Ausverkaufte Shows in ganz Europa, das aktuelle Album mehrfach in den Charts vertreten und für das nächste Jahr auch schon für diverse Festivals als Headliner bestätigt. Sabaton sind derzeit eine der heißesten Aktien auf dem Metalmarkt – natürlich Grund genug um mich beim Konzert der Schweden in Wörgl mit Keyboarder Daniel Mÿhr zu unterhalten.

Danke Daniel, dass du dir vor der Show noch Zeit für das Interview nimmst, ihr seid ja jetzt schon seit einiger Zeit auf Tour – wie läufts da so bisher?

Ja wir sind jetzt doch schon seit fast 3 Monaten unterwegs und ich muss sagen, die Tour läuft um einiges besser als wir es erwartet hätten. Bei einigen Orten hat es uns echt gewundert, dass da so viele Leute waren, vor allem jetzt wo so viele andere Touren laufen, wir sind also sehr glücklich darüber wie sich die Tour entwickelt hat.

Einige Konzerte waren ja ausverkauft – einige sind es jetzt im Vorfeld schon, habt ihr damit gerechnet, dass die ganze Sache so groß wird?

Nein wir hätten uns das nie gedacht, dass es so erfolgreich wird. Wie gesagt, es sind einfach so viele andere Bands unterwegs, wir spielen auch fast in denselben Hallen, da dachten wir schon, dass wir einige Leute an die verlieren, aber aus irgendeinem Grund sind die Leute doch auch bei unseren Konzerten aufgetaucht.

Nach der Tour im Frühjahr, den Sommerfestivals und der World War Tour jetzt kann man doch sagen, dass ihr in dem Jahr einige Konzerte gegeben habt – fällt dir da eines ein, welches du als das Beste bezeichnen würdest?

Also am meisten überrascht hat mich die Show im Z7 in Pratteln, es war auch ausverkauft mit so ca. 1600 Leuten. Aber auch die Shows in Polen waren sehr gut, wobei ich doch sagen muss, dass es auf dieser Tour keine Show gegeben hat, die wirklich langweilig war. Es ist schwer eine auszuwählen, aber ich würde echt sagen, dass im Z7 doch die beste Show war. Wir waren ja schon öfter dort als Support, da war oft beinahe ausverkauft, und jetzt kommen wir als Headliner und schaffen wirklich den Sold-Out.

Gibt’s ein Konzert, das du als schlechtestes bezeichnen würdest?

Naja, die Konzerte die schlechter waren, waren jetzt nicht unbedingt wegen dem Publikum oder dem Auftritt schlecht, sondern eher wegen den sonstigen Umständen, wie zum Beispiel eine schlechte Umkleidekabine, aber man muss sich nur daran gewöhnen, meistens gibt es ja auch Bier, da schafft man das schon.

Ihr seid ja schon für ein paar Festivals im nächsten Jahr bestätigt, wie zum Beispiel die Metalfest Open Airs oder die Finish Metal Expo. Was erwartet ihr euch von den Auftritten nach dieser erfolgreichen Tour?

Darüber hab ich eigentlich noch gar nicht nachgedacht. Es lief für uns bisher eigentlich sehr gut, auch hier in Österreich oder in Finnland, und da wir jetzt auch gut unterwegs sind glaub ich auch, dass doch viele Leute zu den Festivals kommen werden um uns dann zu sehen.

Dann kommt ja auch noch das 70000 Tons Of Metal Festival dazu für das ihr bestätigt seid, wie denkst du denn über ein Festival auf einem Schiff?

Ich finde die Idee wirklich gut, ich meine wir hatten schon ein paar Auftritte auf Schiffen, unser Schiff startet am 2. Dezember zwischen Schweden und Finnland, das haben wir selber organisiert.

Also gar nix Neues für euch?

Nein, wir haben das schon ein paar Mal gemacht, aber noch nie in der Karibik, immer nur zwischen Schweden und Finnland.

Ihr habt ja mit Coat Of Arms heuer ein neues Album herausgebracht, wie denkst du jetzt über das Album, gut ein halbes Jahr nach dem Release?

Ich hatte da schon eine Angst, dass die Leute es nicht so mögen wie die anderen Alben. Ich bin ja auch der Meinung, dass es etwas länger dauert, bis es richtig zündet, vielleicht auch weil wir dieses Mal so viel Arbeit reingesteckt haben, das wir vielleicht schon etwas genug davon haben. Aber nachdem wir die ersten Resonanzen, auch von den Fans, bekommen haben muss ich sagen, dass ich echt zufrieden bin.

Es waren ja auch wieder ein paar Charteinstiege dabei, hättet ihr damit gerechnet?

Ich hätte nicht gedacht dass wir es schaffen, ich meine wir waren zwar schon in den Charts in Schweden so bei Platz 5 herum, aber jetzt waren wir auf Platz 2 hinter den Rolling Stones oder was ähnliches, ich weiß es nicht mehr genau, aber es war eine der wirklich großen Bands.

Es war ja auch das erste Album bei Nuclear Blast, was sind da die größten Unterschiede zwischen dem alten und dem neuen Label?

Nuclear Blast hat einfach die viel größere Reichweite. Früher war alles eher in der Gegend um Schweden, Deutschland, Holland und Belgien, für den Rest war es einfach schwer unsere CDs zu bekommen. Jetzt mit Nuclear Blast ist es doch alles weiter verbreitet, du bekommst das Ding sogar in Japan, Südamerika oder USA.

Uprising ist das letzte Video von Coat Of Arms, wie seid ihr da auf die Idee gekommen und wie war es überhaupt möglich einen Schauspieler wie Peter Stormare dafür zu verpflichten?

Ich kann gar nicht mehr sagen, wer jetzt mit der eigentlichen Idee kam, ich weiß nur dass wir einen polnischen Regisseur hatten, der schon ein paar Dokumentationen über uns gemacht hat. Dann kamen noch ein paar Sponsoren, die es finanziell möglich machten und dann haben wir es gedreht. Die Geschichte mit Peter Stormare ist so, dass unser schwedischer Booking-Agent ihn kennt, da er auch mit einer Band von ihm zusammenarbeitet. Wir haben ihn eigentlich nur aus Spaß gefragt, aber er hat dann ja gesagt, er mag scheinbar unsere Band.

Von euren alten Alben gibt es jetzt auch Re-Armed Editions, was hat euch dazu bewogen das alte Material neu herauszubringen?

Das war hauptsächlich eine Idee von Nuclear Blast. Natürlich wollten wir das auch, da durch die Trennung von unserem alten Label die Herstellung der CDs eingestellt wurde. Dann kam natürlich auch die Idee ein paar neue Sachen dazuzupacken, vor allem für neue Fans und auch für die Sammler, es soll ja Leute geben die wirklich alles kaufen.

Gibt es schon Pläne für ein neues Album?

Naja es wird schon immer diskutiert, aber wirklichen Plan gibt es noch nicht. Es existiert zwar schon Musik, aber worum es dann gehen wird, welche Geschichten betrachtet werden sind noch nicht fixiert.

Wie kann man sich bei euch das Songwriting so vorstellen? Gibt es da fixe Aufgaben oder macht ihr das gemeinsam?

Das macht fast alles Joakim. Es kommt zwar manchmal vor, wenn er nicht weiterkommt, dass wir auch unsere Ideen einbringen, aber die Musik kommt zu 99.99 Prozent von Joakim.

Und die Texte?

Die kommen von ihm und Par.

Kannst du mir sagen, woher die beiden die Ideen für die Texte nehmen. Wie wählen Sie die Kriege und Schlachten aus über die gesungen wird?

Bei den letzten beiden Alben haben wir über Facebook, Myspace und auch unsere Website Ideen von den Fans gesammelt, welche Schlachten denn interessant wären. Für Coat To Arms haben wir da ca. 10000 Ideen erhalten. Ich kann zwar nicht sagen ob es alles Verschieden war, wir haben da keine Strichliste gemacht, aber es waren um die 10000.

Es gibt dann aber mit Metal Machine oder Metal Ripper Songs bei denen es nicht um Krieg geht, warum das?

Ganz einfach, man soll uns jetzt nicht ganz als „War-Nerds“ darstellen. Wir sind normale Leute die auch Spaß haben wollen, soll heißen es soll nicht nur um Krieg sondern auch um Spaß gehen.

Ihr hattet ja auch mal eine DVD geplant, gibt’s da schon was Neues?

Ja wir planen jetzt schon seit 3 Jahren, aber jedes Mal wenn wir eine Show aufnehmen geht irgendwas schief, aber wir arbeiten dran.

Dann danke ich dir für das Interview und die letzten Worte gehören natürlich dir.

Oje, bei der Frage steh ich immer an, mir fällt da eigentlich nie was ein.

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