Tracklist
01. Bathing In Entrails
02. Zombified Infants Of Roswell
03. Feasting Upon The Rotted Uterus
04. Aborted Within The Aztec Temple
05. Beheading The Infertile Surrogate
06. Burst Ovarian Cyst
07. Stab, Kill, Consume
08. Drenched In Corrosive Semen
09. Bloated In Pus
10. Rise Of The Mutated (The Newborn Kings)
Besetzung
Tim King – Vocals
Scott Roberts – Guitar
Kenxi Dupey – Bass
Marco Fimbres – Drums
Brutalität mit Old-School-DNA
Die US-amerikanische Brutal-Death-Metal-Formation EMBRYONIC AUTOPSY meldet sich mit ihrem dritten Studioalbum »Rise Of The Mutated« zurück. Hinter dem Projekt stehen keine Unbekannten der Extrem-Metal-Szene. Sänger Tim King, Gitarrist Scott Roberts, Bassistin Kenxi Dupey und Drummer Marco Fimbres haben sich erneut zusammengeschlossen, um ihre Vorstellung von kompromisslosem Brutal-Death-Metal weiter auszubauen.
Mit zehn neuen Songs und einer Spielzeit, die kaum Raum zum Durchatmen lässt, präsentiert die Band ein Werk, das tief in den Wurzeln des Genres verankert ist. Die musikalische Ausrichtung orientiert sich deutlich an den frühen Neunzigerjahren, als Bands wie SUFFOCATION, CANNIBAL CORPSE oder INTERNAL BLEEDING den Sound des Brutal-Death-Metal entscheidend prägten. EMBRYONIC AUTOPSY versuchen dabei jedoch nicht, eine bloße Kopie vergangener Zeiten zu liefern, sondern ergänzen ihre Einflüsse durch moderne Produktionstechniken und einen druckvollen Gesamtsound.
Gewaltige Riffs und kompromisslose Geschwindigkeit
Bereits der Opener »Bathing In Entrails« macht unmissverständlich klar, wohin die Reise geht. Schwere Gitarrenwände, tiefe Growls und eine Rhythmussektion, die ohne Vorwarnung zwischen Blastbeats und Grooves wechselt, bestimmen das Geschehen. Die Band setzt konsequent auf Härte und lässt dem Hörer kaum Gelegenheit, Luft zu holen.
»Zombified Infants Of Roswell« und »Feasting Upon The Rotted Uterus« knüpfen direkt an dieses Niveau an. Besonders die Gitarrenarbeit von Scott Roberts überzeugt durch eine gelungene Mischung aus technischer Präzision und roher Gewalt. Die Songs sind zwar klar strukturiert, verlieren dabei jedoch nie ihre Aggressivität.
Immer wieder streut die Band groovende Passagen ein, die den Kompositionen zusätzliche Dynamik verleihen. Dadurch entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen rasender Geschwindigkeit und schweren Midtempo-Momenten. Gerade dieser Wechsel sorgt dafür, dass das Album trotz seiner extremen Ausrichtung nicht vollständig in monotone Raserei verfällt.
Zwischen Tradition und Moderne
Eine der größten Stärken von »Rise Of The Mutated« liegt in seiner Produktion. Scott Roberts übernahm sowohl Produktion als auch Mix, während das Mastering von Ulrich Wild durchgeführt wurde, der bereits mit Größen wie PANTERA und DETHKLOK gearbeitet hat.
Das Ergebnis klingt kraftvoll und organisch. Die Instrumente besitzen ausreichend Druck, ohne dabei ihre Transparenz zu verlieren. Besonders das Schlagzeug wirkt natürlich und durchsetzungsfähig, während der Bass erfreulich präsent bleibt, etwas, das im Brutal-Death-Metal nicht selbstverständlich ist.
Gleichzeitig zeigt sich hier aber auch ein kleiner Schwachpunkt des Albums. Trotz der hohen technischen Qualität ähneln sich einige Songs in ihrer Grundstruktur und Atmosphäre. Titel wie »Burst Ovarian Cyst«, »Stab, Kill, Consume« oder »Drenched In Corrosive Semen« liefern zwar solide Brutal-Death-Metal-Kost, hinterlassen jedoch nicht immer einen nachhaltigen Wiedererkennungswert.
Höhepunkte des Albums
Zu den stärkeren Momenten zählen vor allem »Aborted Within The Aztec Temple« sowie »Bloated In Pus«. Hier gelingt es EMBRYONIC AUTOPSY, die Balance zwischen Brutalität, Groove und Songwriting besonders effektiv umzusetzen. Die Riffs bleiben im Gedächtnis und die Songs entwickeln eine eigene Identität innerhalb des Albums.
Auch der Titeltrack »Rise Of The Mutated (The Newborn Kings)« bildet einen gelungenen Abschluss. Die Band bündelt hier noch einmal sämtliche Stärken des Albums und liefert einen finalen Angriff aus massiven Riffs, treibenden Drums und bedrohlicher Atmosphäre.
Sänger Tim King überzeugt über die gesamte Laufzeit mit tiefen, kraftvollen Growls, die perfekt zum musikalischen Konzept passen. Zwar bewegt er sich überwiegend innerhalb bekannter Genregrenzen, erfüllt seine Aufgabe jedoch mit Nachdruck und Authentizität.
Für Fans extremer Klänge
»Rise Of The Mutated« ist ein Album für Liebhaber kompromisslosen Brutal-Death-Metals. EMBRYONIC AUTOPSY setzen konsequent auf die Tugenden der alten Schule. Härte, Geschwindigkeit, Groove und eine düstere, morbide Atmosphäre. Die Produktion hebt das Material auf ein modernes Niveau und sorgt dafür, dass die Songs mit entsprechender Wucht aus den Lautsprechern kommen.
Allerdings fehlt dem Album stellenweise das gewisse Etwas, das es dauerhaft aus der Masse vergleichbarer Veröffentlichungen hervorheben würde. Viele Songs funktionieren im Moment hervorragend, verschwimmen nach mehreren Durchläufen jedoch etwas miteinander. Die technische Umsetzung stimmt, die Intensität ebenfalls, doch echte Überraschungen bleiben selten.
Dennoch liefert die Band ein solides Werk ab, das Genrefans mit Sicherheit zufriedenstellen wird. Wer klassischen Brutal-Death-Metal mit zeitgemäßer Produktion schätzt, findet hier reichlich Material für die heimische Anlage oder die nächste Extrem-Metal-Playlist.
Fazit: »Rise Of The Mutated« von ist ein Album, das sowohl die Tradition als auch die Moderne des Brutal-Death-Metal zelebriert.






