Band: Blackmore’s Night
Titel: Dancer And The Moon
Label: Frontiers Records
VÖ: 2013
Genre: Folk
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Jeder der über all die Jahre mit Rock oder Metal was zu tun hatte dem brauch ich wohl Mister Ritchie Blackmore nicht vorstellen. Der Gitarrenhexer und Magier zugleich konnte über all die Jahre stets ein Vorzeigebild zaubern, dem wohl auch noch heute viele Nachwuchskünstler nachjagen. Dass er selbst dem deutlich kernigeren Rock/Metal schon länger ade gesagt hatte ist auch kein sonderlich, neues Geheimnis. Der meiner Meinung nach schon Mondsüchtige Magier hat mit seiner Frau Candice Night schon vor etlichen Jahren sich eher im folkigen, teils Medival geebneten Gewässer Halt gemacht und auf diesem Ufer verweilt das Paar immer noch. Etwas ruhiger war es in den letzten Jahren um diese 1997 gestartete Truppe geworden, denn „Autumn Sky“ liegt als letztes Lebenszeichen auch schon drei Jahre zurück. Freunde des Folk und Medival Metal können sich im Anbetracht des neuen Albums wieder ihre Weingläser füllen und der Sound passt meiner Meinung nach zu den doch sehr heißen Temperaturen die draußen vorherrschen bestens um einen lauen Abend ausklingen zu lassen. Entspannt und durchaus teilweise chillig wird einem mehrheitlich lieblich die Umgebung träumerisch vorgegaukelt. Gute Stimmungsmacher kann man quer über den Output ausmachen. Ob oder ob man nicht Neuerungen im Sound braucht muss der Hörer selbst entscheiden. Der Rezensent will mal behaupten NEIN, denn dies käme hier doch eher schräg rüber und würde somit das ganze Konzept in eine lächerliche Richtung lenken. Gut über Geschmack und Synonyme kann man bekanntlich streiten und so werden sich auch auf diesem Album wohl die Geister scheiden. Wer irgendwie dem Irish Folk hold ist wird sich hier doch sehr wohl fühlen und auch die genießerischen Mittelalter Freaks werden viel für ihr Gehör entdecken. Fakt ist und das steht außer Frage, die Songs auf dem neuesten Release sind deutlich idyllischer und verträumter als ich es bis dato von Mister Blackmore und seiner Holden Dame gewohnt war. Sicherlich bietet man an und ab auch flottere Passagen, aber den Großteil macht man hier eher ein gesitteteres Grunderscheinungsbild. Auch die Cover Versionen sollen hier nicht unerwähnt bleiben und so macht für meinen Geschmack das Uriah Heep Cover „Lady in Black“ durchaus am meisten Sinn. Mir ist schon bewusst dass dieser Track quer durch alle Musikrichtungen mehrmals durchgekaut wurde. Das Flair aber so rüber zu bringen macht Laune und lässt den Track im folkigen Soundkleid recht gut klingen. Auch „Temple of the King“ ist wohl ein überall bekanntes Stück, welches ebenfalls recht gut umgesetzt wurde, wenngleich mir der Song aufgrund der Klasse eines fehlenden Ronnie James Dio weniger vom Hocker reißt. Zu guter Letzt sollte noch die Hommage an den ehemaligen Deep Purple Kollege Jon Lord erwähnt werden, sehr weitschichtiger Track, welcher durch die nahtlose Einbringung des Deep Purple Sounds mir als alten Fan dieser Band sehr zusagt.

Fazit: Blackmore’s Night wissen auch in ihrem sechzehnten Bestehungsjahr weiterhin zu überzeugen. Für Folk Fans, wie auch lockerer Mittelalter Fans ist hier eine breitere Fanschaar gefragt. Wie schon erwähnt der Rundling läuft an lauen Sommerabenden am besten, denn zu dieser Musik lässt es sich gut chillen und gemeinsam mit der Liebsten, bei einem kühlen Weinchen entspannen.

Tracklist:

01. I Think It’s Going To Rain Today
02. Troika
03. The Last Leaf
04. Lady In Black
05. Minstrels In The Hall
06. Temple Of The King
07. Dancer And The Moon
08. Galliard
09. The Ashgrove
10. Somewhere Over The Sea (The Moon Is Shining)
11. The Moon Is Shining (Somewhere Over The Sea)
12. The Spinner’s Tale
13. Carry On… Jon

Besetzung:

Candice Night (voc, chanter, cornamuse, shawm, & tambourine)
Ritchie Blackmore (guit, mandolin, domra & hurdy gurdy)
Bard David Of Larchmont (keys, organ & voc)
Troubadour Of Aberdeen (percussion)
Earl Grey Of Chamay (bass, mandolin & guit)
Lady Kelly De Winter (french horn & harmony voc)
Scarlet Fiddler (violin)

Internet:

Blackmore’s Night Website

Blackmore’s Night @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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