DAEMONIUM REGNI - Daemonium Regni - album cover

Band: DAEMONIUM REGNI 🇸🇪
Titel: Daemonium Regni
Label: Darkness Shall Rise
VÖ: 17/04/26
Genre: Dark/Epic Black Metal

Tracklist

01. Mater Daemonium
02. Ascendens Tenebrae
03. Silentium Mors Itinerarum
04. Luna Sanguinea
05. Spiritus In Flammo
06. Sacrificium
07. Magica Cultus
08. Damnationem

 

Besetzung

Micke Jansson – Vocals & all instruments

 

Bewertung:

4,5/5

Als Solo-Projekt von Micke Jansson, bekannt von UNANIMATED, markiert DAEMONIUM REGNI einen tiefen Tauchgang in die dunklen Gefilde des Black-Metal. Jansson übernimmt sämtliche Instrumente und den Gesang selbst, was dem Album eine extrem persönliche und zugleich druckvolle Note verleiht. Abgerundet wird das Paket durch das Mastering von Dan Swanö in den Unisound Studios und das Artwork von Daniele Valeriani, der bereits für Bands wie MYSTICUM, MAYHEM oder TRIUMPH OF DEATH gearbeitet hat.

Mit »Daemonium Regni« legt Micke Jansson ein Konzeptalbum vor, das durch seine dunkle Atmosphäre und epische Kulisse besticht. Das Projekt hebt sich durch seine reine Instrumentierung und den Fokus auf Atmosphäre hervor, wobei Jansson alle Instrumente selbst eingespielt hat. Das Werk ist eine Hommage an den klassischen Black-Metal, gewürzt mit epischen Elementen und einer düsteren Melancholie.

Dunkle, epische Klanglandschaften

Schon der Opener »Mater Daemonium« legt die Richtung fest, epische Gitarrenläufe, wuchtige Drums und Jansson’s markante Stimme erzeugen eine Atmosphäre, die zwischen klassischem Black-Metal und majestätischem Dark-Metal pendelt. Die Songs sind sorgfältig komponiert, jeder Ton wirkt durchdacht und trägt zur dichten, unheilvollen Stimmung bei.

»Ascendens Tenebrae« zeigt Jansson’s Talent, Spannung aufzubauen. Die harmonischen Schichten der Gitarren wirken wie ein Schleier aus Schatten, unterlegt von treibenden Blastbeats. Hier spürt man, dass die Musik sowohl das Chaos als auch die Erhabenheit der Dunkelheit transportieren will.

Meditation über Tod und Ritual

Tracks wie »Silentium Mors Itinerarum« und »Sacrificium« beweisen, dass »Daemonium Regni« mehr als nur technische Finesse bietet. Die Stücke atmen einen rituellen Charakter, der an klassische Werke von ROOT oder frühe BATHORY-Alben erinnert. Besonders auffällig ist, wie Jansson es schafft, dass selbst ruhige Passagen, etwa bei »Luna Sanguinea«, eine unterschwellige Spannung halten. Das Album schwankt gekonnt zwischen aggressiver Raserei und meditativem Moment, ohne je den roten Faden zu verlieren.

»Spiritus In Flammo« und »Magica Cultus« vertiefen diesen Eindruck. Flammende Gitarren, mystische Keyboard-Elemente und die düstere Stimme fügen sich zu einer Gesamterfahrung, die sich auf psychologischer Ebene entfaltet. Hier zeigt sich Jansson als Komponist, der nicht nur Melodien, sondern Atmosphären schafft.

Technische Finesse trifft epische Dramatik

Das Mastering von Dan Swanö bringt die feinen Details der Instrumentierung heraus. Jeder Drum-Beat, jede Gitarrenlinie ist klar und zugleich mächtig, ohne dass der rohe Charakter des Black Metal verloren geht. Das Artwork von Daniele Valeriani spiegelt die musikalische Intensität visuell wider. Finstere Symbole, mystische Motive und eine dichte, texturierte Gestaltung, die das Hörerlebnis ergänzt.

Die Tracklist ist ein stringentes Konzept, vom Auftakt »Mater Daemonium« bis zum Finale »Damnationem« fühlt man sich wie auf einem Ritualmarsch durch Schattenreiche. Das Album ist keine Aneinanderreihung von Songs, sondern ein durchkomponiertes Werk, das sowohl Fans von epischem Black Metal als auch Liebhaber dunkler, atmosphärischer Musik abholt.

Ein Meisterwerk im Alleingang

Allein die Tatsache, dass Micke Jansson sämtliche Instrumente selbst einspielt und den Gesang übernimmt, zeigt die Intensität und Hingabe hinter diesem Projekt. »Daemonium Regni« wirkt authentisch, kompromisslos und konsequent. Man spürt, dass hier kein kommerzielles Produkt, sondern eine persönliche Vision umgesetzt wurde.

Die Parallelen zu ROOT, BATHORY und ANCIENT WISDOM sind unverkennbar, doch das Album besitzt genug eigene Akzente, um sich klar abzuheben. Die Mischung aus roher Energie, epischer Breite und mystischer Atmosphäre macht es zu einem der stärksten Solo-Projekte des Genres in den letzten Jahren.

Mit einer Wertung von 4,5 von 5 Punkten hinterlässt »Daemonium Regni« einen bleibenden Eindruck. Die Kombination aus technischer Präzision, atmosphärischer Tiefe und epischer Dramatik macht es zu einem Muss für Fans dunkler, orchestraler Black-Metal-Klänge. Micke Jansson liefert ein Soloalbum, das man nicht nur hört, sondern erlebt.

Fazit: »Daemonium Regni« ist ein dunkles, episches Werk, das die Essenz des Black Metal einfängt und gleichzeitig eigene Akzente setzt.

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DAEMONIUM REGNI - Daemonium Regni - CD Review

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Robert
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.