 3 Jahre lang Songideen für das erste Album gesammelt. Als die Titel in der Rohfassung im Studio eingespielt waren, hat er uns zunächst für sein Projekt angeworben. Und als wir alle feststellten, dass wir gut und gerne zusammenarbeiten hat sich daraus eine feste Band gebildet.

Fliegen Euch das Songwriting und die Ideen regelrecht zu?

Meistens läuft das ganz gut, aber Kreativität kann man nicht erzwingen. Glücklicherweise haben wir genügend Songwriter in der Band. Da werden uns hoffentlich die Ideen nicht so schnell ausgehen.

Wie läuft das mit dem Songwriting: demokratisch oder eher diktatorisch?

Das kommt ganz auf den Songwriter an. Jeder von uns hat seine Macken und auch, wenn wir uns im kreativen Prozess „weh tun“, vertragen wir uns glücklicherweise schnell wieder. Aber das läuft in jeder Band so.

Wie und wo kommt ihr auf die Texte, was soll mit den Lyrics gesagt werden, aus welchem Bereich stammen die Lyrics; sind sie eher fiktiv oder autobiografisch?

Wir erzählen keine Geschichten. Unsere Texte haben aktuellen Bezug oder sind durch persönliche Erfahrungen inspiriert. Lies dir einmal den Text von `home` durch. Das haben viele schon erlebt!!

Wann kommt ihr zum Songwriting bei der Dichte der Veröffentlichungen?

Jeder von uns arbeitet im Stillen in seinem Studio ständig an neuem Material. Deshalb fiel uns die zügige Veröffentlichung von „too big to fail“ nicht schwer.

Können wir in diesem Jahr wieder mit einem mindestens ebenso gewaltigem Album rechnen?

Nein. Michael konzentriert sich in diesem Jahr voll auf seine Aufgaben bei Gamma Ray: da bleibt für LMK nicht viel Zeit. Der Rest der Band beschäftigt sich derzeit intensiv mit Songwriting. 2014 wird es ein drittes Album geben. Vorab wird in diesem Jahr aber noch eine Maxi – CD mit einer Auswahl von Songs beider Alben veröffentlicht.

Wie läuft das bei Euch, trifft man sich regelmäßig im Proberaum und jammt oder schiebt man sich Ideen und Files via Internet zu und trifft sich später um alles fertig einzuspielen?

Letzteres ist leider der Fall. Alle haben genug um die Ohren und haben ihren Lebensmittelpunkt an verschiedenen Orten, so dass eine andere Arbeitsweise leider nicht möglich ist. Zudem verdienen alle außer Michael ihren Lebensunterhalt nicht durch Musik, sondern haben „ganz normale“ Berufe.

Gutes Stichwort, geht Ihr noch Hauptberufen nach, wie vereint sich das alles mit Familie(n)?

Das ist alles ganz schön stressig. Von der Musik kann man heutzutage nur leben, wenn man wie Michael „mehrere Eisen im Feuer“ hat. Und natürlich haben wir alle Familien, die zu Zeiten von Studioaufnahmen und Konzerten zurück stecken müssen.

Wie stressig ist Euer Leben geworden, habt Ihr das erwartet oder sogar damit gerechnet? Oder seht Ihr das nicht als Stress sondern eher als Ziel, bzw. benötigter Nebeneffekt (Promo, Interviews) Eurer Bemühungen, der sogar Spaß macht?

Wir freuen uns natürlich über den Erfolg. Dieser motiviert weiter zu machen. Stress hin oder her. Und wenn das alles keinen Spaß machte, würde jeder von uns seine Zeit mit anderem verbringen.

Was sind Eure Ziele oder lebt ihr mit der Band in den Tag hinein und wartet ab, was passiert?

Jeder, der Platten veröffentlicht, will damit möglichst viele Menschen ansprechen. Aber wir sind auf einen Erfolg finanziell nicht angewiesen.

Ich denke mal, Ihr habt alle ein Faible für den Hard Rock und Melodic Metal der 80er und huldigt ihn mehr oder weniger bewusst auf diese Art…? Wie schafft Ihr es, den genannten 80er Sound nicht verstaubt oder kopiert klingen zu lassen?

Wie bereits erwähnt, sind wir alles Kinder der 80iger. Aber natürlich klingen wir anders, da sich zum einen die Sounds verändert haben und zum anderen auch Einflüsse modernerer Musik bei uns vertreten sind. Grundsätzlich halten wir uns aber an klassische 80iger Songstrukturen.

Wie und wo habt Ihr das Album produzieren lassen/wer hat es produziert, es klingt so angenehm druckvoll aber nicht steril modern?

Es ist an verschiedenen Orten aufgenommen worden, die Gitarren z.B. bei mir zu Hause im Keller. Gemixt ist alles von Markus Teske, kein unbeschriebenes Blatt, sondern ein echter Profi auf seinem Gebiet.

Wie sehen Eure Pläne für die nächte Zeit aus, sind schon Gigs für ´ne Tour, Festivals und ähnliches gebucht?

Zur Veröffentlichung von „too big to fail“ haben wir ein paar Konzerte gespielt, vorwiegend im norddeutschen Raum. Im Sommer wird noch das ein oder andere Festival anstehen, aber wie bereits erwähnt, hat Michael einen vollen Kalender und auf den werden und müssen wir Rücksicht nehmen.

Einige meiner ewigen Lieblingsfragen die nicht oft gern beantwortet werden: -Eure Meinung zu den Themen: Downloads, illegale Downloads, Filesharing, Internet, Plattenfirmen, Merchandise, Social Networks…?

Das Konsumverhalten der Hörer schädigt nicht nur die Plattenfirmen sondern bedroht die Musiker massiv in ihrer Existenz. Wenn keiner mehr bereit ist, für den Erwerb von Musik zu bezahlen, wird sich mittelfristig kein Musiker meht seine Kunst leisten können.

Wie beschreibt Ihr einen komplett Genrefremden Menschen Eure Musik?

Wir machen Rockmusik mit lauten Gitarren und englischen Texten.

Habt Ihr vielleicht noch etwas unseren Lesern mitzuteilen?

Danke an alle, die uns unterstützen und auf legalem Wege unser Album bezogen haben. Und natürlich auch Danke an diejenigen, die unser Album auf andere Weise gestreut haben, weil sie die Songs und die Band klasse finden.

Vielen Dank nochmal und weiterhin viel Erfolg, bzw. noch viel mehr Erfolg! Freue mich, Euch alsbald mal live erleben zu können…

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