Band: 21Octayne
Titel: 2.0
Label: AFM Records
VÖ: 25.09.15
Genre: AOR, Hard Rock, Heavy Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Thorsten

21 OCTAYNE aus Deutschland sind keine wirklich neue Band sondern bereits seit 2014 aktiv und schmissen völlig unerwartet im selben Jahr ihr Debüt „Into The Open“ auf den Markt, welches von allen Seiten ordentlich (berechtigtes) Lob einfahren konnte.

Doch bin ICH weit davon entfernt, die Truppe „Supergroup“ zu nennen, denn nur weil sich (exzellente) Musiker und Ex-Musiker von THE JOE PERRY PROJECT, AXXIS & RHAPSODY in den Reihen befinden, heißt das noch lange nicht, das wir es mit Millionensellern wie KISS, G´n´R, BON JOVI oder anderen heavyrockenden Superstars zu tun haben.

Keine Frage, es sind superbe Musiker am Werk, die mich ihrem Debüt überzeugen konnten, doch ich mag den Begriff Supergroup einfach nicht!

Aber können sie das Level auch auch auf der „2.0“ betitelten Fortsetzung halten, die Latte wirklich noch höher legen oder ist es ein zwingend gewollter Schnellschuss ohne Seele? Die Spannung stieg ins unermessliche als ich erfuhr, das ich das Album hören darf und meinen Senf dazu geben kann…
Noch bevor dies aber der Fall war, wurde ich mit 2 „Vorab-Singles“ geködert, die mich dermaßen neugierig machten, so das ich das Album kaum erwarten konnte…

Es machte sich zuerst ein klitzekleines bißchen Ernüchterung in mir breit, als ich dann endlich dazu kam, mir „2.0“ das erste Mal konzentriert auf die Ohren zu geben (was in dem Sinne als Genörgel auf höchstem Niveau zu verstehen ist!)
Warum?

Hmmm…schwer zu erklären!
Es ist nicht die Klasse die abnahm sondern einfach nur die Tatsache, dass sich nichts verbessert hat (oder überhaupt noch verbessern konnte!), sich wiederum aber auch nichts verschlechtert hat. Das hohe Niveau zu halten und verwöhnten Ansprüchen des „fiesen“ Reviewers und Fan gerecht zu werden, gelingt seit langer Zeit nicht vielen Musikern und Bands, von denen es man erwartet hat.

Auch die neuen Songs brauchen teilweise 2-4 Mal um komplett zu wachsen und zu funktionieren, das lief in meiner Hörweise beim Erstling nicht viel anders.

Mit jedem weiteren Durchlauf wuchs meine Freude an den großartigen Songs deren Spektrum von AOR über Hard Rock / Heavy Rock / Melodic Rock mit progressiven Einsprengseln reicht, und mich letztendlich genauso packen, wie bereits das Debüt. Die gut durchdachte Melange aus MR.BIG, CREED, SLASH, ALTER BRIDGE, aber auch Ansätze der AOR Größen a la TOTO wird zu dem eigenen Können und Vorlieben der Musiker eine Rock-Angelegenheit, die Genrefans in ähnliche Gefühlsgefilde abwandern lässt, wie sie es in den seligen 80ern taten, als Rockmusik M-TV beherrschte und Stadien füllte.

Die Jungs haben genug Material am Start um mehr Airplay in den Radiostationen zu erhalten, denn über´m Teich wird der geliebte melodische Hardrock seit ´ner ganzen Weile ordentlich gefeiert und 21 OCTAYNE gehören genau dort hin! 21 OCTAYNE gehören überall hin! International klingende Musik die auch unbedingt international gespielt / gehört werden sollte, denn hinter den genannten Bands braucht sich aktuelle Dreier (Bassist Andrew Lauer spielte den Bass zwar noch ein, zählt aber nicht mehr zum offiziellen, aktuellen Line-Up!) nicht verstecken. Der Anfang wurde ja bereits mit hochkarätigen Touren (u.a. OHRENFEINDT, PC 69, FM, URIAH HEEP,…) gemacht…

Von „Into The Open“ habe ich derzeit noch mehr Ohrwürmer im Kopf, soll heißen:
Es besitzt etwas mehr Hitdichte, doch 21 OCTAYNE kompensieren das mit intelligenten Songs, die gehört werden wollen und wachsen! Bei all´ den Vorzeichen, kann ich die Live-Tauglichkeit der neuen Machwerke kaum abwarten und bin unendlich gespannt, wie wohl Album „Make It Or Break It“ Nummer 3 klingen wird…Ob das chronologisch gerecht 2016 erscheinen wird? Ich hoffe doch sehr, das die Band in dem Fall auch weiterhin auf Qualität anstatt Quantität setzt oder sprudeln diese Melodien wirklich nur so aus ihnen heraus?

Der volle Fünfer!!!

Tracklist:

01. Devil In Disguise
02. Take Me Back
03. When You Go
04. Love’s Just A Heartbreak Away
05. Take Me Away
06. Lost
07. The Circle
08. Date With Myself
09. Fly Away
10. Tale Of A Broken Child

Besetzung:

Hagen Grohe (vocals)
Marco Wriedt (guitars)
Alex Landenburg (drums)

Internet:

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