Band: Bornholm
Titel: Inexorable Defiance
Label: Noiseart Records
VÖ: 2013
Genre: Pagan Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Oliver

Bornholm - Inexorable Defiance album artworkDer Trend hin zum melodischen scheint sich doch mehr und mehr zu verstärken. Freut mich natürlich. Die ungarische Truppe „Bornholm“ setzt irgendwo zwischen den nordischen Legenden Dimmu Borgir und Bathory an, um einen majestätisch – episch klingenden Mix aus Pagan und Melodic Black Metal zu erschaffen. Unter NoiseArt Records erschien am 25. Jänner ihr aktueller Langspieler „Inexorable Defiance“.

Die Band selbst leugnet die Einflüsse der beiden Metal Titanen nicht, man scheint sich sogar über den Vergleich zu freuen. Wäre auch sinnlos das ganze Abzustreiten, zu deutlich sind die Wurzeln zu hören. Sogar ein Cover von Bathory´s legendärem Song „Valhalla“ soll auf dem Digipack als Bonustrack zu finden sein, dieser Genuss wurde mir mit der Promoversion des Albums leider nicht vergönnt. Allerdings gab´s auch so ausreichend zu hören.

Bestechend ist vor allem die unglaublich toll gelungene, dunkle Atmosphäre des Albums. Am ehesten vergleichbar wäre folgende Situation: Allein im tiefsten Wald, Vollmond und plötzlich knackt ein Zweig. Irgendwas ist da, man weiß aber nicht was. „Bornholm“ verstehen es verdammt gut dieses Gefühl, das ganze Album hindurch aufrecht zu erhalten. Die Titel werfen einen nahezu undurchdringlichen Schatten, man weiß eigentlich nie was als nächstes kommt. Die dunklen Akkorde, getragen von Stilvoller Untermalung durch klassische Elemente (Dimmu Borgir lässt grüßen) lassen den Fan dieses Genres mit Sicherheit wohlig erschauern.

Sänger Sahsnot gibt ebenfalls alles um das erschaffene Umfeld zu erhalten. Seine Growls können sich hören lassen, passen erstklassig zum Sound. Allerdings geht er gelegentlich in der epischen Wucht der Klänge beinahe etwas unter. Hätte man unter Umständen ein wenig anders abmischen sollen. Zudem hätte ich gerne etwas mehr von der Clear Voice die gelegentlich von sich hören lässt gehört. Würde dem ganzen noch ein wenig mehr würze geben.

Fazit: Schönes Album der Ungarn! Die Gratwanderung zwischen etwas Neues mit alten Ideen erschaffen und einfach nur kopieren wurde gut gemeistert. Die Parallelen sind deutlich zu hören und doch ist „Inexorable Defiance“ ein eigenständiges, sofort zu erkennendes Werk. Da die Jungs an der diesjährigen Paganfest Tour teilnehmen, kann ich nur jedem Besucher empfehlen „Bornholm“ auf keinen Fall auszulassen.

Tracklist:

01. Fear Of Wonders
02. Swordbearer
03. Flaming Pride And Inexorable Defiance
04. Walk On Pagan Ways
05. Archaic Pale Visions
06. Throne Of Crows
07. Moonlight Wanderer
08. Equinox
09. The Spiral Path
10. Fiery Golden Dawn
11. Towards The Golden Halls
12. Feast Of Fire

Besetzung:

Renfield (voc)
Sahsnot (guit)
Vozargh (guit)
Hjules (bass)
D. (drums)

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