Bands: Aborted, Origin, Exhumed, Miasmal Date: 04.12.2014 Venue: Viper Room, Wien

Am 04. Dezember 2014 machte im Viper Room in Wien eine der brachialsten Death-Metal Parties des Jahres Halt. Im Gepäck waren diesmal Miasmal, Exhumed, Origin und Aborted.

Die Uhr konnte man stellen, als pünktlichst Miasmal die Bühne enterten und den Startschuss für einen furiosen Abend gaben. Als erste Band hat man es immer etwas schwer, da das Publikum sich meist noch nicht in Scharren vor der Bühne tummelt und die Stimmung meist nur lauwarm ist. Miasmal legten aber gleich richtig los. Death Metal vom Feinsten präsentierten uns die Jungs aus Schweden. Ziemlich laut und mit geilen Riffs, wussten Miasmal das Eis sofort zu brechen und das Publikum schon frühzeitig auf halbwegse Touren zu bekommen. Die Jungs zogen mit ihrem treibenden Schlagzeug und nem furiosen Bass eigentlich recht viele Leute vor die Bühne. Faszinierend dabei waren nicht zuletzt die irren Soli des Sängers. Miasmal kann man sich auf jeden Fall mal länger anhören. Coole Truppe, tolle Musik.

Setlist:

01. Cursed Redeemer
02. Until the Last
03. Anima Sola
04. Whisky Train
05. Queen
06. We Will Live Forever
07. 2013

Als zweite Band des Abends betraten dann Exhumed die Bühne. Hier waren schon merklich mehr Leute im Tanzbereich angesiedelt und sie wurden stetig mehr. Den Auftritt begannen die US-Amerikaner mit einem sehr coolen Intro, ehe es sogleich richtig fett losging. Von Anbeginn des ersten Songs, hatten Exhumed das Publikum auf der Anheizflamme laufen. Mit Zwischenrufen und Aufforderungen zum Mitmachen, brachen letztlich die ohnehin schon sehr wenigen Hemmungen und es wurde abgefeiert. Die Songs Exhumed’s – angesiedelt im Death Metal, die aber auch Grindcorezüge und Trash Metal Einflüsse haben, überzeugten mit einem sehr genialen Schlagwerk und krassen Gitarrensoli. Leider klingt dann aber irgendwie auch alles ziemlich gleich bei Exhumed. Man versuchte dem Publikum ein absolutes Highlight in punkto Showeinlage zu liefern, indem man einen Statisten ein Kettensägenmassaker nachstellen lies. Der Kettensägenmörder wirbelte seine angestartete Kettensäge mehrmals auf der Bühne umher, bis er schliesslich durch die feiernde Meute hindurch das Weite Richtung Ausgang suchte. Dem nicht genug, kam er dann wenig später wieder durchs Publikum gerannt und finalisierte seinen Auftritt mit ein paar psychopatischen Bewegungen. Nun ja, wenn man’s braucht. Die Band legte einen guten Auftritt hin. Exhumed hat schon ganz ordentliche Songs im Repertoire, jedoch, wie gesagt, wird es auch bald fast schon langweilig.

Setlist:

01. Intro
02. Necromaniac
03. Coins Upon the Eyes
04. Decrepit Crescendo
05. Sickened
06. Necrocracy
07. Limb from Limb
08. All Guts, No Glory
09. As Hammer to Anvil

Zum direkten Anheizen für den Hauptact, hat man niemand geringeren als die US-amerikanischen Death Metaler von Origin verpflichtet. Origin legte sogar noch einen Ticken früher los, als geplant. Und wie sie loslegten. Die zahlreichen Fans vor der Bühne trauten ihren Ohren kaum, als die Jungs regelrecht über alles drüberfegten. Abartige Bassspuren und brachialste Vocals ließen die Metalhorns in die Höhe schnellen. Mit irren Gitarrenriffs und mit ebensolchen Drums, animierten Origin das Wiener Publikum sofort zum Headbangen. Es wurde mit den Fans geredet und das Publikum total eingebunden. Track für Track wurde immer heisser und die Stimmung näherte sich einem ersten Höhepunkt an diesem Abend. Hinter der Ersten Reihe vor der Bühne formte sich allmählich ein garnicht mal zu verachtender Moshpit, die Meute ging voll mit. Origin-Sänger Jason Keyser lud die Leute zum Stagediven ein, was natürlich prompt mit Begeisterung angenommen wurde. Mitte der Show konnten die Jungs aus Amerika sogar eine Wall-Of-Death bewerkstelligen, was im Viper Room ziemlich geil rüberkommt. Der Vocalist gab alles und so mussten sogar die Lichttechniker einige Scheinwerfer für den Rest des Gigs abschalten, damit er auf der Bühne nicht kollabiert vor lauter Hitze. Origin steht live auf alle Fälle für Death-Metal bis ins kleinste Detail und war als unmittelbarer Anheizer für den Hauptact zu 100% die richtige Wahl. Sie brachten das feiernde Volk vor den Boxen richtig in Stimmung und voll auf Touren.

Setlist:

01. Reciprocal
02. Expulsion of Fury
03. All Things Dead
04. THRALL:FULCRUM:APEX
05. The Aftermath
06. Redistribution of Filth
07. Evolution of Extinction
08. Portal
09. Unattainable Zero

Mit Vollgas kam dann auch der Hauptact auf die Bühne. Aborted meldete sich mit einem Hammereinstand für diesen Abend beim Wiener Publikum an. Gleich ab den Ersten Tönen, war das Publikum auf 100% und sofort bereit, alles zu geben. Moshpits und Heandbangen bis zum abwinken standen auf dem Einkaufszettel. Zu Aborted an sich braucht man keine großartigen Worte finden. Sie gaben sich in Wien geil wie immer. Fette Basslines jagten gemeinsam mit abartig geilen Drums die schorffen, harten Riffs und Soli. Vocaltechnisch packte Sven wieder alles aus, was Aborted unbeschreiblich geil macht. Inbrünstige Growls und gekonnte Pig-Squeals trieben die Stimmung auf die Spitze. Die feiernde Meute war fast nicht mehr einzukriegen und feierte jeden Song frenetisch. Sehr Publikums-nahe gaben sich die Jungs aus Belgien an diesem Abend. Sven ließ es sich nicht nehmen, seine Fans mitgrowlen zu lassen. Aber immer und immer wieder begeistere auch dieses mächtige und perfekt durch die Boxen schallende bösartige Drumwerk. Gegen Ende dieser grandiosen Show gab es noch einige Screaming Parts für die Fans. Zugaberufe wurden anstandslos erfüllt und zum Abschluß gab es noch ein fettes abklatschen mit der Ersten Reihe. Aborted zeigte sich sehr spielfreudig und sehr publikumsnahe. Musikalisch war dies natürlich der Leckerbissen des Abends. Wer das verpasst hat, ist selber Schuld, sollte sich aber beim nächsten Mal die Chance auf Aborted live, nicht entgehen lassen. Die Jungs habens wirklich sehr fett drauf.

Setlist:

01. Dead Wreckoning
02. Meticulous Invagination
03. Parasitic Flesh Resection
04. Necrotic Manifesto
05. Hecatomb
06. Coffin Upon Coffin
07. (with Matt Harvey)
08. Fecal Forgery
09. Expurgation Euphoria
10. The Holocaust Incarnate
11. Six Feet of Foreplay
12. The Extirpation Agenda
13. The Origin of Disease
14. Sanguine Verses (…Of Extirpation)
15. Cenobites
16. The Saw and the Carnage Done

Zugabe:

17. Nailed Through Her Cunt

Alles in Allem war der 04.12.2014 im Viper Room in Wien ein absolut gelungener und perfekter Death Metal-Abend. Die Bands gaben alles, um das Publikum zufrieden zu stellen. Ton- und Lichttechnisch war es wiedermal eine Meisterleistung vom Viper Room-Team, alles hat top hingehaun und war sehr stimmig. Der Viper Room ansich ist schon eine ziemlich tolle Konzertlocation. Man kann sich nicht oft genug beim Viper Room und vor allem bei Catapult-Promotion bedanken, dass sie so ein Mega-Line Up nach Wien geholt haben. Im Großen und Ganzen war die Location auch ganz ordentlich gefüllt. Man kann nur auf ein baldiges Wiedersehen mit solch großartigen Künstlern in dieser Location hoffen.

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