Band: Arsen 
Titel: Muttererde
Label: Respekt Music
VÖ: 2014
Genre: Rock/Punk/Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Arsen? Muttererde? Na Holla die Waldfee das riecht doch irgendwie nach Esoterik meets Alternativo. Nicht mein Ding? Halt und nicht so schnell, denn die Formation aus Berlin vermischt ihre Musik aus den Sparten Metal, Punk und Rock. Nicht die Neuerfindung? Hm ja mag schon sein, doch die Vorstellung auf ihrem Zweitwerk dieser Truppe ist wirklich gut geworden. Beim Start des Albums muss ich noch einmal gucken, das ist doch nicht Deutsch oder? Ne ist schon türkisch und liegt daran dass die Sängerin Wurzeln in der Türkei hat. Ist auch nicht wirklich neu, da ich mich ja schon mehrmals mit Bands aus der Türkei auseinandergesetzt habe, welche in ihrer Landessprache singen. Kommt aber als Start durchaus gut aus den Boxen, das Gebräu, das uns die Truppe hier auftischt. Die Mannschaft versteht es durchaus eine spitzfindige Mischung zu bieten und serviert uns dazu wirklich teilweise eine rotzige Breitseite. Die Sängerin hat eine angenehme Stimme und passt sich den Rhythmen sehr gut an. Die Punkpartitionen wurden gekonnt in den Hintergrund gelegt und man versieht seinen Dienst weitausmehr im Bereich des Rock und Metal. Viele Wechsel und gute Temposchübe lassen Laune aufkeimen sich und seine holde um her zu wirbeln. Man merkt die Spielfreude und die steckt durchaus an. Ob man nun mit den Lyrics den Zahn der Zeit trifft oder auch nicht muss man mit sich selbst vereinbaren. Für meinen Teil kann ich mich durchaus damit identifizieren, vor allem bei „Maske der Vernunft“ hat man mich wirklich erwischt. Es sind aber auch die restlichen Songs von solchen Prägungen entstanden und spiegeln viel Alltagsleben wieder. Somit durchaus was für die jüngeren Fans, denn hierbei wird man wohl selbst einen Spiegel vorgesetzt bekommen. Es muss ja nicht immer der politische Kram sein, nein es reichen einem einfach fürs Ego Alltagssituationen die man musikalisch verarbeiten kann und dafür ist das Material einfach perfekt zusammengezimmert worden. Selime „Selly“ Sahin hat genau dazu eine sehr facettenreiche Stimme, einerseits mimt sie die besonnene und Sekunden später keift sie einen an, für mich ein absolutes Non plus Ultra. Gemeinsam mit ihrer Mannschaft serviert sie uns so eine facettenreiche Mischung, welche wohl nicht Neu ist, allerdings nur so vor rotzfrechen und gut abgestimmten Erfrischungen nur so strotzt.

Fazit: Bin nicht unbedingt der Freund von deutschen Texten, allerdings macht diese Truppe hier eine Ausnahme und auch ihr Gemisch weiß immer mehr zu gefallen. Die Band muss unbedingt auf dieser Schiene bleiben, auf keinen Fall in den Alternative, Breitentauglichen Bereich driften, dann würde das einfach poppig klingen. Mit der derzeitigen Ausrichtung liegt man absolut richtig und das Album ist für eine breite Palette an Rock, Metal und Punk Fans. Man muss, was die Ausrichtung betrifft durchaus immer in den anderen Bereich hinüberblicken können, sonst ist das nichts, kann man dies, wird man das Album absolut vergöttern.

Tracklist:

01. Kara Geçit (1:28)
02. Kader (3:19)
03. Maske der Vernunft (4:04)
04. Elternrat (2:40)
05. Herzlos (3:35)
06. Richtung Untergang (3:04)
07. Was uns erwartet (5:33)
08. Canım Annem (4:10)
09. Orient Express (3:41)
10. Reine Herzen (5:06)
11. Muttererde (3:58)
12. Wir sind eins (3:37)

Besetzung:

Selime (voc)
Gelee (bass)
Norman (guit)
Arnd (guit)
Dennis (drums)

Internet:

Arsen Website

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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