Dissentience – Kaiju

Band: Dissentience 🇺🇸
Titel: Kaiju
Label: Self-released
VÖ: 20/02/2026
Genre: Melodic Thrash/Death Metal

Tracklist

  1. Obsidian Tomb
  2. Chaos Absolute
  3. Kaiju
  4. Death Shroud

Besetzung

Connor Valentin – Guitars, Vocals
James Vitale  – Guitars
Sean Langer – Bass
Nick Scherden – Drums

Bewertung:

5/5

Progressiver Death-Thrash aus den USA? Wer jetzt nur müde mit den Schultern zuckt, sollte genauer hinsehen. Dissentience haben am 20. Februar 2026 ihre neue EP „Kaiju“ vorgelegt – und die hat es in sich.

Die Band aus Bethlehem, Pennsylvania, blickt bereits auf eine bewegte Vita zurück. Zwischen 2010 und 2013 noch unter dem Namen Why We Fight aktiv, erfolgte danach die Umbenennung in Dissentience. Es folgten Singles, EPs und 2022 ein Full-Length-Album. Nun also der nächste Schritt: vier neue Songs, kompakt gebündelt, ohne überflüssigen Ballast.

kein aufgesetztes Nebeneinander, sondern organische Integration

Im Netz liest man gern die Schlagworte „technischer Thrash Metal“ und „Death Metal“. Klingt nach einem weiteren Versuch, zwei Extreme miteinander zu verschmelzen. Doch das greift zu kurz. Was Dissentience hier abliefern, ist kein simples Nebeneinander zweier Spielarten, sondern ein bemerkenswert geschlossenes Klangbild. Thrash-Elemente werden nicht aufgesetzt eingestreut, sondern organisch in den Death-Metal-Kern integriert. Nichts wirkt wie ein Zitat, nichts wie ein stilistischer Spagat. Stattdessen entsteht ein homogener Sound, der erstaunlich selbstverständlich wirkt. Die vier Stücke sind detailverliebt, präzise arrangiert und technisch auf hohem Niveau umgesetzt. Jeder Break sitzt, jede Tempoverschiebung hat ihren Sinn. Die Songs marschieren mit Nachdruck nach vorn, ohne in bloße Raserei zu verfallen. Wuchtiges Schlagzeug, scharfkantige Riffs, tiefes Growling und überraschend filigrane Soli greifen ineinander wie Zahnräder. Hier wird nicht einfach gebolzt – hier wird gebaut.

hier gibt es keine Kopien oder Imitationen

Einflüsse von Trivium, Revocation, The Black Dahlia Murder, Death oder Lamb of God lassen sich erahnen, doch Dissentience vermeiden es konsequent, zur Kopie zu werden. Stattdessen destillieren sie aus diesen Bezugspunkten etwas Eigenständiges. „Kaiju“ klingt nicht wie eine Hommage, sondern wie ein Statement.

Mein Fazit: Dissentience setzen mit dieser EP ein starkes Zeichen. Sie verschmelzen nicht bloß zwei Genres zu einer weiteren Schublade oder einem Subgenre, sondern formen daraus einen geschlossenen musikalischen Kosmos. Besonders in Sachen Arrangement, Timing und Groove zeigt sich eine bemerkenswerte Reife. Die Songs wirken kraftvoll, fokussiert und tatsächlich wie aus einem Guss.

Müsste man diesem Genre aus melodischem Thrash und Death Metal einen Namen geben, läge er auf der Hand: Dissentience. Grandios.

Internet

Dissentience - Kaiju

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