Crystal Viper – Possession (CD Review)

Band: Crystal Viper
Titel: Possession
Label: AFM Records
VÖ: 2013
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die polnische Truppe Crystal Viper sind ja wahrliche Workaholics. Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 veröffentlichen sie mit „Possession“ ihr nunmehr fünftes Langeisen. „Crimen Excepta“ liegt erst ein Jahr zurück und schon prescht die Heavy Metal Fraktion mit dem neuen Album hervor. Persönlich bin ich gespannt, wie die Weiterführung aussieht. Die Bandchefin Marta Gabriel sie ist ja Sängerin, Gitarristin und Komponistin zugleich gibt das Ruder wiedermal nicht ab. Muss sie auch nicht, denn für den Kuttenmetaller hatte sie bis Dato immer das eingefädelt, wo sie glaubte dass man die Fraktion der Fans überzeugen kann. Der Erfolg gab ihr Recht und so ist es auch beim neuesten Werk sehr stark erkennbar, das die Chefin wieder bei allen Fäden die Zügel fest in der Hand hat. Wie auch die deutschen Kollegen Sacred Steel, pfeift auch die polnische Formation auf jeden Hype bzw. ist weiterhin kompromisslos. Das verlangt schon mal ein Lob und wird von der genannten Klientel wohl wohlwollen begrüßt. Mit „Possession“ wird ein Konzeptalbum geboten, bei welchem man eine Story über das junge Mädchen Julia erzählt. Fiktive Handlung, aber mit durchaus sehr guter Umsetzung, ohne aber dennoch irgendwie hier eine True Metal Oper abzuliefern. Manko sind meiner Meinung nach, sind die immer sehr hektischen Vorgehensweisen, wieso man diese einsetzt weiß ich nicht, schmälert aber sehr stark den Hörgenuss. Keine Frage auch 2013 liefert die Truppe einen sehr guten Happen ab, kann aber für meinen Geschmack an die Vorgängeralben nicht anknüpfen. Der Leder und Nietenstahl trieft dennoch ordentlich und man kann der Formation nicht unbedingt böse sein, dass man hier deutlich hektischer vorgeht. Satte Judas Priest lastige Riffs und Bretterattitüden werden weiterhin geboten und das braucht man als True Metal Verehrer ja. Ob man dennoch dieses Konzept dann abnimmt ist fraglich, aber kann durchaus möglich sein. Man kann an und für sich auf diesem Album etliche Diamanten entdecken, dennoch darf man nicht erwarten das man vom Fleck weg begeistert wird, wie es eben bei den Vorgängern der Fall war. Das Konzept ist sicherlich kein Griff ins Klo, allerdings eine Dezimierung bei der ansonsten von mir doch heiß verehrten Combo.

Fazit: Die Weiterführung ist etwas ins Stocken geraten, da man teilweise zu hektisch und ruppig agiert. Hofft meine Wenigkeit dass dies beim nächsten Longplayer ausgebessert wird. Ansonsten noch reichlich Kraft und Klasse für den Kuttenmetaller der frühen Stunde.

Tracklist:

01. Zeta Reticuli
02. Voices in My Head
03. Julia Is Possessed
04. Fight Evil with Evil
05. Mark of the Horned One
06. Why Can’t You Listen?
07. You Will Die You Will Burn
08. We Are Many
09. Prophet of the End

Besetzung:

Marta Gabriel (voc & guit)
Andy Wave (guit)
Michal Badocha (bass)
Golem (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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