Band: Edge Of Thorns
Titel: Insomnia
Label: Killer Metal Records
VÖ: 2014
Genre: Melodic Power/Speed Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Mit „Insomnia“ liefern die Teutonen Edge of Thorns ihren Hattrick ab. Das, was die Musik betrifft im Bereich des traditionellen Metal Universum noch alles in Ordnung ist, lässt den Freund dieser Richtung ganz klar hoffen das es eine zweite Blütezeit gibt. Wem ähneln die Jungs, ganz klar Accept bzw. U.D.O., was auch an den Vocalbeiträgen von Dirk „Duke“ Schmitt liegt, welcher einem Udo Dirkschneider nicht unähnlich ins Mikro knarzt. Stimmungsmäßig werden die Pegel nach oben gehievt, als gäbe es gar nichts anderes als die True Sektion im teutonischen Stahlmantel. Das passt auch so und somit versprühen die Jungs aus Bitburg ordentlich Flair des 80er und man darf wieder getrost seine Kutte überstreifen. Die Songprinzipien mögen zwar jetzt nicht die Neuerfindung sein, dennoch sticht man gegenüber anderen Versuchskapellen locker hervor und drängt diese unvermindert in den Schatten. Das bravuröse Flair und der super, unvermeidliche Charme lassen einen einfach frohlocken, denn im Teutonenuniversum scheint noch alles in Ordnung zu sein. Alle Klischees werden zwar von der Truppe erfüllt, doch man wirkt zu keinem Zeitpunkt übertrieben, was ja oftmals bei vielen Genrekollegen der Fall ist. Gute Kombination und ein ernstzunehmendes Stahlgeschoss bulletiert hier durch die Gehörgänge und besitzt nicht nur Aufgrund vieler Parallelen der genannten Größen einen nicht von der Hand zu weißenden Wiedererkennungswert. Freilich beim ersten Reinhören denkt man an eine neue Scheibe der beiden, doch die Jungs hinter diesem Konzept beweisen viel Eigeninnovation und gehen durchaus auch als ernst zu nehmende Konkurrenz für Udo und Konsorten durch. Geschmackvolle, verbissene Bretterparts, wie auch schöne NWOBHM Melodielinien machen den Rundling zu einem nicht endenden Hörvergnügen. Einziger Ausreißer aus dem 80er Flair ist der Track „Metal Unity“, wo man deutlich mehr den Endneunziger Bereich anvisiert hat und auch Ralf Scheepers zum Gesangduett bittet. Eine grandiose Hymne, bei der man dem Power/Heavy Metaller einfach eine Gänsehaut beschert.

Fazit: Eine neue Revolution? Hm recht schwierig, denn das Zeug dazu hätten die Burschen durchaus. Alle Trademarks und Klischees werden zwar erfüllt nur gibt man sich zu keinem Zeitpunkt affig. Vielmehr setzt man durch viele eigene Kerben dem Ganzen noch die Krone auf. Was mich betrifft eine durchaus positive Entwicklung im Bereich des Teutonen-Stahls, denn durch diesen Rundling haben sich die Bitburger einfach übertroffen und kredenzen und ein Eisen das von vorne bis hinten ordentlich knackt und kracht.

Tracklist:

01. In Your Dreams 00:25
02. Dark Side of Your Life 03:05
03. Yearning Has Begun 05:20
04. Insomnia 05:51
05. Metal Unity 04:04
06. The Watchmaker 05:19
07. A Caress of Souls 07:20
08. Walking Like a Ghost 03:37
09. Death Dealer 05:20
10. …of Hearts That Burn 04:35
11. The 7 Sins of Arthur McGregor 07:04
12. …Is This the Way It Ends 04:12

Besetzung:

Dirk ‚Duke‘ Schmitt (voc)
Dave Brixius (guit)
Jani Näckel (guit)
Achim Sinzinger (bass)
Jojo Lichter (drums)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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