Bands: MUSTASCH, EXILIA Date: 09.05.16 Venue: Faust, Hannover


Meine Wenigkeit wird wohl am Montag, den 9.Mai 2016 schon ziemlich zerknittert ausgesehen haben, habe ich die Tage zuvor doch schon einige wirklich geile Konzerte sehen, erleben dürfen. Aber das letzte Highlight der Konzert-Triole war MUSTASCH – das musste einfach sein!

Also die letzten Reserven mobilisiert und auf ins Hannover´sche Faust, wo die Schweden vor knapp einem Jahr bereits mit TRANSPORT LEAGUE ordentlich Alarm gemacht haben. Auf EXILIA war ich irgendwie gespannt; In den End-90ern / Anfangs der 2000er wurde die Band gern als Vorzeige-Hopefuls in Punkto Nu Metal durch die Presse geschleift, aber irgendwann wurde es wieder verdammt ruhig um die Italiener.

ExiliaRecht pünktlich um 20h starteten EXILIA dann ihr Programm und was dann geschah, habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr erlebt:
Die Hütte war leider nur zu ¾ gefüllt (was u.a. daran liegen kann, dass viele der Besucher auch die Tage zuvor bei den Gigs zu sehen waren, die ich besucht habe) und somit gab es nicht wirklich Gedränge oder Atemnot 😉
Kurzum: EXILIA starteten und ich ging nach 1 ½ Songs wieder raus! Kurz nach mir, folgte dann beinahe der Rest der Besucher, also es waren max. 10-15 Leute, die sich EXILIA im wahrsten Sinne des Wortes in der Location „antaten“! Was war geschehen?
Ganz einfach: Eine Megakacke (und das ist wahrhaftig wirklich die so ziemlich harmloseste Bezeichnung die mir dazu einfällt!) war das, was die Freunde vom Stiefel darboten. Es fing bei der nicht vorhandenen Bühnenpräsenz an und endete mit schlechten Songmaterial. Dazwischen gab es verspätete Einsätze der Samples und eine Frontfrau die es bevorzugte, dem Publikum viel zu oft den Rücken zuzudrehen (Vorderansicht war nicht wirklich besser, aber das ist ja letztendlich wieder eine Geschmacksfrage!).

Stimme lag dazu auch genug daneben und die Besucher draußen diskutierten, warum MUSTASCH diese Dilettanten zum Anheizen „mitschleppten“! Das hat auch musikalisch ungefähr so gut gepasst, wie die BEE GEES im Vorprogramm von SLAYER oder SCOOTER vor KINGDOM COME, NICKELBACK vor CARCASS oder, oder, oder,…
Der totale Griff ins Klo!
Und zum Glück sah nicht nur ich das so…
Der Bassist und der Drummer haben wenigsten noch ein bißchen versucht zu agieren aber die (nennen wir es mal) Sängerin und der Slash für ganz Arme konnten überhaupt nix reißen.
Ehrlich, ich stehe überhaupt nicht auf Verrisse sondern versuche immer es entweder zu ignorieren oder davor mit der Band zu sprechen, damit ich ggf. verstehen kann, ob und was schiefgelaufen ist.
Aber hier war von der ersten bis zur letzten Minute eindeutig Hopfen und Malz verloren, bzw. bitter nötig…
EXILIA? Nö Danke, brauche ich nicht wieder…wirklich nie wieder!

MustaschKnapp ´ne halbe Stunde später war es dann soweit und die wahren Helden des Abends betraten die minimalistische Bühne. Die (leider leider) nicht ausverkaufte Location hat ordentlich Wiedersehens-Begrüßung gefeiert als die Schweden mit „It´s Never Too Late“ und „Down In Black“ das heavyrockende Event begannen. Auch die neuen Songs wie „Be Like A Man“, & „Testosterone“ waren den Hannoveranern gut bekannt und so wurde das eine feine schwedisch-deutsche Party, bei der sich die Band auch nicht lumpen ließ, diverse Klassiker wie „Thank You For The Demon“, „Borderline“, „Double Nature“, Speed Metal“ oder „Heresy“ zum Besten zu geben. Die Zeit verrockte wie im Flug (ganz im Gegenteil zum Gig von EXILIA) und plötzlich war schon wieder Schluss!
Verdammt!

Hätten sie ohne Vorband länger gespielt?
Lag es nur an der Klo-Griff-Vorband, dass mir heute der Gig so kurz vorkam?
Trotz aller Überlegungen waren es doch wirklich knappe 90 Minuten die MUSTASCH uns unterhielten. Mit Mit-Singspielchen, zuprosten, anstoßen und Quatschlabereien konnten MUSTASCH erneut punkten und ich bin 100%ig sicher, dass die Zuschauer heute wieder hingehen würden, wenn MUSTASCH spielen würden. Und jeder hätte bestimmt noch ´nen Kumpel mitgebracht…Wer weiß, wie lange wir in Hannover jetzt wieder warten müssen…

Persönlich hätte ich noch den einen und anderen Klassiker („The Mauler“, „Black City“, „I Hate To Dance“) erwartet. Auch den Single-Hit „Yara´s Song“ & „The Rider“ vom aktuellen Dreher „Testosterone“ hatte ich mir eigentlich erhofft, endlich Live zu sehen / zu hören!

Aber das sollte wohl nicht sein…
Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann (mit Hilfe eines Sponsors, hahaha) einem Heimspiel der 4 fanfreundlichen und wirklich sympathischen Herren beizuwohnen.
Aber Enttäuschung ist anders (siehe EXILIA) und so kann ich meinen Konzertmarathon recht (flüssig) glücklich beenden und sagen: Leute, auch MUSTASCH MÜSST ihr unbedingt mal Live erlebt haben!
SO sieht eine schwedische Heavyrock-Show aus!

Setlist:

01. It’s Never Too Late
02. Down in Black
03. Mine
04. Be Like a Man
05. Thank You for the Demon
06. Testosterone
07. Borderline
08. Feared and Hated
09. Double Nature
10. Bring Me Everyone
11. Speed Metal
12. Down to Earth
13. Deep in the Woods
14. Heresy Blasphemy
15. I Hunt Alone

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