Bands: Mad Soul Empire, Ebony Archways, Rest in Fear, Detraced, Cannonball Ride, Kissin´ Dynamite, Beyond the Black, Ill Nino, Doro, Accept, Korn, Judas Priest Date: 30.07.2015 Venue: Schwarzlsee, Graz

Dies ist kein Bericht im klassischen Sinn, sondern, der eines enttäuschten Fans, daher entschuldige ich mich gleich mal für etwaige Satzfehler udgl.
Das See Rock Festival am Schwarzlsee in Österreich ist bekannt. Nicht nur unter den Fans, sondern auch unter Musikern. Alle Welt will dort auftreten und die Leute sind bereit nicht gerade wenig Geld zu bezahlen, um diese, bis jetzt immer großartigen Acts bzw. auch eine immer großartige Veranstaltung erleben zu dürfen. So auch ich. Ich musste, wie in jedem Jahr, seit Beginn des Festivals ein VIP-Ticket kaufen. Somit hatte ich die Möglichkeit auf ein gepflegtes VIP Menu, auf den Wavebreaker und die Hoffnung ganz vorne Drumsticks, Plektrums usw. abzustauben – und das alles völlig stressfrei. Das ist mir mein Geld schon wert. Ich fahre ja auf kein anderes Festival mehr. Soviel mal dazu. NUR: Eine derartige Enttäuschung wie in diesem Jahr hatte ich ja noch nie erlebt. So viel Unfähigkeit vom Veranstalter, weitergereicht an den Stagemanager, Soundmann sowie diverse Helferlein hab ich ja in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen und erlebt. Ja warum das jetzt?

Der ganze Wahnsinn begann schon beim Einlass.  Laut Timetable sollte die erste Band des Tages, Mad Soul Empire um 13.15 anfangen zu spielen. Der Einlass war aber um dieselbe Zeit. Somit hatten die Besucher kaum Zeit, sich auf dem stark verkleinerten Gelände zurechtzufinden, denn nur wenige Minuten nach Öffnung der Tore ging die Metal Mucke der Jungs rund um Frontfrau Tamara  aus Graz auch schon los. Doch kaum auf der Bühne, auch schon wieder weg. Das Publikum gab den Anstandsapplaus, denn mehr war auch noch nicht drin, und die nächste Band aus Graz enterte die Bühne. Also doch! Kein Tippfehler oder so. 10 Minuten für die ersten paar Bands. Da kriegst du ja von der Band nichts mit. Das ist ja ein Witz! Ebony Archways hielten sich eh nicht ganz an die 10 Minuten, gaben Vollgas und konnten mich als neuen Fan gewinnen. Deren Album Moonburnt ist ganz hervorragend und die Bühnenperformance tritt Arsch. Der Stagemanager sah die Überschreitung der Stagetime eher als lästiges Übel und schon wurde der Band der Strom abgeschaltet bzw. die Band wurde daran gehindert, ihren Song fertig zu spielen. Von Buhrufen begleitet (die den Stagemanager betrafen) verließ die Band die Bühne und schon waren Rest in Fear dran. Deren Performance war mächtig, richtig geil! Die Band brachte die Leute zum kochen und die Stimmung, zumindest im Wavebreaker, war grandios. Aber dank Stagemanager fand auch deren Performance ein jähes Ende. Danke nochmal an dieser Stelle! Detraced waren die Nächsten. Die Stimmung fiel in den Keller. Was auch kein Wunder war, denn die Performance war gen Null. Gefolgt von den, meiner Meinung nach unterbewerteten Cannonball Ride aus Oberösterreich! Die gaben Gas und die Zuschauer waren in deren Bann gezogen – bereits nach den ersten Tönen. GEIL! Ich liebe diese Band und ich liebe deren Performances. Aber eben diese verdammten 10 Minuten! Ich wäre gar nicht erst angereist! Ich hätte drauf geschissen! So wie Visions of Atlantis. VoA haben das einzig richtige getan und abgesagt. Bei einer Bühnenzeit von 10 Minuten, hätte ich auch drauf geschissen. Bei einem Format wie VoA!

Also, Verschnaufpause war nicht drinnen, weder bei den Bands, noch bei den Zuschauern. 10 Minuten Spielzeit und wenn es hochkommt, eine Minute Umbauzeit! Nix mit Entspannen und mal ein Bierchen bzw. in meinem Fall ein Mineral schlürfen. Das ging erst zwischen Cannonball Ride und Kissin´Dynamite. Ein wahrlich schlechte Planung. Dazu kommt noch, dass der Sound der Bands einfach zum Kotzen war! Lieber Veranstalter, versuchen Sie bitte das nächste Mal, einen fähigen Mann einzustellen… Wenn es sich um verschiedene Soundengineerer gehandelt hat, dann muss es ein anderes Problem gegeben haben, aber dass sich dieser miese Sound durch sämtliche Bands durchgezogen hat, das ist schon ein Witz!

Dieses Soundproblem war ganz stark bei den Glam Rockern Kissin´ Dynamite zu spüren, der ersten Band, die länger als 10 Minuten spielen durften.  Gitarrero Jim Müller hat ja fast mit dem Soundmann gestritten. Warum? Ich vermute mal wegen seines Monitorsounds, der einfach kaum vorhanden war… . Furchtbar. Immer wieder stürmte er stark verärgert Richtung Seitenaufgang. Die Band machte halt Gute Laune zum Bösen Spiel. So kam es mir halt vor. Alles in Allem war es aber trotzdem eine super Performance und ich kann jedem, egal ob Weiblich oder Männlich, die Band wirklich nur ans Herz legen.

Beyond the Black machten das, was kein Festivalveranstalter will, schon gar nicht die Zuschauer. Sie holten die gute Stimmung wieder auf den Boden, ja zogen die Stimmung in den Keller. Unpassend! Ill Nino, Nu Metal aus Amerika mit vielen Fucks und Yeah´s gaben extrem Gas und machten das wieder wett, was Beyond the Black versaut hatten. Das Publikum war begeistert. Ein T-Shirt der Band musste her… Geile Band, geile Performance. Scheiß Sound! Wie üblich. Der Bass wummerte nur so dahin und die Bass Drum ebenfalls. Aber das machte die Band durch wildes Herumhüpfen wieder wett. Danke Ill Nino…

Und dann kam… die METAL QUEEN DORO, die trotz der Soundprobleme des Bassisten, die Fans auch nach 30 Jahren mit den ersten Tönen auf ihre Seite zog. Ob Jung oder alt war hier scheißegal! Jetzt war OLD SCHOOL METAL angesagt! Yesss! Und der Chor aus 5000 Leuten tat sein Übriges um mir einen Schauer über den Rücken laufen zu lassen. Doro weiß halt, wie die Meute zu animieren ist… Ein T-Shirt von Doro musste her, auch wenn ich danach von so manchem belächelt wurde… All we are, All we are, we are, we are all, all we need!… Yeah!

Trotz Soundprobleme (Mikro war zu leise eingestellt) versuchte ACCEPT mit Vollgas das Publikum zu begeistern. Aber nach einer Show, wie Doro sie zelebrierte, konnten die Solinger einfach nicht daran an-schließen. Das Publikum nahm ACCEPT einfach nicht so an. Vielleicht auch, weil es sich nicht mehr um die Originalbesetzung handelte. Mark Tornillo kann Udo Dirkschneider nicht ersetzen. Ich weiß es nicht. Mit den Songs Metal Heart,  Balls to the Wall sowie Fast as a Shark hatte ich wenigstens meinen Lichtschimmer an diesem trüben Sommertag. OLD SCHOOL METAL!! War schon irgendwie geil, aber so kann ACCEPT nicht mehr ewig existieren. Ich hoffe allerdings für die Band, dass ich mich täusche… Zeit für die nächste Beschwerde, lieber Veranstalter: In der Wavebreaker Bar ging dann das Bier aus. Nicht nur das Bier, sondern auch das Mineralwasser. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis die Getränke nachgeliert werden konnten. Sowas geht halt nicht.

KORN. DER Nu-Metal Act schlechthin. Die Jungs rund um Jonathan Davis spielten auf der jetzigen Tour nur deren Debut Werk „KORN“ aus dem Jahre 1994. Und das krachte. Trotz der Soundprobleme bereits vor der Show, die im Publikum für Pfiffe sorgte,  gab die Band Vollgas und … Ja und geil! DIE BESTE BAND des Abends neben Doro. So extrem exakt gespielt. Punktgenau und perfekt. Und deren Drummer Ray Luzier, der optisch eigentlich nicht in die Band passt, ist ja ein Tier hinter seinem Set. Irgendwann konnte ich nur noch auf ihn schauen. Der ist genial! Der Wahnsinn. Dann kam die Zugabe in Form von Falling away from me. Allerdings setzte da die gesamte Backline aus und zu früh wieder ein, was bedeutete, dass es nur diese eine Zugabe gab. Zum Lachen war das Ganze somit nicht wirklich. Korn nahm es mit Humor und die Show war somit gelaufen… .

Aufgrund dieser vielen Enttäuschungen habe ich mir den Hauptact Judas Priest nicht mehr gegeben. Sei es drum!

 

Fazit: Von Beginn an war der Wurm drin. Vom Einlass, über die Bänderausgabe des VIP-Bereichs, des 10-Minuten Sets des „Einheimischen Blocks“ über die Soundprobleme, die sich durch alle Sets durchgezogen haben. Kaum Verschnaufpausen und als dann noch das Bier ausging… . Die Bands waren mehr als bemüht. Ich hingegen fühlte mich wie in einem Alptraum und werde das  zu einem eintägigen Festival zusammengeschrumpfte Seerock nicht mehr besuchen. Ich glaube, dass es nicht mal ausverkauft war…

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Metaller seit über 25 Jahren! Metaller in 25 Jahren! Ich bin verloren in der Musik. Egal ob beim Hören oder wenn ich selbst Musik mit meinen Bands namens SCARGOD, SHADOWS GREY und Under The Bloodred Sun mache. Nur meine Familie hat noch Vorrang. Rock on

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