Allochiria – Omonoia

Band: Allochiria
Titel: Omonoia
Label: Selfreleased
VÖ: 2014
Genre: Post-Metal, Post-Rock, Sludge, Psychedelic
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Post Sludge Metal erreichte uns via Allochiria aus Griechenland. „Omonoia“ so das erste Full Length Album folgt dem EP Release aus dem Jahr 2010. Die 2008 gegründete Truppe frönt, laut Aussagen des Labels einer Fusion aus Neurosis, Amenra, Pelican und Explosions in the Sky. Da darf somit der Genießer gespannt sein, denn wer die genannten Truppen kennt, weiß, dass man hier doch mehr Zeit zum Hören aufbringen muss. Schlussendlich fragt man sich dann immer wieder, wie können solche Bands in einer schnelllebigen Zeit überleben. Nun die Masse ist und dies ist unanfechtbar sind einfach tolle Acts, welche zwar etwas länger brauchen, dafür aber umso genialere Musik auf einen Silberling packen. Können die Griechen hier anknüpfen und ebenfalls aus dem Sog der Schnelllebigkeit ausbrechen. Ja sie können, auch wenn der Output teilweise sehr chillig und lange eingeleitet wird. Dem gegenüber brechen sie gleich aus und zerren uns in ein raues, dreckiges Eck. Da wird man mit der vollen Breitseite getroffen und es zeigt sich dass die Griechen den gediegenen Experimentalsound sehr gut drauf haben. Unglaublich mit welcher Präzision sie hier die Waffen der Musik abfeuern. Freilich und dies steht außer Frage, für ein lockeres, ich hör mal kurz rein, sind die Burschen und ihr Klang nicht geschaffen. Wer allerdings länger vor einem Player sitzen mag um sich mit der Musik auf einem Rundling auseinanderzusetzen der ist hier völlig richtig. Auch wir der durch die Arrangements und Einsätze nicht enttäuscht und das mit einem düsteren Klang, welcher einem die Sicherungen rausklappen lässt. Auch kann man sagen, weniger ist oftmals mehr, doch die Formation, trotz ihrer Komplexität serviert uns einen sehr tollen zusammengeführten Soundstrang dem man liebend gerne folgt. Da kommen einem auch die vielen Ingredienzien nicht so langwierig vor und man hört dafür umso intensiver in den Output.

Fazit: Für Freunde des experimentellen Sounds der deutlich harscheren Machart wird hier ein Silberling veröffentlicht der einfach gekauft werden muss. Langlebig und mit vielen, tollen Sounddetails der klaren, wie auch dreckigen Verzerrung bietet der Rundling eine lange, intensive Unterhaltung.

Tracklist:

01. Today Will Die Tomorrow 08:27
02. Oppression 03:56
03. Archetypal Attraction To Circular Things 09:29
04. We Crave What We Lack 07:12
05. Charikleia’s Intermission 01:54
06. K. 06:20
07. Humanity Is False 12:19

Besetzung:

Irene (voc)
Stavros (guit)
John (guit)
Theo (bass)
Elias (drums)

Internet:

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Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.