cover artwork COME BACK FROM THE DEAD Ad Nauseam

Band: COME BACK FROM THE DEAD 🇪🇸
Titel: Ad Nauseam (EP)
Label: Coffin Entrails Sound
VÖ: 01/05/26
Genre: Death Metal

Tracklist

01. Sick to Death
02. Waves of Maggots over Oceans of Rot
03. Autopsy of a Genocide
04. Ad Nauseam

Besetzung

Marcos P. – Drums
Hector – Guitars
Miguel – Guitars
Paul – Vocals
Iago – Bass

Bewertung:

3,5/5

Nach ein paar Jahren interner oder persönlicher Probleme kehren COME BACK FROM THE DEAD mit „Ad Nauseam“ zurück – eine EP mit vier Tracks im typischen Band-Stil. Ein Klang fest verankert in Old-School Death Metal, der auf dem neuen Material allerdings einige fremde Einflüsse zuließ – viele davon transformiert in reicheren Klang mit klarem Wunsch, neue musikalische Territorien zu erkunden.

Beeindruckender Opener mit verwobener Melodieführung

Das Album eröffnet plötzlich, kein Intro nötig – „Sick to Death“ ist ein Old-School Death Metal Song, sehr direkt und mit guten Gitarren-Passagen, erinnert an frühe Tage des Genres. Melodisch, mit eingängigen Momenten, dominiert von der inspirierten Leadgitarre. Auch eine gute Rhythmussektion und angepisste Vocals, eine gute Komposition und gleichzeitig ein guter Start ins Album. Die Weise, wie die Gitarren die Melodie weben und Noten verflechten, repräsentiert eine unvergessliche Passage – ein sehr inspirierter Song, ein definitives Highlight.

Aus A Coruña, Galicien – COME BACK FROM THE DEAD wurden 2008 gegründet, ihre Geschichte ist von langen Hiatus-Perioden geprägt. Mit allen Mitgliedern in vielen anderen Projekten involviert, kamen diese langen Aktivitätspausen weniger überraschend. Die Gründungsmitglieder Marcos P. (ex-Asedio, ex-Cenotaph, ex-Deface, ex-Icon, ex-Reversion Christ, ex-Sepulcro, Ekkaia, ex-Cult of the Ancients) an Drums und Hector (Nashgul, ex-Asedio, Black Panda) an Gitarren wurden ein paar Jahre nach Gründung von Miguel (Arsian, ex-Cult of the Ancients) an zweiter Gitarre, Paul (ex-Extinción, Kebrantahuesos, Madame Germen) für Vocals und Iago (Lóstregos, ex-Bokluk, ex-Devil Inside, ex-Amhra) am Bass begleitet – ein solides und konstantes Lineup seitdem.

Im selben Register setzt „Waves of Maggots over Oceans of Rot“ fort, mehr wie ein Schatten des Eröffnungstracks – mild aggressiv und mit moderatem Tempo. Ein besser zur Schau gestellter Vocal-Beitrag, gutturale Schreie und wütende Shouts. Der Song verlangsamt sich in der finalen Sequenz, und die gute Atmosphäre sowie der direkte Angriff sind irgendwie vermindert – die Inspiration vom ersten Song verblasst.

Gute Produktion, mehr Rhythmusgitarre wünschenswert

Die Attitüde wird besser in „Autopsy of a Genocide“ – sie gewinnen etwas Energie und Dynamik zurück, wieder kommt die Leadgitarre mit wichtigem Beitrag. Groovy und gut rhythmisiert, wieder weit von der Energie und Inspiration vom Album-Beginn entfernt. Und wenn sie langsam und übermelodisch werden, verschwindet die ganze Magie. Ein mittelmäßiger Song, der sich für den größten Teil seiner Dauer ziemlich erzwungen anfühlt.

Die Produktion ist gut, typisch für das Genre, überschreitet in keiner Weise. Mehr Rhythmusgitarre würde der Musik guttun, auch eine besser eingefangene Rhythmussektion. Vocals sind ziemlich gewöhnlich, entschlossen und leidenschaftlich. Man kann viele Blackened- oder sogar Crust-Einflüsse hören. Der Klang ist ausbalanciert und mit einer gewissen Dosis Rohheit, nichts, worüber man sich bei der Produktion beschweren könnte – eine professionelle Arbeit.

Der Titelsong „Ad Nauseam“ startet vielversprechend mit inspiriertem Riff, fällt bald in mildes Tempo und Füller-Passagen. Eine typische Kombination aus guten und nicht so guten Momenten, beweist einmal mehr, dass ein gutes Riff, das nicht durch den ganzen Song verfolgt wird, allein keinen guten Track macht.

Lebenszeichen mit Versprechen auf Full-Length

Mehr wie ein Lebenszeichen von der Band und ein Versprechen eines Full-Length nach Reunion – „Ad Nauseam“ ist eine kurze Arbeit basierend auf einem guten Song, „Sick to Death„, und komplettiert mit gewöhnlichen Tracks nur, um den Inhalt für eine EP zu füllen. Insgesamt dennoch ein genießbares Hörerlebnis mit genug Momenten, die einen Hörer involviert halten können.

Die Sologitarre beeindruckt weiter durch das Album und entpuppt sich als echte Stärke hinter der Musik von COME BACK FROM THE DEAD. Ein Name, der als Vorahnung für die Band gesehen werden kann – jetzt, wo sie zurückgekommen sind, sollten die Fans mit dem neuen Material zufrieden sein.

Fazit: COME BACK FROM THE DEAD kehren mit „Ad Nauseam“ zurück – Old-School Death Metal mit beeindruckendem Opener und durchweg starker Leadgitarre.

Internet

COME BACK FROM THE DEAD - Ad Nauseam

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