Tracklist
01. Mors Aeterna
02. My Time
03. The Feed
04. Darker Me
05. Realign
06. Never Enough
07. Tides Of War
08. Jagged Outlines
09. Turn Away
10. Victims To The Fight
Besetzung
GOOT – guitars, back vocal
Lorelei Ether – keyboards
Marti Matsilla – drums
Simone “Zimon” Sut – bass, keyboards/sounds
Theodor Borovski – programming, sounds
Hardrock mit prominenter Stimme und modernem Feinschliff
Mit »My Time« veröffentlicht das internationale Hardrock- und Heavy-Metal-Projekt GOOT am 20. Juli über Worldlessness Records ihr neues Studioalbum. Hinter dem Projekt steht Gitarrist GOOT, der gemeinsam mit Lorelei Ether (Keyboards), Marti Matsilla (Schlagzeug), Simone „Zimon“ Sut (Bass, Keyboards, Sounds) sowie Theodor Borovski (Programming, Sounds) eine moderne und zugleich klassische Metal-Produktion auf die Beine gestellt hat. Das besondere Aushängeschild bleibt jedoch erneut Sänger David Reece, der durch seine Zeit bei ACCEPT und zahlreiche weitere Projekte längst einen festen Platz in der Szene besitzt. Unterstützt wird das Album außerdem von den Gastgitarristen Wayne Dorman und Alex Corona, die mit ihren Soli zusätzliche Akzente setzen.
Zwischen klassischem Heavy-Metal und modernem Hardrock
Schon nach den ersten Minuten wird deutlich, dass GOOT keine Nostalgieplatte aufgenommen haben. Zwar sind die Wurzeln tief im klassischen Heavy-Metal und Hardrock verankert, doch moderne Produktion, elektronische Klangflächen und ein zeitgemäßer Sound verleihen »My Time« einen eigenen Charakter. Druckvolle Gitarren treffen auf atmosphärische Keyboardflächen, während elektronische Elemente den Songs zusätzliche Tiefe verleihen, ohne den eigentlichen Metal-Kern zu verwässern.
David Reece liefert dabei eine überzeugende Leistung ab. Seine markante Stimme besitzt noch immer Wiedererkennungswert und verleiht den Songs genau die Portion Ausdruck, die zwischen Härte und Melodie notwendig ist. Besonders in den kraftvolleren Refrains zeigt er eindrucksvoll, warum seine Stimme seit Jahrzehnten geschätzt wird.
Ein gelungener Einstieg
Mit »Mors Aeterna« beginnt das Album ausgesprochen kraftvoll. Dunkle Atmosphäre, prägnante Gitarrenriffs und ein dynamischer Spannungsaufbau machen den Opener zu einem starken Auftakt. Direkt danach folgt der Titelsong »My Time«, der melodischer ausfällt und mit einem eingängigen Refrain schnell im Gedächtnis bleibt. Hier zeigt sich bereits die große Stärke der Platte. GOOT verbinden Härte mit viel Gespür für Melodien.
»The Feed« legt das Tempo etwas höher und überzeugt mit treibendem Schlagzeug sowie einem gelungenen Gitarrensolo. Die Produktion bleibt dabei jederzeit transparent, sodass sämtliche Instrumente ihren Platz im Klangbild finden.
Abwechslungsreiche Songstruktur
Mit »Darker Me« und »Realign« schlägt das Album etwas nachdenklichere Töne an. Beide Stücke leben von ihrer dichten Atmosphäre und den gelungenen Wechseln zwischen ruhigen Passagen und kraftvollen Ausbrüchen. Besonders die Keyboards sorgen hier für zusätzliche Spannung, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
»Never Enough« gehört zu den eingängigsten Titeln des Albums. Der Song verbindet klassischen Hardrock mit modernen Produktionselementen und besitzt einen Refrain, der sich schnell festsetzt. Gleichzeitig sorgt das Gitarrenspiel für genügend Druck, damit der Song nicht in zu gefällige Bereiche abrutscht.
Mit »Tides Of War« wird das Album anschließend wieder deutlich härter. Schwere Gitarren und ein aggressiveres Grundgefühl erinnern stellenweise an modernen Heavy-Metal, während David Reece seine Stimme rauer und kraftvoller einsetzt.
Starke zweite Albumhälfte
Auch im weiteren Verlauf bleibt das Niveau erfreulich konstant. »Jagged Outlines« kombiniert technische Gitarrenarbeit mit einem markanten Rhythmus und zählt zu den spannendsten Kompositionen der Platte. Hier harmonieren Band und Gastmusiker besonders überzeugend.
»Turn Away« bietet anschließend etwas mehr Melodie und setzt auf emotionale Gesangslinien, ohne dabei an Energie einzubüßen. Der Song zeigt eindrucksvoll, dass GOOT nicht ausschließlich auf Härte setzen, sondern auch gefühlvollere Momente glaubwürdig umsetzen kann.
Den Abschluss bildet »Victims To The Fight«, das sämtliche Stärken des Albums noch einmal zusammenführt. Druckvolle Riffs, starke Gesangsleistung und ein gelungenes Finale sorgen für einen würdigen Schlusspunkt. Besonders das Gitarrensolo von Alex Corona hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Produktion mit internationalem Anspruch
Technisch präsentiert sich »My Time« auf hohem Niveau. Die Gitarren besitzen Druck, ohne den Bass zu überdecken. Schlagzeug und elektronische Elemente ergänzen sich harmonisch und erzeugen ein modernes Klangbild. Gerade diese Mischung aus klassischen Heavy-Metal-Strukturen und aktuellen Produktionstechniken hebt GOOT von vielen vergleichbaren Projekten ab.
Auch die Gastbeiträge wurden sinnvoll integriert. Weder Wayne Dorman noch Alex Corona drängen sich unnötig in den Vordergrund, sondern bereichern die Songs mit geschmackvollen Soli und zusätzlichen Klangfarben.
»My Time« ist ein überzeugendes Hardrock- und Heavy-Metal-Album geworden, das sowohl Fans klassischer Metal-Schule als auch Hörer moderner Produktionen ansprechen dürfte. GOOT gelingt die Balance zwischen traditionellen Riffs, eingängigen Melodien und zeitgemäßer Klangästhetik bemerkenswert gut. David Reece liefert erneut eine starke Gesangsleistung ab und verleiht den Songs jene markante Note, die das Album unverwechselbar macht.
Nicht jeder Titel erreicht das Niveau der stärksten Stücke, und manche Ideen hätten noch etwas mutiger ausgearbeitet werden können. Dennoch überzeugt das Gesamtpaket durch Spielfreude, hochwertige Produktion und abwechslungsreiches Songwriting.
Fazit: Mit »My Time« präsentieren GOOT ein Album, das sowohl eingefleischte Metal-Fans als auch Neueinsteiger begeistern dürfte.






