Neues aus dem Viking Black Metal Land. Thrudvangar kommen mit Durch Blut Und Eis daher gesegelt. Da will es meine Person genauer wissen, was sich hinter diesem Hoffnungsvollen Namen verbirgt.

Hallo Leute vielen Dank das ihr euch für uns Zeit genommen habt und euch von uns mit einigen Fragen löchern lasst.

Wir sind Thrudvangar, das sind Matze (Voc) ,Kanne (git) ,Christian (git), Torsten (drums), Andreas (keys) und Gunter (bass).

Euer nunmehr Vierter Release nennt sich „Durch Blut und Eis“ könnt ihr uns ein wenig über Inhalt und Konzept des Albums einen Einblick geben.

Die Scheibe handelt über den Seefahrer, Entdecker und Überlebenskünstler Erik Thorvaldsson, bekannter als Erik der Rote. Wir haben die Geschichte über Ihn aufgegriffen, da jemand aus der Band gerade ein Buch darüber lass und wir den Gedanken schon länger hegten ein Konzeptalbum zu machen. So handelt die Scheibe über die uns wichtigsten Abschnitte über den Roten. Der Titel kam quasi zu Stande, das er durch einige blutige Auseinandersetzungen verband wurde und dadurch nach Grönland kam.

Wo fand die Produktionsphase statt.

Die Produktion fand bei mir im „BlackinSound“ Studio statt. Wir wollten die Scheibe selber, ohne Druck und Stress von außen aufnehmen und fertig machen. Ferner wollten wir uns auch von anderen nicht abhängig machen, um uns auch die Zeit selber einzuteilen. Das ist für uns wichtig, das wenn es mal nicht so läuft, einfach sagen zu können „komm wir machen morgen weiter“. Dass Mastering wurde dann letztendlich noch im „Soundartrecording“ Studio durchgezogen.

Welcher Unterschied besteht zwischen eurem neuen Langeisen und Zwischen Asgard und Midgard

Im Wesentlichen haben wir diesmal mehr Lieder drauf gepackt. Im Liedaufbau selber haben wir ein paar neue Sachen mit eingebracht, die wir stilweise und musikalisch auf dem Vorgänger nicht hatten. Also ein logischer Werdegang. Auch haben wir diesmal die Gitarren ein Schritt weit mehr vorgeholt und das Keyboard ein wenig nach hinten geschickt. Doch es war uns auch sehr wichtig das Keyboard in den Thrudvangar-typischen Szenen da zu lassen, wie man es von vorherigen Alben kennt. Denn für uns gehört es dazu, so hat man uns kennen gelernt.

Erklärt uns doch ein wenig den Ablauf einer Entstehung von Songs bzw. einem Album in eurer Band.

Bei uns setzt sich niemand zu Hause hin und erfindet oder schreibt irgendwelche Melodien. Alle Songs die entstehen kommen beim proben oder jammen raus. Will heißen dass jedes Lied bei reinem Spaß des Spielens entsteht und aus dem Bauch kommt. Wir hatten es anders auch mal probiert, aber festgestellt dass es nicht unser Ding ist, wenn einer mit was ankommt unter dem Motto „friss oder stirb“. Herz und Spaß muss dabei sein, von allen. Bei den Aufnahmen selber fangen wir manchmal an, noch an Feinheiten zu basteln, doch die Songs müssen bei Aufnahmen selber schon komplett fertig sein, da keiner von uns irgendwelche Überraschungen mag.

Welche Songs von „Durch Blut und Eis“ findet ihr besonders gelungen und warum?

Im Prinzip gefallen alle. Das schwierige ist nur das einige für Liveshows wieder aussortiert werden müssen, weil wir auch die alten Lieder spielen wollen/müssen. Bei der Wahl geht die Meinung bei sechs Leuten schon mal auseinander. Doch gibt es dann auch Übereinstimmungen wie Thornesthing, Überfahrt und noch einige andere. Aber das jetzt einige besonders gelungen sind, können wir so nicht sagen, da jedes Lied für uns einen eigenen Charakter hat und so auch behandelt wird.

Wie seht ihr selbst die Weiterentwicklung der Pagan/Viking Szene, die ja leider oftmals als Hype abgetan wird.

Ein Hype ist ja etwas was nicht beständig ist. Die ersten Miesmacher sprachen nun auch schon vor mehr als vier Jahren von einem untergehenden Subgenre, doch wenn ich die entstandenen Festivals und Touren der letzten zwei Jahre sehe, die in Deutschland und weit außerhalb davon entstanden sind, würde ich das Wort Hype streichen. Dieselben Sprüche und Aussagen kamen auch schon zu anderen Zeiten in der Black, Death oder Melodic-Metal entstanden und die Kritiker immer wieder auf die Matte brachten. Ich denke das es in erster Linie immer das Verschließen vor etwas Neuem ist und sich damit nicht abfinden zu können das es dann welche gibt den es auf Anhieb gefällt die vorher noch das andere Hörten. Auf den zweiten Blick kann es auch sein das dies Leute sind die einfach nur nicht auf einen Zug aufspringen wollen um einzigartig zu sein.

Wie sieht es mit Konkurrenzkampf in der Pagan/Viking Szene aus, ziehen alle an einem Strang unter dem Motto Blood Brothers oder gibt es hier Missstimmung zwischen anderen Bands.

Es ist wie es ist, und ich denke damit breche ich keine Lanze wenn ich sage, es gibt Leute mit den man auf Anhieb kann und manche, wo der Funke nicht überspringen will. Für uns selber wird es aber kein Anlass sein deswegen einen musikalischen Konflikt aufleben zu lassen.Wir lernen zum Beispiel über die Jahre dann Leute/Musiker kennen die wir dann auch mal im Urlaub treffen etc. Also würde ich von einem direkten Konflikt nicht sprechen.

Wie würdet ihr jemanden eure Musik beschreiben der euch nicht kennt.

„Wir spielen Metal mit mehreren Einflüssen und mit Hang zur nordischen Thematik“

Werdet ihr auch außerhalb Deutschland auf Tour gehen? Wenn ja, wann können wir mit euch rechnen?

Unser Ziel ist es auf jeden Fall. Wir sind gerade am Verhandeln mit einigen möglichen Partnern mit denen wir das umsetzen werden. Wir setzen uns aber für einen Zeitplan dafür erst mal nicht unter Druck.

Wer waren bzw. sind eure musikalischen Vorbilder und warum

Die Palette ist groß. Die hier aufzuzählen wäre zu lang. Die Palette streckt sich aber auch durch mehrere Genren.

Ihr seid ja bei Einheit Produktionen unter Vertrag, wie kamt ihr zu diesem Label

Wir hatten diese 2005 einfach mal angeschrieben ob sie ein Interesse hätten mit uns zusammen zu arbeiten, und da sie uns schon mal gesehen hatten wussten die auch gleich auf was sie sich einlassen. Die machen auch wirklich einen guten Job, über den wir uns nicht beschweren können.

Das Genre des Folk/Pagan/Viking Metal in all seinen Schattierungen erfreut sich bereits seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit. Leider auch werden viele Bands immer wieder und recht gerne ins rechte Eck gedrängt wie es z.B. bei Varg derzeit der Fall ist. Wie seht ihr selbst die Unterwanderung des braunen Pöbels bzw. dem immer sehr schnellen und klagefreudigen Herrschaften von der ANTIFA

Idioten gibt es überall. Und Idioten die gleich irgendeinen Mist verbreiten müssen, haben wir selber auch schon erlebt. Deswegen sind wir von uns aus zur Polizei gegangen, haben Texte und alles andere von uns abgegeben und uns durchleuchten lassen, haben einen Schriftstück erhalten auf den wir als unbedenklich und nicht „rechtsdenkend“ eingestuft wurden. Wir können nicht kontrollieren wer unsere Musik hört, aber wir können bei Auftritten Einfluss darauf nehmen wie wir damit umgehen. So brechen wir zum Beispiel Konzerte ab sobald wir mitbekommen das irgendwelche Arme in die Lüfte gehen die kein Evilzeichen machen.

Auf wen seid ihr besonders Stolz weil ihr mit ihm die Bühnenbretter teilen durftet bzw. für welche Band würdet ihr alles geben um für sie einen Konzertabend zu eröffnen.

Nein, da gibt es keine bestimmte. Aber es gibt Bands mit denen wir immer wieder gerne auf die Bühne gehen. Mit unseren Freunden von XIV Dark Centuries oder Nomans Land zum Beispiel ist es immer wieder ein herzliches Aufeinandertreffen das ich jedem Riesengig mit einer Überband vorziehen würde.

Weißt du auch schon was über die Planung für das nächste Jahr, gibt es Festivaltermine?

Es gibt Planungen, aber da möchte ich erst mal noch nichts weiter zu sagen solange es noch nicht spruchreif ist. Fakt ist das wir uns aber erst mal auf die Auftritte für dieses Jahr vorbereiten. Da stehen noch einige an. Der fleißige Besucher unserer Homepage oder auf Einheit Produktionen wird sie kennen.

Da wir ja eine österreichisches Fanzine sind kennt ihr euch mit hiesigen Pagan/Viking Bands aus gibt es da Kontakte?

Man kennt einige namentlich. Aber Kontakt gibt es nicht. Vielleicht ändert es sich ja wenn wir wieder in Österreich spielen.

Als Supportband ist es nicht immer leicht, habt ihr da schon selbst negative Erfahrungen gemacht, oder seid ihr immer fair behandelt worden.

Ich kann mich an keine Situation aus dem Stehgreif erinnern an den man uns mal herablassend behandelt hätte. Sicher gibt es einige große Bands die sich auch Backstage verschanzen und keinen an sich ranlassen. Aber das ist ok, immerhin sind diese der große Act zum Schluss auf den alle warten und so sollen sie sich auch vorbereiten. Da möchte ich vorher auch keine Bücherbesprechung machen. Wichtig ist doch letztendlich das ich spielen konnte und meine Musik den Leuten näher bringen kann.

Gibt es ein paar spezielle peinlichen Moment bzw. eine lustige Anekdote aus dem Thrudvangar Lager den ihr uns erzählen könnt/wollt.

Peinlich nicht, es gibt ärgerliche, sehr lustige und emotionale. Ärgerlich zum Beispiel wenn du spielst und hast vorne einen Techniker der meint beim Spielen selber erst mal am Sound rumbasteln zu müssen und zwar so dass der Sänger vorne mal für fast eine Minute nicht zu hören und er sich den Ballon aus den Hals schreit und zu guter Letzt einen perfekten Monitormix zum Schluss so hinbekommt das keiner mehr was hört. Lustig dagegen unsere legendären Fußballspiele die wir immer auf Tour machen. Sei es nachts zwei Uhr auf einer Tankstelle zwischen den Zapfsäulen, oder auf Festivalgeländen wo auf einmal zig Leute dabei sind. Wie gesagt ist jedes Mal ein Aufeinandertreffen mit befreundeten Bands ein Treffen wo kein Auge trocken bleibt.

Vielen Dank für das Interview die letzten Worte gehören euch.

Ich/Wir danken Euch für das Interview und Review. Hoffen wir sehen uns mal in Österreich (mit oder ohne Ball), habt Spaß mit der neuen Scheibe www.thrudvangar.com
Christian & Thrudvangar

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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