Tracklist
01. Hellbender
02. Taking Back My Wings
03. The Lightning Conductor
04. Riding Out
05. Do Not Burn The Witch
06. Valkyrie
07. Buccaneers
08. Stormchaser
09. Air Raid
Besetzung
Kate de Lombaert – Vocals
Geert Annys – Guitars
Camilo (Thunder Screamer) Ortega – Bass
Ash – Drums
KATE’S ACID ist kein gewöhnliches Speed-Metal-Projekt. Gegründet von Lead-Sängerin Kate de Lombaert, Gitarrist Geert Annys, Bassist Camilo Ortega alias Thunder Screamer und Schlagzeuger Ash, setzt die Band die Tradition von ACID (ursprünglich PRECIOUS PAGE) fort. Einer der ersten europäischen Speed-Metal-Bands, die Anfang der 1980er in Brügge entstand. Während die Originalbesetzung der legendären Band aus Kate de Lombaert, Dirk Simoens, Donald Devers, Peter „T-Bone“ und Geert „Anvill“ bestand, bringt die neue Formation frischen Wind, ohne die Wurzeln zu verleugnen.
Aufgenommen wurde »Hellbender« in Studios in Belgien und Kolumbien, der Mix fand in Berlin unter der Leitung von Jacky Lehmann statt. Das Ergebnis ist ein Album, das klassische Speed-Metal-Energie mit modernen Details verbindet und die Musiker in Bestform zeigt.
Ein roher Start
Der Opener »Hellbender« schlägt sofort ein wie ein Blitzschlag. Treibende Riffs von Annys, gepaart mit dem klaren, aber kraftvollen Gesang von de Lombaert, setzen das Tempo hoch. Wer Speed-Metal liebt, bekommt hier das volle Programm. Schnelle Gitarrenläufe, preschendes Drumming und eine ständige Spannung, die kaum nachlässt.
Mit »Taking Back My Wings« verlagert sich der Fokus leicht auf melodische Strukturen, ohne die Geschwindigkeit zu verlieren. Der Song zeigt, dass die Band nicht nur auf rohe Energie setzt, sondern auch Songwriting-Kompetenz besitzt. Die Stimme von de Lombaert hebt sich über den dichten Soundteppich und gibt dem Stück einen emotionalen Anker.
Funken und Stromschläge
Dieses Stück ist ein Paradebeispiel für klassischen Speed-Metal. Blitzschnelle Riffs, eingängige Leads und ein rhythmisches Fundament, das keine Pause zulässt. Annys’ Gitarre sticht hervor, während Ortega und Ash für ein Fundament sorgen, dass jede Menge Raum für das Solo lässt.
»Riding Out« ist ein Nackenbrecher, der an die frühen 80er erinnert. Die Kombination aus treibendem Bass und donnerndem Schlagzeug erzeugt ein Gefühl von Geschwindigkeit und Abenteuer. Der Track vermittelt fast filmische Bilder einer wilden Fahrt durch endlose Straßen.
Warnung und Mythos
Hier nehmen KATE’S ACID die klassischen Metal-Themen auf. Mystisch, leicht düster, mit einer eingängigen Hookline, die sich sofort festsetzt. Die Produktion unterstützt die Atmosphäre, klare Trennung der Instrumente, dennoch kraftvoll und dicht.
»Valkyrie« zeigt die Band auf einem hohen melodischen Level. Der Song bietet komplexere Strukturen, dynamische Wechsel zwischen schnellen Passagen und eingängigen Refrains. Das Stück könnte problemlos auf einem Festival die Menge mitreißen.
Piraten und Sturm
Mit »Buccaneers« wird das Piraten-Motiv aufgegriffen, hier zeigt die Band, dass sie Storytelling beherrscht. Ein Song, der Abenteuer und Aufruhr vermittelt. »Stormchaser« folgt direkt, noch wilder, fast chaotisch, aber kontrolliert. Die Instrumentalisten liefern technische Höchstleistung ab, ohne den Song zu überfrachten.
Der Abschluss »Air Raid« ist ein typisches Metal-Finale, schnell, laut, prägnant. Es gibt kaum Verschnaufpausen, und die Band zeigt, dass sie den Spirit der 80er nicht nur bewahrt, sondern mit modernen Mitteln neu interpretiert.
Mit 3,5 von 5 Punkten bewegt sich »Hellbender« solide im oberen Mittelfeld. KATE’S ACID liefert ein Album, das sowohl Fans der alten ACID-Ära als auch neue Speed-Metal-Fans anspricht. Die Mischung aus schnellen Riffs, melodischen Hooks und der durchdringenden Stimme von de Lombaert macht »Hellbender« zu einem hörenswerten Comeback, wenngleich einzelne Songs nicht die Originalklassiker der 80er erreichen.
»Hellbender« ist ein klares Statement. Speed-Metal lebt, und KATE’S ACID tragen die Fackel stolz erhoben weiter. Die Band zeigt, dass sie den Sound der frühen europäischen Metal-Szene respektiert, ihn aber gleichzeitig neu interpretiert. Wer Lust auf energiegeladene Gitarren, treibendes Schlagzeug und markanten Gesang hat, findet hier ein Album, das Spaß macht, ohne nostalgisch zu wirken.
Fazit: »Hellbender« markiert den gelungenen Neuanfang für KATE’S ACID und bestätigt ihre Bedeutung in der europäischen Speed-Metal-Szene.






